Der Soester TV und die üblichen Herausforderungen

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Gegen den Soester TV wieder im Blickpunkt: Ersatz-Spielmacher Malte Müller.

Schalksmühle - Ein Derby ist es nicht direkt, und doch immer wieder ein besonderes Spiel: Am Samstag empfängt die SG Schalksmühle-Halver um 19.30 Uhr am Löh den Soester TV. Ein alter Schlager im Zeichen des Drittliga-Abstiegskampfes.

Von Thomas Machatzke

Die SGSH darf den letzten sechs Spielen zwar nach den jüngsten Ergebnissen der Konkurrenz ein Stück weit gelassen entgegensehen. Andererseits hat das Grasediek-Team bei sieben Zählern Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz auch noch den viertletzten Platz im Blick. Der würde bekanntlich eine Saisonverlängerung in Form einer vorsorglichen Relegationsrunde bedeuten. Darauf hat die SGSH so viel Lust wie auf Zahnschmerzen – bei vier Zählern Vorsprung auf den Viertletzten Gummersbach II heißt das: Ein paar Pünktchen sollte sie noch holen.

Am besten direkt. Dafür spricht, dass mit dem STV der Vorletzte kommt, es die mithin auf dem Papier leichteste Aufgabe der Restsaison ist. Allerdings haben die Soester zuletzt mit dem fünften Saisonsieg aufhorchen lassen. Nach dem 23:22 gegen Duisburg beträgt der Rückstand auf den drittletzten Platz nurmehr drei Zähler. Dieser Platz ist ein lohnendes Ziel fürs Lohse-Team, denn auch für die Drittletzten gibt es eine vorsorgliche Relegation – der drittletzte Rang ist der Platz direkt vor einer möglichen Hintertür zur 3. Liga. Während die einen also die Relegation verhindern wollen, wollen die anderen sie erst möglich machen.

Also werden die Bördestädter am Löh nachlegen wollen. Jene Bördestädter, die nicht zu den Lieblingsgegnern der SGSH zählen. Zu wuselig und lästig sind sie auf dem Parkett, nie Ruhe gebend, immer wieder neu das Chaos und die große Rennerei heraufbeschwörend. „Für Soest braucht man mindestens eine Trainingswoche, um sich vorzubereiten“, sagt Mathias Grasediek. Am Montag und Dienstag hat das Team effizient gearbeitet, um den Soester „Erfolg durch immer neue Überraschungsmomente“, sprich immer wechselnde Abwehrsysteme, zu minimieren.

Gäste weiter ohne Kevin Bekel

„Wir haben gegen jedes System unsere Instrumente“, sagt Grasediek, „aber es sind Instrumente, die man nicht so oft benötigt. Wir müssen schnell schalten.“ Darüber hinaus sieht der Coach in einer sattelfesten Abwehr und viel Disziplin in der Offensive die Schlüssel zu einem Erfolg.

Leicht wird all das auch deshalb nicht, weil die personelle Lage weiter schlecht ist. Feldmann, Dmytruszynski und Diehl fallen verletzt aus. Bei Oberste (Rückenprobleme) und Krüger (Knieprobleme) hat der Trainer zumindest Hoffnung, dass es noch reichen könnte. Auf jeden Fall wird Pascal Pfaffenbach aus der Reserve aber den Kader ergänzen. Beim STV fehlte zuletzt nur noch der langzeitverletzte Kevin Bekel, ansonsten war der Kader komplett. Auch ein Einsatz von Ex-SGSH-Keeper Dennis Zielony, der nach seinem Kreuzbandriss zuletzt sein Comeback in der Landesliga-Reserve des STV feierte, ist für den Samstag eine Option.

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