SGSH: Eine Spur mehr Alternativen

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SGSH-Youngster Moritz Eigenbrodt wird auch am Wochenende im Gastspiel beim Drittliga-Schlusslicht ATSV Habenhausen aus der für ihn ungewohnten linken Außenbahn erste Wahl sein.

Schalksmühle - Und wieder einmal zurück zum Alltag: Fünf Tage nach der Vorstellung des neuen Trainers für die neue Saison tritt die SGSH am 2. Advent die zweite Nordtour der Saison an. Am Sonntag um 16 Uhr ist das Grasediek-Team beim Tabellenletzten ATSV Habenhausen in der Hinni-Schwenker-Halle in Bremen zu Gast.

Die Voraussetzungen vor dem vorletzten Hinrundenspiel sind unterdessen weiter alles andere als gut bei der SGSH, die Verletztenliste immer noch lang. Feldmann, Ruskov, Diehl, Büchel und Merhar fallen definitiv aus. Kapitän Maciej Dmytruszynski hofft, der Mannschaft zumindest mit einem paar Einsatzminuten in der Defensive helfen zu können – nach seinem Bänderriss allerdings mit Schiene am Fußgelenk.

„Unter diesen Umständen wird das ein ganz, ganz schweres Spiel für uns“, sagt Trainer Mathias Grasediek tief überzeugt, denn selbst das Schlusslicht der 3. Liga West ist nicht die Art von Gegner, gegen die im Spaziergang Punkte einzusacken sind. Der SGSH-Nachbar TuS Volmetal weiß ein Lied davon zu singen: Das Team des Neu-SGSH-Trainer Stefan Neff machte die leidvolle Erfahrung und verlor in Bremen. Punkte, die dem TuS im Abstiegskampf bitter weh getan haben.

„Aber wenn man mal von Spielen gegen Topteams wie Krefeld oder auch in Neuss absieht, war Habenhausen nie weit weg. Es hat oft am Ende nur knapp nicht gereicht“, sagt Mathias Grasediek nach seinem Video-Studium. In Soest sah der ATSV schon wie der sichere Sieger aus, verspielte dann aber in fünffacher Unterzahl den Sieg noch. Zuletzt gegen Gummersbach und Longerich gab es knappe Heimniederlagen.

Ein paar neue Optionen auf der Nordtour

Auf die SGSH wartet in der Hansestadt eine körperlich starke 6:0-Abwehr, die einen guten Job macht. Über Stegmann ist das Team auch im Gegenstoß durchaus gefährlich. Im aufgebauten Angriff wird häufig der kleine, robuste und abgezockte Kreisläufer Fischer gesucht. Rundum ein Gegner, den die SGSH gerade in der aktuellen Besetzung überaus ernst nimmt. Denn ein Sieg soll es in Habenhausen am Ende natürlich sein fürs Grasediek-Team. Ein Sieg gegen Habenhausen bei einer möglicherweise einzukalkulierenden Niederlage gegen Spitzenreiter Krefeld würden eine 15:15-Punkte-Bilanz zur Saisonhalbzeit bedeuten.

Helfen soll beim Unternehmen Auswärtssieg am Sonntag auch wieder Alexander Trimpop. Der Abwehr-Spezialist aus der Landesliga-Reserve steht der ersten Mannschaft einen Tag nach dem Landesliga-Topspiel in Halingen wieder zur Verfügung. Das eröffnet der SGSH die Möglichkeit, ähnlich wie vor zwei Wochen in Gummersbach wieder im 3:2:1-Format zu decken, jedenfalls als Alternative zur angestammten 6:0-Abwehr. Die Option der Habenhausener 6:0-Abwehr sollte zudem auch wieder mehr Möglichkeiten bieten, Kristian Eskericic im Angriffsspiel sinnvoll einzubauen. Immerhin...

ATSV: "Lod Budget" an der Weser

Es ist das SGSH-Gastspiel beim „Low-Budget-Team“ der Liga: Der ATSV Habenhausen ist neu in der 3. Liga West. Und die Handballer aus der Hansestadt Bremen dürften ein Gast auf Zeit sein: Mit 2:24-Punkten und nach nur einem Sieg gegen den TuS Volmetal ist das Team von Trainer Lars Müller-Dormann kurz vor dem Hinrundenfinale bereits ein wenig abgeschlagen. Der ATSV, der bereits in der Saison 2013/14 einmal in der Nordstaffel der 3. Liga dabei war und auch dort direkt wieder abstieg, ist sich auch nach dem zweiten Aufstieg treu geblieben. Die Spieler kommen aus dem eigenen Verein oder sind schon so lange da, dass sie als Eigengewächse gelten. Finanzielle Sprünge sind nicht drin.

Nach den Erfahrungen in der Nordstaffel hatten die Bremer auch strukturelle Änderungen (4. Trainingseinheit, andere Trainingssteuerung) gesetzt, um beim zweiten Anlauf in der 3. Liga zu bestehen. Bisher allerdings noch ohne durchschlagenden Erfolg. So dürften die Erben des großen Hinrich Schwenker, der das bekannteste Kind des ATSV-Handballs ist, bald zurückkehren in die Oberliga Nordsee. Die besten Werfer der Mannschaft, die fehlende große Namen durch Begeisterung wettzumachen versucht, waren bisher Mirco Wähmann (51/7), Marcel Fischer (41), Tim Steghofer (40/12) und Björn Wähmann (39/23).

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