Samstag, 19.30 Uhr

Die SGSH erwartet Hagen zum Nachbarschaftsduell

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Duell zweier Akteure mit eingebauter Torgarantie: SGSH-Rechtsaußen Jacek Wardzinski (links) ist aktuell Vierter der Torjägerliste, VfL-Linksaußen Jens-Peter Reinarz (rechts) führt die Torjägerliste der 3. Liga West an.

Halver - Es ist eines jener Spiele, die man gemeinhin die besonderen nennt: Am Samstagabend trifft die SG Schalksmühle-Halver um 19.30 Uhr in der Sporthalle an der Mühlenstraße auf den VfL Eintracht Hagen.

Von Thomas Machatzke

Nachbarschaft kann diesmal gleich doppelt definiert werden. Zum einen ist es das Hagener Auswärtsspiel mit dem kürzesten Anreiseweg. Zum anderen sind die Schützlinge von Mathias Grasediek und Lars Hepp aber auch in der Tabelle Nachbarn – die SGSH ist Tabellenvierter, der VfL Eintracht belegt den dritten Platz. So ist das erste Duell der Nachbarn in der Saison 2014/15 ein Topspiel. Das ist neu in der Historie dieser facettenreichen Vergleiche. „Hagen ist nachwievor der große Nachbar“, sagt Mathias Grasediek, „in diesem Jahr darf man von der Hagener Mannschaft eine Menge erwarten. Schon in den letzten Jahren haben wir uns immer sehr schwer getan gegen diesen Gegner. Auch für Hagen ist es immer etwas Besonderes gegen uns – da wollen sie immer auch noch ein Schippchen drauflegen.“

Das wäre immerhin keine gute Nachricht, denn auch ohne ein Schippchen mehr ist der VfL Eintracht neben dem TuS Ferndorf wohl das Team mit der größten Substanz (siehe Text unten). Ein Gegner, gegen den sich die SGSH mächtig strecken muss, wenn es zu etwas Zählbarem reichen soll. „Klar hätte man gegen so eine Topmannschaft auch gerne seine Topaufstellung“, sagt Mathias Grasediek. Die aber wird er definitiv nicht zur Verfügung haben. Christian Feldmann fällt weiterhin verletzt aus, so dass die komplette Spielmacher-Last auf die Schultern von Mateusz Rydz drückt. Dazu kommt, dass die Ex-Hagener Oberste und Dmytruszynski ebenso wie Diehl noch Verletzungs-Nachwirkungen mit sich herumschleppen. In diese Reihe passt auch der Fall Mareks Skabeikis. Der Lette hat sich in Krefeld am Sprunggelenk leicht verletzt und ließ am Anfang der Woche vorsichtshalber das Training aus. Mit Ausnahme von Feldmann sollten aber alle Akteure des Kaders zumindest auf dem Spielbericht stehen.

Rein sportlich gelten gegen die Eintracht viele Dinge, die auch gegen andere Topteams im Blickpunkt stehen. Gegen das Hagener Tempospiel wird ein gutes Umschalt- und Rücklauf-Verhalten das A und O sein. „Vor allem aber müssen wir in der Abwehr wieder zu mehr Stabilität finden“, sagt Grasediek, „wir dürfen nicht wieder so zuschauen wie in den ersten 20 Minuten in Krefeld. Es hängt viel davon ab, wie wir das defensiv hinbekommen. Wir müssen dem Gegner möglichst viele Aufgaben stellen – aber auch da wissen wir: Die Hagener sind erfahren genug, haben schon gegen alle möglichen Abwehrsysteme gespielt. Wir aber haben auch ein paar Stärken – und die müssen wir über eine gute Tagesform zum Tragen bringen.“

Vorne rechnet Grasediek gegen die kompakte VfL-Abwehr durchaus mit Schwierigkeiten im aufgebauten Angriff. Umso wichtiger sind für ihn Ballgewinne in der Defensive und daraus resultierend ein erfolgreiches Tempospiel. „In diesen Spielen entscheiden immer Kleinigkeiten – und dazu zähle ich ganz besonders die leichten Tore“, sagt der Trainer. Mit anderen Worten: Diese leichten VfL-Gegenstoßtore zu verhindern – und vielleicht selbst über den Gegenstoß diese Tore zu erzielen, das könnte für die SGSH am Samstagabend der Schlüssel sein. Dazu ein „Quäntchen Glück im Angriff“ und „ein paar Emotions-Schippchen oben drauf von den Fans“ – so stellt sich der Diplom-Sportlehrer aus Herdecke einen leckeren Erfolgs-Cocktail vor.

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