Handball, 3. Liga West

Zum Trainer-Geburtstag ein Feuerwerk

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Kantersieg im Verfolgerduell: Lukas Hüller führte ab der 15. Minute glänzend Regie.

Halver - Handball-Drittligist SGSH Dragons hat im Verfolgerduell der 3. Liga West seine Position in den „Top 3“ der Liga zementiert. 31:23 (12:13) setzte sich das Dragons-Team gegen den Tabellenvierten Ahlener SG durch und schenkte Trainer Stefan Neff zum 32. Geburtstag nach dem Wechsel ein kleines Feuerwerk vor den 380 Zuschauern an der Mühlenstraße.

So triumphal die 60 Minuten endeten, so zäh hatten sie begonnen: Nach dem schnellen 1:0 durch Kapitän Alexandre Brüning lief bis zur ersten Auszeit nach knapp 15 Minuten vor allem offensiv gar nichts mehr. Die 6:0-Abwehr der Gäste stand wie ein Bollwerk, Andreas Tesch machte im Tor einen ganz starken Job. Dazu spielten die Ahlener den Dragons vorne den Ball lange vor der Nase herum und schlugen dann immer wieder beherzt zu, waren vor allem über ihr Kreisläuferspiel über den Hünen Ferdi Hümmecke nie zu bremsen. 2:6 nach 15 Minuten, das war aus Gastgebersicht ein Fehlstart par excellence.

Die Auszeit aber brachte Besserung. Schetters ersetzte Merhar, Hüller ersetzte Brüning, Prior ersetzte für eine Zeit Luciano. Und Klasmann drehte nach 15 blassen Minuten nun richtig auf. Beim 10:10 (27., Klasmann) war erstmals der Ausgleich geschafft. Beim 12:13 zur Pause war zumindest wieder alles offen, danach hatte es nach dem ersten Viertel nicht ausgesehen.

Kaum zu bremsen in der zweiten Viertelstunde: Christopher Klasmann.

Die mit großem Abstand bessere Halbzeit der Gastgeber, sie sollte noch folgen. Hinten besserte Stefan Neff nochmals nach, brachte Florian Diehl, dessen Einsatz aufgrund eines Magen-Infektes lange in Frage gestanden hatte. Diehl brachte zusätzlich Aggressivität in die Hintermannschaft. Auch Keeper Ante Vukas steigerte sich nun zu einer überragenden Leistung.

Freute sich an seinem 32. Geburtstag über einen 31:23-Sieg im Topspiel gegen Ahlen: Stefan Neff.

Dazu kam natürlich, dass die Ahlener keine ähnlichen Möglichkeiten hatten, nachzupacken. Der Rückraum mit Lemke, Rogowski und Fauteck hatte funktioniert. Wenn einer aus diesem Trio Pausen brauchte, hakte es. „Wer so ein Tempo wie in der ersten Halbzeit durchhält, spielt ein bis zwei Klassen höher“, stellte Dragons-Co-Trainer Hans-Peter Müller nachher fest, „mir war klar, dass Ahlen abbauen würde…“ So kam es. Bis zum 18:18 (45.) war die Partie aber erst einmal offen.

Tobias Schetters (rechts) war der Mann des Abends: Neun Versuche, neun Tore - eine famose Ausbeute des Linksaußen.

Drei Minuten und drei Tore des offensiv herausragenden Tobias Schetters (neun Tore, kein Fehlwurf) später stand es 22:18. Es waren die Wirkungstreffer, die den Gast praktisch schon jetzt ausknockten. Die Dragons ließen nun keine Pässe an den Kreis mehr zu, was aus dem Rückraum aufs Tor kam, parierte Vukas. 

Kampf um den Ball mit Lukas Hüller im Zentrum: Vor allem die erste Hälfte war stark umkämpft.

So schaute der Gast nach 45 ganz starken Minuten ohnmächtig zu, wie er mehr und mehr abgeschossen wurde. Aus dem 22:18 wurde ein 27:19 (54.) und ein 30:21 (58.). Die Zuschauer feierten das Team, das längst eine Art rauschhaften Zustand erreicht hatte, mit Standing-ovations. Den Schlusspunkt zum 31:23 setzte noch der erneut starke Fabian Hecker und leitete nahtlos über zu einer Geburtstagsfeier der besonderen Art.

Beste Dragons-Werfer: Schetters (9), Hecker (6), Klasmann (6/1); beste ASG-Werfer: Rogowski (6/4), Hümmecke (5)

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