SGSH geht entspannt in den Endspurt

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Im Hinspiel mussten sich Tobias Fleischhauer (links) und Dominic Luciano (rechts) gegen die HSG Krefeld um Rückraum-Hüne Stephan Pletz (Mitte) knapp geschlagen geben. Am Samstag soll in Halver die Revance gelingen.

Halver - Die Saison in der 3. Liga West biegt auf die Zielgerade ein. Noch vier Spiele warten auf die SG Schalksmühle-Halver bis zum 9. Mai. Das erste davon findet am Samstagabend um 19.30 Uhr an der Mühlenstraße in Halver gegen die HSG Krefeld statt.

Von Thomas Machatzke

Eine Zielgerade kann der Ort spannender Spurtduelle sein. Oder der Ort, an dem die Dinge langsam austrudeln. Spannung versprechen die letzten vier Spiele für die SGSH nicht mehr. Aber austrudeln lassen will die SGSH die Saison auch nicht. „Wir wollen sehen, noch zwei, drei gute Spiele hinzulegen“, sagt Trainer Mathias Grasediek. Nach der so guten Saisonstartphase und den mageren Wochen zwischendurch will die SGSH die Gesamtbilanz mit einem guten Saisonfinale aufpolieren. Theoretisch könnte es gegen Krefeld auch der Abend werden, an dem der Klassenerhalt endgültig unter Dach und Fach gebracht werden kann. Praktisch ist die SGSH gesichert, theoretisch noch immer nicht so ganz. „Aber natürlich kann man sich nicht vorstellen, dass alle Mannschaften hinter uns nun alle Spiele gewinnen“, sagt Grasediek, „man hat zwar schon viel erlebt, aber dass Ferndorf gegen Duisburg oder Gladbeck Punkte liegen lässt, das halte ich dann doch für sehr unwahrscheinlich...“

So ist das Heimspiel gegen Krefeld eine gewiss nicht unattraktive Aufgabe, aber letztlich doch auch ein wenig die Durchgangsstation auf dem Weg zu anderen, attraktiveren Abenden. Am nächsten Freitag wartet schließlich noch ein Derby – beim VfL Eintracht Hagen in der Enervie-Arena. Eine Woche später kommt der Leichlinger TV zum großen Kehraus-Abend an die Mühlenstraße. Dann wird eine Woche vor dem Saisonfinale in Minden Abschied gefeiert. Nun aber warten zunächst einmal die Schützlinge von Olaf Mast – mit denen die SGSH noch eine Rechnung offen hat.

Schwache HSG-Rückrunde

Bis Weihnachten gehörte die HSG Krefeld zu den Mannschaften, denen sogar ein Eingreifen in den Titelkampf zugetraut werden durfte. Als Rangdritter hinter dem TuS Ferndorf und dem VfL Eintracht Hagen ging das Mast-Team ins neue Jahr. Doch aus dem knappen Rückstand wurde allmählich ein großer. Im Kalenderjahr 2015 stehen für das Team von Ex-Nationalspieler Olaf Mast 6:14-Punkte zu Buche. Dabei gab es Heimniederlagen unter anderem gegen Kellerkinder wie Wiesbaden oder Neuss oder auch eine richtige Packung in Ferndorf (27:41), zuletzt nach einer Aussprache und der Trennung von Keeper Malte Jaeger aber auch einen 30:14-Kantersieg gegen Gummersbach II – viele Parallelen zur Rückrunde der SGSH...

Das Hinspiel in Krefeld war noch ein Topspiel. Ein temporeiches Kräftemessen, ein spannendes mit unerwarteten Wendungen. Sieben Tore Vorsprung hatte sich die HSG in Halbzeit eins in einer Art Feuerwerk erarbeitet. Die SGSH war mit offensiver Abwehr und wild entschlossen ins Spiel zurückgekehrt, hatte gar mit zwei Toren Vorsprung geführt und am Ende doch verloren.

In der Vorsaison übrigens kamen die Krefelder auch kurz vor dem Saisonende nach Halver – seinerzeit war es ein absolutes Druckspiel für die SGSH, das in imposanter Manier gewonnen wurde. So viele Emotionen dürften es am Samstag eher nicht sein. Positiv allerdings stimmt die personelle Situation. Die Osterpause, in der die SGSH das Pensum ganz bewusst zurückgefahren hat, hat den lädierten Kräften gut getan. Mit Ausnahme von Florian Diehl (langzeitverletzt) steht diesmal der komplette Kader zur Verfügung. Rydz (nach Bänderriss), Feldmann (Schulterprobleme), Krüger (Knieprobleme) und Jansen (Wadenprobleme) sind nur leicht angeschlagen – ein personeller Quantensprung zu den Wochen vor Ostern.

SGSH: Skabeikis, Formella – Feldmann, Rydz, Müller, Mayer, Jansen, Wardzinski, Oberste, Dmytruszynski, Luciano, Buff, Fleischhauer, Krüger

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