Handball, 3. Liga West

Zweite SGSH-Niederlage in Serie

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Drei Tore, aber keine Punkte: Florian Diehl und die SGSH unterlagen am Samstag dem TSV GWD Minden II.

Schalksmühle - Insgeheim hatte man im Lager der SG Schalksmühle-Halver von einer Siegesserie bis Ostern geträumt. Sechsmal gegen tabellarisch schlechter platzierte Gegner, sechsmal Favorit = gleich zwölf Punkte? - Seit dem Karnevalswochenende haben die Hoffnungen auf Platz vier jedoch einen Dämpfer erlitten.

Gegen die zuletzt stark auftrumpfende Reserve des TSV GWD Minden gab es eine in der Summe nicht unverdiente 25:26 (15:14)-Himniederlage. Enttäuscht, aber als fairer Verlierer präsentierte sich SGSH-Coach Stefan Neff nach den spannenden 60 Minuten: "Das war heute ein wichtiges Spiel im Kampf um Platz vier, wir sind schon sehr enttäuscht. Aber gerade in der zweiten Halbzeit hat einiges bei uns nicht gepasst."

Umso ärgerlicher war der Leistungseinbruch im zweiten Durchgang, weil zunächst nicht alles, aber doch einiges gut ausgesehen hatte. Die SGSH ließ im Angriff flüssig den Ball laufen, suchte und fand geduldig den freien Mann. Die Chancenverwertung - in der vergangenen Woche in Dormagen in der zweiten Halbzeit noch ein Manko - erfolgte überwiegend konzentriert. Und als letzte Instanz stand mit Ante Vukas der herausragende Akteur der ersten 30 Minuten im Kasten der Rot-Weißen.

Einbruch nach der Pause

Nach gut einer Viertelstunde führten die Gastgeber so mit 10:7. "In dieser Phase haben wir es verpasst, die Führung weiter auszubauen", analysierte Neff im Anschluss zurecht. In der Tat: Nach Jorajurias Treffer zum 12:9 (21.) schlichen sich erste kleinere Ungenauigkeiten ins Spiel der SGSH ein. Die spielerisch überzeugenden Mindener glichen durch den starken Gertges wieder aus (12:12, 24.) und blieben nun bis zum Seitenwechsel auf Schlagdistanz.

25:26-Heimniederlage der SGSH gegen TSV GWD Minden II

"In der Pause haben wir in der Abwehr nachjustiert", verriet Mindens Trainer Moritz Schäpsmeier im Rahmen der Pressekonferenz nach dem Spiel. Der Innenblock stand nun wesentlich besser, empfindlich wurden die SG-Akteure nun gestört. Und so schlichen sich mehr und mehr Nachlässigkeiten sowohl im Passspiel als auch im Abschluss ins SG-Spiel ein. Ruskovs Treffer zum 19:17 (40.) war nur eine Momentaufnahme, rasch hatten die Ostwestfalen diesen Rückstand wieder egalisiert - und nach 48 Minuten sogar erstmals in eine Führung umgemünzt (22:23).

Jorajuria und Merhar vergaben in der umkämpften Schlussphase fünf Minuten vor dem Ende nacheinander wichtige Siebenmeter (Weßeling hatte kurz vorher ebenfalls nicht getroffen), während Gertges per Strafwurf und Staar aus dem Rückraum die Weichen auf Auswärtssieg stellten (24:26, 59.). Weßelings 25:26 Sekunden vor der Schlusssirene kam zu spät, die zweite Niederlage in Folge war besiegelt. keh

Die Statistik zum Spiel

SGSH: Vukas, Plessers (bei einem Siebenmeter) - Merhar (5), Eigenbrodt (n.e.), Spannekrebs, Weßeling (8/3), Diehl (3), Hüller, Ruskov (3), Sackmann, Hecker, Jorajuria (3), Müller, Luciano (3)

GWD II: Paske, Zollitsch (bei einem Siebenmeter) - Brand, Huckauf, Hösl, Nowatski (1), Jungmann (1), Gertges (7/4), Rodenkirchen (3), Kunisch (4), Richtzenhain (1), Kister (4), Staar (5), Oevermann

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