Gerechte Punkteteilung

Rydz-Tor rettet der SGSH einen Punkt

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Bemerkenswertes Comeback nach drei Monaten Pause: Christian Feldmann.

Halver - Am Ende stand eine gerechte Punkteteilung: Die SG Schalksmühle-Halver erkämpfte im ersten Heimspiel des Jahres 2015 gegen den TV Korschenbroich ein 22:22 (9:11)-Unentschieden. Ein Treffer von Mateusz Rydz 15 Sekunden vor dem Ende sicherte den glücklichen, aber nicht unverdienten Punkt. Ein bemerkenswertes Comeback feierte Christian Feldmann.

Von Thomas Machatzke

Das Kräftemessen der beiden Teams aus dem Sauerland und vom Niederrhein war eine Kopie des Hinspiels Anfang September. Wieder beherrschten die Abwehrreihen das Geschehen, wirkten die Offensiv-Formationen wie zahnlose Tiger. Freunde von Hurra-Handball, Tempowirbel und Rambazamba kamen da nicht so sehr auf ihre Kosten, eher schon Anhänger von ehrlicher Arbeit in der Torverhinderung.

Mathias Grasediek hatte auf die erschreckend schwache Vorstellung in Kreuztal vor einer Woche auf seine Weise reagiert. Die Linkshänder Wardzinski und Mayer durften erst mal auf der Bank Platz nehmen. Bis zum 3:2 (9., Dmytruszynski) lief es nicht wie geschmiert, aber ordentlich. Die 6:0-Abwehr der Gastgeber stellte TVK-Kreisläufer Marcel Görden mit vereinten Kräften zu, Geburtstagskind Dominik Formella zog Henrik Schiffmann erst mal den Zahn. Dann aber fand der TVK über eine Manndeckung gegen Dmytruszynski immer besser ins Spiel, drehte den Spieß bis zum 6:10 (27.). "Wir haben mit viel gerechnet, nicht aber mit einer Manndeckung - und dagegen ist uns wenig eingefallen", gestand SGSH-Trainer Mathias Grasediek später ein. Vor allem Achim Jansen und Mateusz Rydz wollte rein gar nichts gelingen - nach 22 Minuten machten sie für Wardzinski und Feldmann Platz. Für Christian Feldmann war es das erste Spiel seit dem 11. Oktober - erst am Dienstag hatte er erstmals wieder voll trainiert. Doch trotz Kaltstart gelangen ihm Dinge, die vorher nicht gelungen war - Feldmann zeigte, dass diese TVK-Defensive übers Kreisläuferspiel zu knacken war. Feldmann war noch nicht der alte, doch auch ein halber Feldmann war für die SGSH in dieser Phase sehr hilfreich. Bis zur Pause kam die SGSH auf 9:11 heran.

Julian Mayer kommt erst spät

Nach der Pause knüpften die Gastgeber indes nicht an diese Aufholjagd an. Das Rogawska-Team hatte defensiv nachjustiert, machte überaus aufmerksam aus der SGSH-Kreisläufersuche Ballgewinne. Aus dem 9:11 wurde bald ein 11:16 (39.). Die SGSH hatte dabei sogar Glück, dass Gelbke, Zimmermann und Deppisch Gegenstöße nicht im Tor unterbrachten und Görden einen Siebenmeter verwarf. Grasediek reagierte und brachte nun Julian Mayer (39.). Wenn man der SGSH eines nicht vorwerfen durfte, dann, dass sie nicht leidenschaftlich kämpfte. Über eine weiter starke Deckung und viel Entschlossenheit im Gegenstoß kam sie so trotz aller Offensiv-Defizite, die frappierend zu Tage traten, wieder heran. Wardzinski verkürzte erstmals auf zwei Tore (14:16 (44.) und später auch erstmals auf ein Tor (19:20, 55.). Der erste Ausgleich war Fleischhauer vorbehalten (21:21, 58.).

22:22 zwischen der SGSH und dem TV Korschenbroich

Es war nun intensiv, es war hektisch - und als Schiffmann der SGSH den Ball nochmals schenkte, nahm sie das Geschenk nicht an, leistete sich ganz im Gegenteil durch Wardzinski überhastet einen unnötigen Ballverlust. Eine Minute war da noch zu spielen - genug Zeit für den TVK, wenigstens noch einmal Görden zu suchen und zu finden. Zum Torwurf kam er nicht, daran hinderte ihn der kollektiv im Kreis stehende SGSH-Innenblock. Den Siebenmeter nutzte Mantsch zum 21:22 (59:20). Doch nach einer Auszeit gelang Rydz abermals der Ausgleich. Da blieben dem Gast noch zehn Sekunden. Zehn Sekunden, in dem er es nicht mehr schaffte, eine Wurfsituation zu bauen. Es war das irgendwie bezeichnende Ende eines Handballabends, der beiden Angriffsreihen nicht zur Ehre gereicht hatte.

SGSH: Dominik Formella, Mareks Skabeikis (bei einem Siebenmeter) - Jacek Wardzinski (6/1), Malte Müller (4), Mateusz Rydz (3), Marc Oberste (3), Julian Mayer (2), Maciej Dmytruszynski (1), Tobias Fleischhauer (1), Daniel Krüger (1), Daniel Buff (1), Christian Feldmann, Achim Jansen 

TVK: Almantas Savonis, Benedikt Köss (für zwei Siebenmeter), Paul Keutmann (n.e.) - Michael Mantsch (6/2), Henrik Schiffmann (3), Marcel Görden (3), Max Zimmermann (3), Nicolai Zidorn (2), Christoph Gelbke (2), Justin Müller (2), Mathias Deppisch (1), Markus Neukirchen, Philipp Liesebach (n.e.), Maximilian Schreiner (n.e.)

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