Linkshänder-Engpass vor Reise nach Krefeld

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Nach dem ordentlichen Comeback gegen Dormagen reist SGSH-Youngster Florian Diehl am Samstag mit dem Drittligisten aus Halver und Schalksmühle nach Königshof zur HSG Krefeld.

SCHALKSMÜHLE - Vor zwölf Monaten hätte so ein Spielplan noch einen Doppelschlag gegen zwei Bayer-Werksteams bedeutet. Eine Woche nach der Niederlage gegen den TSV Bayer Dormagen trifft die SG Schalksmühle-Halver in der 3. Liga West am Samstag auswärts auf die HSG Krefeld, deren Stammpersonal in der Vorsaison noch unter anderem Namen spielte: nämlich für den SC Bayer Uerdingen.

Aus Bayer Uerdingen und Adler Königshof ist nach Fusion im Sommer indes die HSG Krefeld geworden. Gespielt wird nicht mehr am Löschenhofweg, der alten Spielstätte der Uerdinger, sondern an der Johannes-Blum-Straße in Königshof. Auch die Anwurfzeit ist neu: Die Spiele beginnen in dieser Saison am Samstagabend um 20 Uhr und damit ungewohnt spät.

In der Tabelle ist die HSG Krefeld ein Nachbar der SGSH – nicht ganz tief im Keller, nicht ganz sorgenfrei. Einen Punkt mehr hat das Mast-Team gesammelt. „Eine eingespielte Mannschaft mit einem guten Umschaltverhalten und einem variablen Angriffssystem“, sagt Trainer Mathias Grasediek über den SGSH-Gegner, „die Heimspiele waren mit Ausnahme des ersten gegen Duisburg auch recht überzeugend.“

Gleichwohl ist die HSG einer jener Gegner, mit dem sich die SGSH absolut auf Augenhöhe wähnen darf. Dass der Druck nach den Ergebnissen der Konkurrenz für seine Schützlinge größer geworden ist, will Mathias Grasediek nicht zu hoch hängen. „Der Weg nach unten ist kurz, der Weg ins gesicherte Mittelfeld aber auch – und das wird in dieser Liga wahrscheinlich ganz lange so bleiben“, sagt er, „ich sehe den Druck aktuell sogar positiv – die Jungs wissen, dass wir gegen Dormagen ein ganz schlechtes Spiel gemacht haben. Sie wollen Wiedergutmachung. Die Trainingswoche war richtig gut. Man merkt das an der Körpersprache. Ich denke, dass wir daraus Selbstvertrauen ziehen können.“

Entwarnung bei Marc Oberste

Ein wenig Kopfzerbrechen bereitet Grasediek weiterhin die rechte Angriffsseite. Bei Julian Mayer (ausgeschlagener Zahn) und Alex Brauckmann (hartnäckige Grippe) sieht es nicht gut aus. Gestern sollte noch einmal die Möglichkeit eines Mundschutzes für Mayer ausprobiert werden. Auf jeden Fall wünscht sich Grasediek von einem der beiden ein paar Minuten Einsatzzeit, damit Dennis Hermann nicht erneut der einzige Linkshänder im SGSH-Kader sein wird.

Entwarnung gibt’s bei Marc Oberste. Er hat problemfrei trainiert, soll vor allem der Defensive Sicherheit geben. „Eine stabilere Abwehrleistung brauchen wir“, sagt Grasediek, „und ein besseres Rücklaufverhalten. Das haben wir in dieser Woche in jeder Spielform trainiert, aber es ist einfach schwer in die Köpfe zu bekommen.“ Was in den Köpfen indes fest verankert ist, das ist die Zielsetzung: Zwei Punkte sollen es in Königshof sein. Zwei Punkte auf dem Weg zu etwas mehr Sicherheit und Ruhe.

Thomas Machatzke

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