Ein Weltmeister und seine Talentschmiede

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Vollgas gegen Lemgo II: Florian Diehl.

Schalksmühle - Zweites Heimspiel der Saison, erstes Heimspiel in der Sporthalle Löh: Die Drittliga-Handballer der SG Schalksmühle-Halver erwarten am Samstagabend um 19.30 Uhr die HSG Handball Lemgo II. Nach dem 4:0-Punkte-Traumstart der SGSH sind die Voraussetzungen gut, um die kleine Siegesserie noch ein bisschen größer zu machen.

Von Thomas Machatzke

Die Gäste aus dem Lipperland warten noch auf den ersten Saisonsieg, mussten nach dem mehr als respektablen Auftaktremis in Krefeld am 2. Spieltag eine überraschende Heimniederlage gegen Neuling SV 64 Zweibrücken hinnehmen. Entsprechend erwartet die SGSH einen Gegner, der am Löh schon ein wenig unter Druck steht.

Mathias Grasediek berichtet nach seinem Videostudium von einem „zwiespältigen Eindruck“ vom Gegner. „Im Spiel in Krefeld habe ich eine sehr willensstarke Lemgoer Mannschaft gesehen, die nach einem Rückstand beeindruckend zurückgekommen ist in die Partie“, sagt der SGSH-Trainer, „gegen Zweibrücken dann hat keines der HSG-Abwehrsysteme gegriffen – dadurch fehlten die Tore aus dem Tempospiel. Sorglos darf uns das nicht machen. Wenn dieser Gegner hinten Bälle gewinnt, wird’s brandgefährlich für uns.“

Die eigene Qualität stabilisieren

Die Stabilisierung der eigenen Qualität – gerade mit Blick aufs Rücklaufverhalten – stand so unter der Woche auf dem Aufgabenzettel der Handballer aus Halver und Schalksmühle. „Wir wollen Lemgo genau wie zuletzt Korschenbroich in den aufgebauten Angriff zwingen“, sagt Grasediek. Allerdings sind dann die Aufgaben womöglich noch schwerer als am Niederrhein, denn mit Michael Binder hat die HSG einen ebenso erfahrenen wie treffsicheren Linksaußen – Würfe von dieser Position zu provozieren, dürfte nicht unbedingt eine erfolgversprechende Variante sein. Der Rückraum ist zudem mit dem torgefährlichen Regisseur Valentin Schmidt, der mit Leif Anton am Kreis bestens harmoniert, keineswegs zu unterschätzen, zumal der zuletzt im Bundesliga-Kader eingesetzte Georg Pöhle am Löh wieder an Bord sein wird.

„Die HSG hat eine Mannschaft, die schnell mal einen Gegner unterschätzt – das wird bei uns aber ganz gewiss nicht der Fall sein“, sagt Grasediek und setzt trotzdem darauf, dass sein Team mit dem Rückenwind des tollen Starts gute Chancen hat im dritten Spiel der Saison. Erst recht, weil es personell überhaupt keine Probleme gibt. Der Kader war im Training komplett – so drängt sich nicht einmal ein Spieler auf, der diesmal zunächst als Nummer 14 oder 15 nicht auf dem Spielbericht steht.

Luxusproblem im Tor

Auch im Tor hat der Trainer die Qual der Wahl. Mareks Skabeikis hielt zuletzt überragend, Dominik Formella aber war vor zwei Wochen ebenfalls stark und trifft zudem am Samstagabend auf seine ehemaligen Teamkollegen. „Das“, sagt Grasediek und freut sich über seine Optionen, „ist allerdings ein absolutes Luxusproblem. Da kann man so oder so immer schnell reagieren bei dieser Qualität.“

SGSH: Skabeikis, Formella – Feldmann, Buff, Luciano, Müller, Mayer, Wardzinski, Dmytruszynski, Rydz, Jansen, Fleischhauer, Krüger, Diehl, Oberste

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