Der Klassenerhalt ist sicher

SGSH macht  den Klassenerhalt perfekt

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Nach dem Heimsieg gegen Krefeld kannte der Jubel bei der SGSH keine Grenzen.

Halver – Die SG Schalksmühle-Halver bleibt drittklassig: Mit einem 29:24 (17:11)-Heimsieg vor 850 Zuschauern in der Halle Mühlenstraße räumten die Grasediek-Schützlinge am Samstagabend die letzten Zweifel am Klassenerhalt selbst aus. Auch eine Niederlage hätte letztlich gereicht, denn der VfL Gladbeck unterlag in Wilhelmshaven 28:32 und steht als Teilnehmer an der Abstiegsrelegation fest. Der ART Düsseldorf ist nach dem 27:35 gegen Aurich nach Altenhagen der zweite Absteiger. Der TSV Bayer Dormagen machte am Abend der letzten Entscheidungen durch einen 31:22-Sieg gegen Altenhagen Meisterschaft und Aufstieg perfekt.

Von Thomas Machatzke

Ein emotionaler Abend war es an der Mühlenstraße, der eingeläutet wurde mit einer Schweigeminute und einer sehr persönlichen Abschiedsbotschaft von Mathias Grasediek zum Tod des langjährigen Team-Betreuers Erwin Segrewe. „Es war vielleicht der letzte Kick, besonders fokussiert auf diese Aufgabe zu sein“, sagte Grasediek später bei der Pressekonferenz. Jan Stuhldreher nahm diesen Ball auf. „Wir haben heute zu acht gespielt. Erwin war unser achter Mann“, stellte er fest. Das war natürlich nur die halbe Wahrheit. Wenn Erwin Segrewe der achte Mann war, spielte die SGSH gar in doppelter Überzahl, denn das Zuschauerverhältnis von geschätzt 845:5 schlug sich auch in der Lautstärke der Anfeuerung nieder.

Es war die Art von Heimspiel, die sich Trainer und Team gewünscht hatten. Und es war ein Start, den sich ein Handballer in schönsten Träumen nicht ausmalen kann. Die SGSH fightete hinten wie vorne um jeden Zentimeter, nutzte jede Chance zum Tempospiel – extrem fokussiert eben gegen einen völlig überrumpelten Gegner. „Wir haben da Leute auf dem Parkett gehabt, die ganz andere Ansprüche an sich haben“, sagte Olaf Mast, der seine Rückraumreihe mit Szymanowicz, Pannen und Weis nach weniger als zehn Minuten komplett neu ersetzt hatte. Erinnerungen an einen derart einseitigen Start – das bekannte Mast – gab es in seinem reichen Erfahrungsschatz bisher nicht.

SGSH führt 7:0 und 11:1

Nach acht Minuten jedenfalls stand es 7:0 für die SGSH, nach 15 Minuten 11:1. Früher, als die Sätze beim Tischtennis noch bis 21 gingen, wurden Partien bei solchen Spielständen schon einmal abgebrochen wegen zu großer Überlegenheit… Da es einen solchen Passus beim Handball nicht gibt, ging es weiter. Und die Richtung änderte sich. Hatte die HSG zu Beginn ein mentales Problem gehabt, so schwächelte nun die SGSH mental ein wenig, schloss nicht mehr so konsequent ab und lief nicht mehr so schnell zurück. So stand es nach 22 Minuten nur noch 13:8, zur Pause aber immerhin 17:11. Das war ein gutes Ergebnis für die Hausherren, aber gemessen am Spielstand nach 15 Minuten wäre eben ein noch besseres Ergebnis durchaus möglich gewesen.

Durchgang zwei begann die SGSH mit einem ganz starken Trio Luciano/Feldmann/Dmytruszynski und einem erneut überragenden Formella im Tor aber wieder ähnlich fokussiert wie die ersten 30 Minuten. Bis zum 20:11 (33.). Dann wehrten sich die Krefelder mit einem sehr starken Gentges, machten immer weiter und kamen ab dem 22:16 immer wieder auf sechs Tore heran. „Näher ging nicht, da hatten zwei Herren etwas dagegen“, ärgerte sich Olaf Mast über die Referees Marx/Pühler, die nicht nur in der Zeitstrafenverteilung ein wenig unausgewogen urteilten an diesem Abend.

Ob es sonst eng geworden wäre? Es war zumindest unwahrscheinlich im Hexenkessel Mühlenstraße. „Der Sieg der SGSH war rundum verdient“, gestand Mast denn auch ein. Und so mündete dieser so wichtige Handballabend in einer großen rot-weißen Party an der Mühlenstraße. Eine Party im festen Wissen und in der Freude darüber, dass es auch in der Saison 2014/15 wieder Drittliga-Partys in Halver und Schalksmühle geben wird.

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