Klarer Sieg in Bielefeld

Sieger des Abends im Abstiegskampf

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Sechsfacher Torschütze für die SGSH: Alex Brauckmann.

Bielefeld – Der fünftletzte Spieltag der 3. Liga West hielt für die SG Schalksmühle-Halver, was sie sich von ihm versprochen hatte: Die SGSH löste ihre Pflichtaufgabe beim Schlusslicht TSG Altenhagen-Heepen beim 30:20 (16:10)-Sieg ohne größere Mühe. Der VfL Gladbeck und der Neusser HV zogen in Dormagen und Ferndorf den kürzeren. Damit klettert die SGSH auf den zwölften Rang und hat wieder vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Von Thomas Machatzke

Der Sieg im „Heeper Dom“ war ein unterm Strich leichter und auch zwangsläufiger. Die Bielefelder, deren letzter Punktgewinn Ende November notiert wurde, zeigten zwar großes Engagement auf dem Parkett, doch letztlich fehlten ihnen die Mittel, die SGSH zu gefährden. Das lag nicht zuvorderst an einer überragenden Leistung des Gastes, sondern wohl auch sehr stark daran, dass beim nominell schwächsten Team der Liga auch noch die beiden besten Rückraumspieler fehlten. Johannes Krause hatte sich mit der Uni zu einer Exkursion nach Griechenland aufgemacht, Tobias Beining setzte eine Grippe außer Gefecht. So war es von Beginn an ein ungleiches Kräftemessen.

Die SGSH hielt dem Engagement der Hausherren eine ebenfalls sehr engagierte Abwehrleistung entgegen. So zog der Gast nach dem 4:5 (10.) bald auf 4:9 (14.) davon. Mathias Grasediek hatte mit einer durchaus ungewöhnlichen Start-Aufstellung – Stuhldreher in der Rückraum-Mitte, Feldmann auf der Linksaußen-Position, Mayer in der Startsieben und Diehl nur auf der Bank – überrascht. Zudem hatte er auch die erwogene 6:0-Abwehr verworfen und Feldmann auf die vorgezogene Position beordert. Das zeigte Wirkung – Feldmann verstellte geschickt Passwege und provozierte so beim verunsicherten Gastgeber so manchen Fehlpass. In der Offensive war Jan Stuhldreher auffälligster Gästeakteur. Er hatte das Spiel im Griff und zeigte viel Zug zum Tor. Es war eine gute Leistung, aber keine sehr gute, weil er sich eben auch eine unnötige Zeitstrafe einhandelte und zwei Gegenstöße vergab. Damit war Stuhldreher an diesem Abend in guter Gesellschaft. Konsequenz war nicht die Sache des Gastes. Zur Pause führte die SGSH zwar 16:10, eigentlich hätte es aber auch gut und gerne 24:10 stehen können.

Gladbecker Führung beim Spitzenreiter

Die Kräfteverhältnisse waren praktisch geklärt, und so ehrte es das blutjunge TSG-Team, dass es unvermindert weiter Gas gab. Wenn auch weiterhin mit mäßigem Erfolg. Das von einer großen Fanschar begleitete Team aus dem Sauerland machte auch da weiter, wo es vor dem Wechsel aufgehört hatte. Überzeugendes wechselte mit allerlei Nachlässigem ab. Höhepunkte dabei waren zwei Kopfleger Feldmanns, die nicht den Weg vorbei an Kevin Becker ins TSG-Tor fanden. All das hatte indes keine größere Bedeutung an einem einseitigen Abend.

Bedeutender war es da schon, dass der designierte Meister Bayer Dormagen in der zweiten Halbzeit Gas gab und den VfL Gladbeck, der zur Pause noch sensationell 21:18 im Bayer-Sportcenter geführt hatte, letztlich doch noch sicher 37:32 in die Knie zwang. So war es im Abstiegskampf der Abend der SGSH, die den letzten vier Saisonspielen nun wieder mit einer Spur mehr Gelassenheit entgegenblicken kann.

TSG-Tore:  Thomas Fröbel (6), Daniel Meyer (3/3), Carl-Moritz Wagner (3), Fabian Schnorfeil (2), Tobias Fröbel (2), Simon Marquardt (2), Julian Stübber (1), Jannik Rauchschwalbe (1)

SGSH-Tore: Julian Mayer (6/1), Alexander Brauckmann (6), Jan Stuhldreher (5), Daniel Buff (4), Maciej Dmytruszynski (3), Florian Diehl (2), Christian Feldmann (1), Dennis Hermann (1), Dominic Luciano (1), Malte Müller (1)

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