Trotz Favoritenrolle kein Platz für Sorglosigkeit

+
Trainerduell: Mathias Grasediek und Richard Ratka beim Turnier in Hagen im Gespräch.

Halver - Die erste Frage des Wochenendes ist seit Donnerstagabend geklärt: Die SG Schalksmühle-Halver wird nach dem 6. Spieltag nicht die Tabellenführung der 3. Liga West übernehmen. Der VfL Eintracht Hagen hat seine Aufgabe gegen den Neusser HV gelöst und bleibt Primus.

Von Thomas Machatzke

So kann die SGSH höchstens Rang zwei verteidigen – und das sollte der Papierform nach eigentlich kein Problem sein, denn der Gast ist am Samstag um 19.30 Uhr an der Halveraner Mühlenstraße die SG Ratingen und mithin der punktlose Tabellenletzte. Was soll da schon passieren?

Würde man Trainer Mathias Grasediek diese Frage stellen, so würden dem Diplom-Sportlehrer aus Herdecke wohl so einige Dinge einfallen. Nicht nur, weil die SGSH gegen Ratingen ja bereits einmal verloren hat – vor ein paar Wochen im Turnierspiel in Hagen gegen ein Ratinger Rumpfteam. Die SGSH wurde danach Turnierletzter.

Lang ist’s her. Seitdem ist dem Niederrhein-Meister aus Ratingen nicht mehr viel gelungen, der SGSH dafür umso mehr. 8:2-Punkte stehen zu Buche. 10:2-Punkte sind das Nahziel. Entsprechend gut ist die Stimmung. Grasediek will auch gar nicht auf die Euphoriebremse treten, sondern eher nüchtern auf die Schwere der Aufgabe hinweisen, die auf dem Papier doch so leicht zu sein scheint. „Es wird viel, viel schwerer als in Duisburg oder gegen Gummersbach“, prophezeit Grasediek, der sich vom Start des Teams von Ex-Nationalspieler Richard Ratka überrascht zeigte.

Starke Leistungen - nur nicht über 60 Minuten

Also: Video-Studium. „Letztlich musste Ratingen bisher der Verletztenmisere Tribut zollen. Gegen jeden Gegner hat die SG geführt, gegen Krefeld sogar 15:9, dann aber noch klar verloren“, sagt Grasediek. Ein Kontrahent also mit viel Potenzial, aber einer aktuell so dünnen Personaldecke, dass die Kraft bisher nie reichte für 60 konstante Minuten. „Man kann allerdings nicht immer von einem Einbruch auf der Zielgeraden ausgehen“, sagt Grasediek, „diese Mannschaft ist in der Lage, auch mal 60 Minuten auf hohem Niveau zu spielen. Das ist eine starke Mannschaft, die mit dem Abstieg nichts zu tun haben wird.“

So fordert Grasediek vor allem Geduld im Angriff gegen die sehr kompakte 6:0-Abwehr der Gäste und ein gutes Rücklaufverhalten gegen die pfeilschnelle Flügelzange mit dem Ex-Hagener Schütte und dem Ex-Emsdettener Schulz. Ansonsten gilt: Schlüssel zum Erfolg wird für die SGSH eine gefestigte Defensive sein, wobei gerade das Ratinger Kreisläuferspiel über den sehr präsenten Bartmann eine echte Herausforderung werden dürfte. Personell gibt es im Lager der Hausherren – nur Dmytruszynski und Krüger sind leicht angeschlagen – keine größeren Probleme. So ist alles bereitet für den fünften Saisonsieg. Zumindest theoretisch...

SGSH: Skabeikis, Formella – Krüger, Fleischhauer, Diehl, Oberste, Dmytruszynski, Feldmann, Rydz, Mayer, Wardzinski, Jansen, Luciano, Müller, Buff

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare