Die höchste aller Hürden steht auf der Zielgerade

+
Vor zwölf Monaten feierte Dominik Formella mit dem TSV Bayer Dormagen die Drittliga-Meisterschaft – am Samstag kehrt der Keeper mit der SGSH an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Schalksmühle -  Die Drittliga-Saison biegt auf die Zielgerade ein. Für die SG Schalksmühle-Halver türmt sich zu Beginn dieser Zielgerade allerdings ein immens hohes Hindernis auf: Die SGSH ist am Samstagabend beim Tabellenführer TSV Bayer Dormagen (Anwurf 19 Uhr, Bayer-Sportcenter) zu Gast.

Von Thomas Machatzke

Es wäre ein bisschen angenehmer, wenn die Dormagener bereits durch wären – sind sie aber nicht. Zuletzt unterlag das Bohrmann-Team in Wilhelmshaven. So ist das Meisterstück vertagt – bei normalem Gang der Dinge wird der Ex-Bundesligist erst am 3. Mai gegen Altenhagen alle theoretischen Zweifel ausgeräumt haben. Und dies auch nur, wenn das Heimspiel gegen die SGSH gewonnen wird. Geschenke für ein notleidendes Kellerkind sind also kaum drin.

Möglicherweise kommt in der Saisonphase, in der die Fernduelle für Brisanz sorgen, aber auch alles anders. Sollte Bayer gegen die SGSH siegen und die Ferndorfer im Südwestfalenderby, das eine halbe Stunde später an der Stählerwiese gegen Hagen angepfiffen wird, patzen – dann könnte auch der Samstag schon zum rechten Feierabend für Bayer werden. Wie Feiern in Dormagen geht, wissen auch zwei SGSH-Akteure: Sowohl Dominik Formella (2013 mit Bayer Drittliga-Meister) als auch Maciej Dmytruszynski (Aufstieg mit Bayer in die 1. Bundesliga) haben da ihre Erfahrungen.

Apropos Fernduelle: Als die SGSH Ende März beim Schlusslicht TSG Altenhagen-Heepen siegte, spielte der VfL Gladbeck parallel in Dormagen. Nun also ist es umgekehrt. Mit einem Gladbecker Sieg in Heepen ist zu rechnen, mit einem SGSH-Sieg in Dormagen eher nicht. So könnten es vor den letzten zwei Spielen nur noch zwei Punkte Vorsprung für die SGSH sein. Abwarten.

Rückzugsverhalten ist das A und O

„Wir schauen nur auf uns“, sagt Mathias Grasediek, widmet sich mit aller Konzentration Dormagen. Das Hinspiel ging 23:33 verloren. Es war ein Klassenunterschied, der zu Tage trat – auch wenn bei Bayer B-Nationalspieler Simon Ernst verletzt fehlte.

„Wir fahren mit einem klaren Plan, was wir erreichen wollen, nach Dormagen“, sagt der Trainer, „wir müssen ein paar Dinge komplett anders machen als im Hinspiel – dann werden wir auch unsere kleinen Chancen bekommen. Aber klar ist: Einplanen kann man dort nichts.“

SGSH-Kader ist komplett

Die Dormagener haben Grasediek sehr beeindruckt. Vor allem in der Umschaltbewegung sieht er sie ganz vorne. Umso wichtiger für die SGSH ist im Bayer-Sportcenter Vollgas in der Rückzugsphase. Im Hinspiel blieben da viele Wünsche offen. Da die SGSH im Angriff kaum Durchschlagskraft entwickelte, wurde sie schlichtweg überrannt vom Bohrmann-Team.

Personell gib’s vorm drittletzten Saisonspiel keinen Grund zur Klage. Der 16er-Kader steht komplett zur Verfügung. Auch Linksaußen Daniel Krüger ist nach seinen Kniebeschwerden wieder fit.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare