Mit gutem Gefühl in die Kür-Wochen

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Ein prägendes Duell des Nachmittags: Jacek Wardzinski frei vor STV-Keeper Aaron Pfennig. Auch wenn dem SGSH-Linkshänder am Ende sieben Tore erzielte, zog er in diesem Duell am Sonntag viel zu oft den kürzeren.

Schalksmühle - Es war die Art von Sieg, die der SG Schalksmühle-Halver besonders gut schmeckte: Nach dem 32:26 (12:14) am Sonntag in Soest feierten Team, Trainer und Anhang ausgelassen in der Halle des Börde-Berufskollegs.

Von Thomas Machatzke

Einen Spieler ließen die Fans dabei besonders hoch leben: Malte Müller. Der Kreisläufer feierte am Spieltag seinen 20. Geburtstag. So war der Erfolg in Soest eben nicht nur ein besonders prestigeträchtiger Erfolg für die SGSH, sondern auch ein schönes Geschenk an den Youngster. Der Abend hatte praktisch nur einen Schönheitsfehler: Für einen solchen Erfolg war die Rückfahrt eine viel zu kurze – zu wenig Zeit zum Feiern.

Der Erfolg schmeckte auch deshalb so gut, weil man mit ihm über weite Strecken des Spiels nicht eben hatte rechnen dürfen. Zwei Wochen nach der souveränen Vorstellung in Neuss, als die SGSH das Geschehen auf dem Parkett gegen einen starken Gegner mit einer starken Leistung weitestgehend diktiert hatte, sah die SGSH beim Lohse-Team lange nicht aus wie der Sieger des Tages.

Das Team hatte 30 Minuten lang große Probleme gehabt gegen die offensiv-lästigen Abwehrvarianten der Gastgeber. Mateusz Rydz hatte es nicht geschafft, Struktur in die Partie zu bringen, die Außen hatten Schwächen im Abschluss gezeigt. Auch die offene Manndeckung, mit der man hatte rechnen müssen, hatte Probleme bereitet – technische Fehler und Ballverluste waren die Folge gewesen gegen einen bis in die Haarspitzen motivierten Gegner. Natürlich hatte es auch Positives gegeben. Julian Mayer machte ein richtig gutes Spiel, Mareks Skabeikis entpuppte sich im Tor gegen die vielen freien Bälle von den Außenpositionen als goldrichtige Wahl.

Am Samstag in Halver gegen Zweibrücken

Gleichwohl bedurfte es einer Leistungssteigerung nach dem Wechsel – die folgte auch gerade noch rechtzeitig in allen Mannschaftsteilen gegen körperlich abbauende Gastgeber, die ihrem hohen Aufwand Tribut zollen mussten. Für die SGSH blieb so am Ende die Erkenntnis, dass der neue Kader so breit aufgestellt ist, dass er trotz der Ausfälle von Christian Feldmann und Marc Oberste, der angesichts seiner Hüftverletzung ebenfalls noch über Schmerzen klagt und so schnell nicht zurückkehren dürfte, genug Schlagkraft besitzt, um selbst in einem so intensiven Spiel wie in Soest zu bestehen. Die Soester hatte durchaus ähnliche personelle Probleme – aber letztlich weniger zum Nachpacken als der Gast.

Der doppelte Punktgewinn und die Zwischenbilanz von nun 14:6-Punkten verschaffen der SGSH ein gutes Gefühl vor Wochen, die es in sich haben: Am Samstag gastiert der starke Neuling und Tabellenvierte SV Zweibrücken an der Mühlenstraße, anschließend geht es zum Tabellenzweiten nach Krefeld (22. November), ehe zum November-Ausklang Spitzenreiter Eintracht Hagen zum Derby in Halver vorstellig wird. Auch die Dezember-Auftaktaufgabe in Leichlingen (Freitag, 5. Dezember) hat es in sich. Es sind die Kür-Wochen, in denen die SGSH eine bislang gute Hinserie, wenn alles gut läuft, zu einer überragenden machen kann.

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