SGSH feiert Heimsieg

Mit Kampfgeist zurück in die Erfolgsspur

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Starke Leistung: Florian Diehl.

Schalksmühle - 400 Zuschauer in der Sporthalle Löh gingen zufrieden nach Hause: Nach einem wie immer intensiven Spiel kämpfte die SG Schalksmühle-Halver am Samstagabend den Tabellennachbarn VfL Gladbeck 26:22 (11:12) nieder und kehrte somit nach zwei Niederlagen in Serie in die Erfolgsspur zurück.

Von Thomas Machatzke

Der Vergleich der alten Rivalen aus Westfalen war ein Vergleich zweier Teams mit erheblichen Handicaps: Bei der SGSH musste neben Marc Oberste auch Christian Feldmann (beide verletzt) passen, was dem konzeptionellen Angriffsspiel nicht gut tat. Beim Gast indes wog mindestens genauso schwer, wenn nicht gar schwerer, dass der Torschütze vom Dienst, Max Krönung, beruflich bedingt gar nicht mitgereist war zum Löh. So waren die Gladbecker gerade nach dem Wechsel, als die SGSH einen Positionsverteidiger auf Mollenhauer abgestellt hatte, offensiv ein zahnloser Tiger.

Zäh war die Partie allerdings allemal. 0:3 hieß es schnell nach einem echten SGSH-Fehlstart, bei dem Wardzinski direkt Gegenstoß und Siebenmeter ausließ. Danach folgte zwar jene Phase, in denen die Spielkonzepte am besten passten, doch aus einem zwischenzeitlichen 8:5 wurde nach dem nächsten Tief der Partie ein 9:12. Zur Pause hatte sich die SGSH immerhin auf 11:12 herangekämpft.

Nach der Pause ohne Spielmacher

Mit dem Seitenwechsel fand auch ein Strategiewechsel beim Gastgeber statt: Der zuvor nicht immer glücklich agierende Spielmacher Mateusz Rydz wurde in der Rückraum-Mitte zunächst durch Malte Müller ersetzt - nach Auflösehandlungen operierte der Gastgeber so zunehmend mit zwei Kreisläufern. In der Defensive stellte die SGSH zudem vom 6:0- auf ein 5+1-System um. Maßnahmen, die zwar nicht direkt, aber doch allmählich Wirkung zeigten. Erst verlief die Partie weiter ausgeglichen - praktisch bis zum 21:21 (52.). Dann aber griffen zumindest die defensiv die Korrekturen. Die SGSH schaffte es, die Außen der Gäste häufiger in Wurfposition zu bringen - ihre Bälle parierte Skabeikis nun häufig, dazu auch einen Siebenmeter von Krings, bei einem weiteren trat Mollenhauer über.

Es waren die Schlüsselszenen in einer Sporthalle, die nach allerlei nicht genehmen Pfiffen für die SGSH längst zu einem Hexenkessel geworden war. Es war nun die Atmosphäre, die das junge Gästeteam in einem gehörigen Maß verunsicherte und aus den SGSH-Akteuren die zehn bis 15 Prozent mehr an Leidenschaft und Kampfgeist herauskitzelte, die es benötigte, um die Partie letztlich doch noch relativ deutlich und auch verdient 26:22 zu gewinnen. Beste Schützen der SGSH waren Wardzinski (5), Mayer (5/4), Jansen (4/2) und Müller (4). Beim Gast waren Krings (7/3) und Mollenhauer (6/1) am erfolgreichsten.

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