„Starke Bauchschmerzen“ vor dem Kellerduell

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Am Niederrhein in Korschenbroich begann für Marc Oberste (links) und Daniel Buff (Zweiter von rechts) vor vier Wochen die sportliche Herbst-Tristesse. Am Niederrhein im Düsseldorfer Stadtteil Rath soll sie am Samstagabend enden.

SCHALKSMÜHLE -  Vor vier Wochen hat in Korschenbroich am Niederrhein die Negativserie der SG Schalksmühle-Halver begonnen. Am Niederrhein soll sie nun auch wieder enden: Zu Gast ist die SGSH am Samstagabend im Düsseldorfer Stadtteil Rath beim ART Düsseldorf (19 Uhr, Gymnasium Rückert-Straße).

Dreimal in Folge verloren hat der Drittligist aus dem Sauerland seit jenem Abend in Korschenbroich und ist damit auf den drittletzten Platz abgerutscht. Die Düsseldorfer Gastgeber haben zuletzt gar fünfmal in Serie das Parkett als Verlierer verlassen und sind mit zwei Zählern Rückstand auf die SGSH Vorletzter. Es ist im tristen Novembergrau ein echtes Abstiegsduell in der Landeshauptstadt. Genau so etwas hatte die SGSH noch vor vier Wochen in Korschenbroich unbedingt verhindern wollen.

„Bei uns ist die Verunsicherung sehr groß. Der Auftakt der Saison war gut, auch spielerisch. Aber wenn man dreimal hintereinander verliert, dann kommt diese Verunsicherung“, sagt Trainer Mathias Grasediek, „das ist schon eine Situation, in der man mit starken Bauchschmerzen nach Düsseldorf fährt.“

Die personelle Lage ist auch eine Woche nach dem Pokal-Kantersieg beim Landesligisten TV Arnsberg – einem Spiel, das Grasediek als „keine ernsthafte Trainingseinheit“ bezeichnet („Es hat uns nicht weitergebracht...“) – nicht dazu angetan, diese Verunsicherung zu nehmen. Florian Diehl ist weiterhin kein Thema – sein Immun-System ist weiter viel zu angreifbar. Auch bei Maciej Dmytruszynski sieht es nicht wirklich gut aus. „Maciej war am Donnerstag noch einmal bei Carsten Lueg“, sagt Grasediek, „es wäre ein großes Risiko, es mit ihm zu wagen. Unser Teamarzt sagt: frühestens nächste Woche.“

Auch Brauckmann und Polakovs angeschlagen

Geradezu wie Petitessen nehmen sich da Nachrichten aus wie jene, dass Youngster Niklas Polakovs am Montag im Training aufgrund einer Prellung des Schienbein-Gelenkkopfes ausschied, oder jene, dass Alex Brauckmann eine Spitze für seine lädierte Schulter bekommen hat. Beide werden aber wohl spielen.

„Die Mannschaft war in dieser Woche sehr konzentriert. Wir hoffen nun einfach, dass wir auch die personellen Möglichkeiten haben, die wir benötigen, um in Düsseldorf beide Punkte mitzunehmen“, sagt Grasediek, „das Spiel bietet auch eine große Chance, sich zu befreien.“ Der letzte Erfolg in der Liga datiert vom 3. Oktober. In Varel gewann die SGSH nicht allein, aber auch dank der Unterstützung der lautstarken Anhängerschaft. „So eine Rückendeckung wäre auch in Düsseldorf gut“, sagt Grasediek und setzt auf jedes noch so kleine hilfreiche Detail. Plätze im Fanbus (Abfahrt 16 Uhr, Aldi-Parkplatz in Schalksmühle) gibt es noch. Ein voll besetzter Bus wäre heute eine gute Therapie. Gegen das Novembergrau, und auch gegen etwaige Bauchschmerzen.

Thomas Machatzke

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