24:31-Niederlage gegen TV Korschenbroich

SGSH-Ressourcen reichen nicht aus

Dominic Luciano (links) vergab ebenso wie Julian Mayer kurz nach der Pause eine Großchance – so verpasste die SGSH die Gelegenheit, das Spiel gegen Korschenbroich vielleicht zu drehen. Foto: Baankreis

Halver - Am Ende reichten die Mittel nicht: 24:31 (10:12) unterlag der Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver am Samstagabend vor 400 Zuschauern an der Halveraner Mühlenstraße dem TV Korschenbroich. Der Ausfall von gleich sechs Spielern (Ruskov, Feldmann, Diehl, Dmytruszynski, Merhar und Büchel) war über 60 Minuten nicht zu kompensieren.

Angesichts der personellen Lage feierte Kristian Eskericic ein Comeback in der SGSH-Startformation, allerdings kein sehr glückliches. Vorne gelang dem Kroaten wenig, als dann auch noch hinten eine berechtigte Zeitstrafe dazukam, stellte Mathias Grasediek die 6:0-Abwehr nach nur zehn Minuten (3:5) um, brachte Mayer für Eskericic und ließ Mayer den Korschenbroicher Spielmacher Justin Müller kurz decken.

Die Maßnahme zeigte zunächst Wirkung, im aufgebauten Angriff lief der TVK-Motor nur noch stotternd, beim 6:6 (17., Weßeling) hatte die SGSH ausgeglichen. Doch vorne blieb weiterhin auch bei den Gastgebern, die häufig mit zwei Kreisläufern agierten, vieles zäh.

SGSH-Siegesserie endet gegen TV Korschenbroich

Nach dem 7:7 (22., Weßeling) legte der Gast einen Zwischenspurt bis zu 8:12 hin (26.). Dank der Paraden von Nicholas Plessers und der Treffsicherheit von Achim Jansen kämpfte sich die SGSH auf 10:12 heran und überstand danach zudem auch noch zwei Minuten in Unterzahl ohne Gegentor. So war das 10:12 zur Pause ein durchaus schmeichelhaftes Zwischenergebnis.

Nach dem Wechsel legte Deppisch per Doppelschlag direkt zum 10:14 (32.) nach. Doch gerade jetzt keimte Hoffnung auf. Mayer und Weßeling wurden im Angriff nun häufiger gut in Wurfposition gebracht, eine Überzahl und eine Siebenmeter-Parade von Plessers gegen Mantsch kamen dazu, nach 36 Minuten stand es 14:14. Es war der Zeitpunkt, als die SGSH das Momentum auf ihrer Seite zu haben schien. Die Halle merkte das.

Sechs erfolglose Versuche in Folge

Doch ausgerechnet jetzt ließen Luciano und Mayer zwei Großchancen aus, hielten zudem auch die Gäste vom Niederrhein mit unheimlich viel Entschlossenheit in ihren Offensiv-Aktionen – vor allem immer wieder über den 14-fachen Torschützen Michel Mantsch – dagegen. Bis zum 18:19 (42., Mayer) war die Partie offen, dann leistete sich die SGSH gegen die auf ein 6:0-System umgestellte TVK-Abwehr sechs erfolglose Versuche in Folge.

Bis zum 19:24 (48.) war eine kleine Vorentscheidung gefallen. Die SGSH versuchte zwar alles, nahm neben Müller bald auch Mantsch kurz, doch alles fruchtete nicht, zumal die Abschluss-Qualität der SGSH-Sieben, die praktisch durchspielen musste, auf der Zielgeraden nicht mehr die beste war. Und so gab es keine Aufholjagd, im Gegenteil: Am Ende wurde es bis zum 24:31-Endstand gegen auf den letzten Metern euphorische Gäste noch ganz bitter für das Grasediek-Team.

SGSH-Torschützen: Weßeling (10/1), Jansen (5), Luciano (4), Mayer (4), Eigenbrodt (1)

TVK-Torschützen: Mantsch (14/4), Deppisch (4), Stassen (4), Wolf (3), J. Müller (2), Backhaus (2), Zimmermann (1), Schreiner (1)

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