Unnötige 29:30-Heimniederlage

SGSH lässt Bonuspunkte liegen

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Jacek Wardzinski (links) und Maciej Dmytruszynski (rechts) mit vereinten Kräften gegen Leichlingens Hansen.

Halver - Die SG Schalksmühle-Halver hat im Abstiegskampf der 3. Liga West eine günstige Gelegenheit verpasst. Gegen einen an diesem Abend alles andere als unschlagbaren Tabellendritten Leichlinger TV unterlag das Grasediek-Team 29:30 (11:15).

"Hier lagen heute zwei Punkte für uns, die haben wir leicht verschenkt", stellte auch Trainer Mathias Grasediek nach 60 Minuten fest, in denen seine Schützlinge zumindest 45 Minuten fast alles schuldig geblieben waren. Anders als gegen Krefeld im Dezember scheiterte die SGSH diesmal nicht an den besonderen Fähigkeiten des Gegners, sondern an sich selbst.

19 technische Fehler standen am Ende im Analyse-Programm von Co-Trainer Axel Meyrich. "Mehr haben wir nur in Minden gemacht", sagt der Halveraner bedient. Verständlich war diese Leistung keineswegs. "Wir haben zwei Wochen richtig gut trainiert, aber heute stimmte kein Laufweg, hatten wir keine Struktur im Spiel - die Unsicherheit war greifbar", schüttelte Mathias Grasediek den Kopf.

SGSH verliert Jahresauftakt gegen den Leichlinger TV 29:30

Trotz der Ausfälle (Feldmann, Merhar) und dem ungünstigen Umstand, dass Lutz Weßeling grippegeschwächt erst einmal auf der Bank Platz nahm, schien sich die Partie gut zu entwickeln für die SGSH: Nach ordentlichem Start 4:3 (9.) kippte die Partie zwar ein wenig (6:8, 18.). Dann aber musste der Gast einen schweren Rückschlag wegstecken: Beim Gegenstoß verdrehte sich Kevin-Christopher Brüren (108 Saisontore, Vierter der Torschützenliste) das Knie und schied aus. "So etwas passiert im Sport", sagte Frank Lorenzet später, "aber für uns ist das bitter, wir haben ja nur einen Halbrechten..."

Die SGSH reagierte, nahm bald Spielmacher Novickis und auch Tim Hilger kurz. Doch all dies trug ebenso wenig Früchte wie der Umstand, dass es die Referees gut meinten mit der SGSH bei der Verteilung der Zeitstrafen. Bis zur 45. Minute spielte die SGSH sechsmal in Überzahl und nur einmal in Unterzahl. Die Überzahl-Bilanz der Gastgeber: 2:6-Tore. Schlimmer ging es kaum.

Der Glaube an die eigene Chance kommt spät

Die Leichlinger dagegen spielten ruhig und langsam ihren Streifen herunter und nahmen so eine 15:11-Führung mit in die Pause, die sie nach dem Wechsel bis auf 21:15 ausbauten. Auch beim 17:23 (45.) war die SGSH noch weit davon weg, an Zählbares glauben zu dürfen, was auch daran lag, dass bis dahin mit Ausnahme des starken Dominic Luciano niemand den rechten Glauben an die eigene Chance auf dem Feld lebte. 

Ein paar Ballgewinne und Erfolgserlebnisse später war dieser Glaube dann auf einmal da. Spätestens nach dem 23:25 (51., Diehl). Doch dann vergab Wardzinski einen Gegenstoß gegen den guten Vuckas, holte sich Diehl eine Zeitstrafe ab. Und wieder zog der LTV auf 23:27 davon (53.). Fortan kämpfte die SGSH zwar, doch die Big-Points gelangen ihr weder vorne noch hinten. Sie lief nach dem 25:27 (55., Weßeling) stets zwei bis drei Toren Rückstand hinterher. Erst fünf Sekunden vor dem Ende verkürzte Luciano mit seinem neunten Tor des Abends auf ein Tor (29:30) - da hatten die Pirates, für die Hilger (7/2) und Kreckler (7/3) am besten trafen, die beiden Punkte aber bereits sicher im Sack...

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