Voller Vorfreude in die Rheinpfalz

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Goalgetter Nummer eins gegen Soest: Dominic Luciano.

Schalksmühe - Am Ende eines nicht alltäglichen Handballabends stand das eine oder andere Bierchen im „Nöckel“. Der höchste Saisonsieg, jenes 33:19 gegen das so wenig geliebten Drittliga-Kellerkind aus Soest, wollte im Lager der SGSH ein bisschen gefeiert werden.

Von Thomas Machatzke

Nach Wochen der engen, umkämpften Partien, die so manche Enttäuschung bereit gehalten hatten, stellte Mathias Grasediek sichtlich stolz fest: „Das war eine Wohltat. Auch deshalb, weil in den ersten 30 Minuten wirklich alles geklappt hat. Alles, was wir uns vorher ausgemalt haben.“

17:5 zur Pause: Das war noch beeindruckender gewesen als das 12:4 nach 30 Minuten im November gegen Zweibrücken. Ein Abend der Extreme. „Bei uns hat die Abwehr sehr konzentriert gearbeitet, und Dominik hat Bälle gehalten, die man nicht unbedingt halten muss“, sagte Grasediek, „die Soester hatten dagegen ein sehr glückloses Abwehrspiel. Auch der junge Torwart, der schon sehr gute Spiele gemacht hat, hat nicht seinen besten Tag gehabt. So kommen zwölf Tore Unterschied zu Stande, bei vergleichbaren Torwart-Leistungen wären es vielleicht sechs Tore gewesen.“

SGSH besiegt Soester TV 33:19

Sei’s drum: Die Mannschaft hatte diesen Triumphzug gegen einen seltsam derangierten Kontrahenten sichtlich genossen, und die Anhänger nicht minder. Acht Punkte Vorsprung auf den Drittletzten hat die SGSH seit dem Wochenende, sechs Zähler auf den Viertletzten. Praktisch ist der Weg bis auf Platz sechs kürzer als der Abstand zu den Plätzen, bei denen sich die SGSH sorgen müsste. „Aber wir wollen jetzt unbedingt noch zwei Punkte, um auch theoretisch keine Sorgen mehr haben zu müssen. Und die zwei Punkte wollen wir sofort, also in Zweibrücken“, sagt Grasediek, „was dann nach Ostern ist, muss man sehen. Dann kann man schauen, ob es zu einem Angriff auf Platz sechs reicht.“

Die längste Auswärtsfahrt der Saison in die Rheinpfalz (Samstag, 18 Uhr) passt gut in die Reihe der günstigen Termine für derlei Reisen. In der Vorsaison fand das Spiel in Varel am Nationalfeiertag statt – da waren die übrigen Teams ebenso spielfrei wie in dieser Saison zum Herbstferienstart 2014 bei der Auswärtstour nach Wiesbaden. Nun also ist es das Auftaktwochenende der Osterferien – wieder pausieren die anderen Spielklassen. Wieder könnte es eine Vereinsfahrt werden.

Personelle Probleme in Zweibrücken

Auf jeden Fall könnte es zudem eine günstige Gelegenheit sein für ein Gastspiel beim spielstarken Neuling in Zweibrücken. Das Bullacher-Team muss seit Wochen neben den langzeitverletzten Balaz und Pohlner auch die Jugend-Nationalspieler Jerome Müller und Björn Zintel (beide ebenfalls verletzt) ersetzen. Müller hat zuletzt am 21. Februar in Wiesbaden gespielt und ist in der Torschützenliste auf den siebten Rang abgerutscht. Zintel war im März auch noch nicht für den SV 64 am Ball. So wartet auf die SGSH nach 350 Kilometern Anreise zwar gewiss kein Gegner, der ihr etwas schenken wird, aber vielleicht doch einer, der nicht gar so schlagkräftig sein dürfte wie in Bestbesetzung.

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