SGSH erwartet Leichlingen

Saisonende für Christian Feldmann

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Bitter für die SGSH, noch bitterer für Christian Feldmann (rechts): Nach einer Hüftoperation steht der Spielmacher dem Handball-Drittligisten in dieser Spielzeit nicht mehr auf dem Parkett zur Verfügung.

Halver - Einen neuen Sportlichen Leiter hat Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver mit Axel Vormann seit Anfang der Woche, dafür fehlt vor der Saisonfortsetzung am Samstagabend gegen den Leichlinger TV (19.30 Uhr, Halle Mühlenstraße) perspektivisch gelerntes, gestandenes Personal für gleich zwei Positionen: die Rückraum-Mitte und die linke Außenbahn.

Eine Hypothek für den Rest der zweiten Saisonhälfte. In einer Saison voller schlechter Nachrichten brachte der Start in den Januar die Königin der Hiobsbotschaften: Christian Feldmann wird nach einer Hüftoperation bis Ende Juni ausfallen. „Wir hatten gehofft, dass es nicht so schlimm ist, aber er muss wohl sogar im März noch einmal operiert werden“, sagt Cheftrainer Mathias Grasediek – Feldmann wird erst wieder in der Saison 2016/17 ein Thema sein. Bei Linksaußen Natko Merhar (Schambein-Entzündung) ist auch weiter kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

So ist Grasediek weiter zum Improvisieren gezwungen – freut sich dabei immerhin über zwei bis drei Rückkehrer. Maximilian Büchel und Florian Diehl stehen wieder zur Verfügung, Todor Ruskov soll bis zum Samstag noch einen Härtetest im Training absolvieren. Wenn er den besteht, könnte es gegen den Tabellendritten aus Leichlingen für ein paar Einsatzminuten in der Abwehr reichen – hier wäre er sehr willkommen, denn Abwehrchef Maciej Dmytruszynski klagt über Rückenprobleme, würde sich über kompetente Entlastung freuen.

Ein Chef im Angriff fehlt derweil. „Mit Malte Müller sind wir in der Rückraum-Mitte gut aufgestellt, er hat sich da gut eingelebt und wird nun auch durch Max Büchel Entlastung erhalten“, sagt Grasediek, „aber der Ausfall von Christian Feldmann ist trotzdem ein Schlag ins Kontor. Er kann ein Spiel lesen, hat die Akzeptanz des Teams und ist im Angriff der Führungsspieler. So jemand ist nicht zu ersetzen.“

Grasediek hofft auf mehr Stabilität in der Abwehr

Auf der linken Außenbahn werden weiter die Youngster Moritz Eigenbrodt und Florian Ludwig ihre Chancen bekommen. In der Rückraum-Mitte könnte mittelfristig auch Florian Diehl eine Alternative sein. Der Allrounder hilft der SGSH überall, soll vor allem der Defensive Stabilität verleihen. „Wir sind heiß, eine gute Leistung abzuliefern, aber das ist natürlich auch davon abhängig, was Leichlingen zeigen wird“, sagt Grasediek mit Blick auf eine bisher sehr konstante Serie des Lorenzet-Teams, „wir haben auch gegen Krefeld lange mitgehalten, sind zuletzt aber zu häufig an der letzten Viertelstunde gescheitert. Wir wollen jetzt einfach wieder einen Schritt weiterkommen. Das geht nur über Stabilität in der Abwehr – wir müssen da unsere Torhüter unterstützen.“

Außenseiter ist die SGSH nach zuletzt vier Niederlagen in Serie gegen diesen Gegner allemal – ein Überraschungscoup wäre mit Blick auf den Abstiegskampf und vor der Reise zu Spitzenreiter Fredenbeck allerdings ausgesprochen hilfreich...

SGSH: Formella, Plessers – Dmytruszynski, Eigenbrodt, Büchel, Wardzinski, Jansen, Ludwig, Ruskov (?), Mayer, Eskericic, Luciano, Weßeling, Müller, Diehl

Der Leichlinger TV belegt nach dem ersten Spieltag der Rückrunde mit 24:8-Punkten den dritten Tabellenplatz und hat damit bei vier Zählern Rückstand auf den VfL Fredenbeck zumindest noch eine Außenseiterchance im Titelkampf. Nach der verkorksten Vorsaison ist das Team in diesem Jahr deutlich stabiler, hat nur gegen Krefeld, Fredenbeck und Longerich (allesamt daheim) sowie in Minden verloren.

Klarer Testspielsieg gegen Neusser HV

 „Die Mannschaft ist super aufgestellt, hat eine perfekte Führungsstruktur mit Spielern wie Novickis in der Rückraum-Mitte und Kreisläufer Hilger, der auch in den Rückraum wechseln und das Spiel führen kann“, sagt Mathias Grasediek, „dazu kommen zwei starke Torhüter und mit Kevin Christopher Brüren ein Werfer, der nie ganz auszuschalten ist.“ Der Linkshänder ist seit einigen Wochen mit Doppel-Spielrecht für Zweitligist Dormagen ausgestattet, wird in der neuen Saison zu Bayer wechseln.

Die „Pirates“ von Trainer-Dauerbrenner Franz Lorenzet haben zu Beginn des Jahres bereits ein Testspiel absolviert und dabei eine gute Frühform unter Beweis gestellt. Gegen den Liga-Rivalen Neusser HV setzte sich der LTV 40:33 (20:21). Nach verhaltenem Beginn (12:15) führten Brüren (11/2) und sein Linkshänder-Kollege Carsten Lange (5) ihr Team zum klaren Sieg.

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