Nun mehr Abstand zum Abstiegsplatz

SGSH feiert gegen Schlusslicht 24:21-Sieg

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Mit Vollgas nach vorne: Daniel Krüger und Dominic Luciano.

SCHALKSMÜHLE – Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver hat den nächsten Schritt heraus aus dem Tabellenkeller gemacht. Das Grasediek-Team gewann vor mäßiger Kulisse von nur 300 Zuschauern am Löh gegen den Tabellenletzten TSG Altenhagen-Heepen 24:21 (11:11). Mit nun zehn Pluspunkten hat die SGSH nach dem zweiten Heimsieg der Saison drei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz und erst einmal ein bisschen Ruhe.

Die Partie gegen die Gäste aus Ostwestfalen begann für die SGSH sehr mühsam. Das erste Feldtor gelang Malte Müller erst nach zwölf Minuten. Da stand es 1:4 aus Sicht der Gastgeber, die von Glück sagen durften, dass Mareks Skabeikis bis zum diesem Zeitpunkt schon drei Bälle pariert hatte. Es waren die bekannten Probleme der vergangenen Wochen, die das Team aus Halver und Schalksmühle gegen eine 6:0-Abwehr hatte. Es fehlte jegliche Durchschlagskraft.

Anders als in den vergangenen Wochen aber gab es diesmal den D-Faktor – den Faktor Dmytruszynski. Nach seinem Abwehr-Kurzeinsatz am Vorwochenende brachte Mathias Grasediek den polnischen Ex-Internationalen nach einer Viertelstunde auch erstmals wieder im Angriff. Und Dmytruszynski war der Spieler, der den Unterschied machte. Nicht allein, weil er bis zum Wechsel fünf Tore selbst erzielte. Auch deshalb, weil man das Gefühl hatte, dass neben dem 2,04-Meter-Riesen die Nebenspieler allesamt ein Stückchen größer und mutiger wurden. Bis zur Pause arbeitete sich die SGSH somit heran. Das 11:11 zum Wechsel ließ beiden Seiten alle Chancen und war gerecht.

11:11 stand es auch noch 34 Minuten und elf Sekunden. Ins SGSH-Tor war inzwischen Dominik Formella gekommen und hatte sich mit einer Gegenstoß-Parade gegen Wolff prächtig eingeführt. Alles schien zäh, die Angriffsreihen wie zahnlose Tiger. Die SGSH löste die Blockade auf ihre Weise – sie münzte die zahlreichen Ballgewinne nun in Tempospiel um und kam zu leichten Toren. So war zu verschmerzen, dass im aufgebauten Angriff vieles schwierig blieb. Die Bielefelder gewannen auch Bälle, aber sie machten kaum Tempo und gaben im aufgebauten Angriff ein ganz trauriges Bild. Ihr bester Torschütze Johannes Krause kam gegen Positionsverteidiger Feldmann kaum zum Zuge – für den Rest wurden Dmytruszynski, Luciano und dahinter Formella zu einer Art Mauer, an der es kein Vorbeikommen mehr gab. Nach dem 12:12 (35) gelang dem Gast bis zur 51. Minute in 15 Angriffen ein Tor. Aus dem 12:12 wurde so ein 20:13, die Partie war entschieden.

Es ehrte den Gast, dass er nicht aufsteckte und nun die Konzentrationsschwächen im SGSH-Team zu Ergebniskosmetik nutzte. „Ich nehme das auf meine Kappe – da hätte ich wechseln und frischen Wind bringen müssen“, stellte Mathias Grasediek fest. So wurde aus dem 20:13 ein 22:19. Aber selbst das war keine echte Gefahr, denn da waren keine zwei Minuten mehr zu spielen. Am Ende schraubten die Mannschaften im eiligen Hin und Her das Ergebnis noch auf ein 24:21, dabei war es gefühlt eher eine 18:15-Partie. Der SGSH ist damit wieder im Soll und hat nun vor allem eine ganz wichtige Aufgabe: Maciej Dmytruszynski in Watte zu packen. Denn auch das war eine Erkenntnis des Abends: Ohne den D-Faktor wäre es auch gegen die blutjungen Ostwestfalen richtig schwer geworden.

Thomas Machatzke

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