SGSH: Gute Laune in ländlicher Idylle

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Neuzugang Bastian Munkel (links) bekam im Test gegen Menden schmerzhaft einen Ellbogen des Gegners zu spüren. Die aufgeplatzte Lippe musste noch am Abend in Hellersen genäht werden.

Schalksmühle - Wenn die Drittliga-Handballer der SG Schalksmühle-Halver am Dienstagabend ihre Pump-Einheit im Schalksmühler Injoy absolviert haben, dann haben die vielleicht anstrengendsten sechs Tage der Vorbereitung ein Ende.

Vor dem Test am Donnerstag in der Ischelandhalle gegen den Zweitligisten VfL Eintracht Hagen wartet dann immerhin ein freier Mittwochabend. Das Trainingslager des Grasediek-Teams hat am Wochenende jedenfalls seinen Zweck erfüllt. Trotz der drei Verletzten, die nur als Zuschauer dabei sein konnten. Auch trotz der sportlich wechselhaften Vorstellung gegen die HSG Menden/Lendringsen.

Die übrigens setzte einen Tag nach der 31:34-Niederlage am Löh ein sportliches Ausrufezeichen, gewann das eigene Dreier-Vorbereitungsturnier vor dem SGSH-Liga-Rivalen TuS Volmetal und dem SuS Oberaden. Die SGSH-Leistung rückte das in ein etwas besseres Licht, zufrieden wollte Trainer Mathias Grasediek damit trotzdem nicht sein.

Die Laune war trotzdem gut. Sommer in Rotthausen, wo die SGSH während der drei Tage im „Nöckel“ Quartier bezogen hatte, hat etwas von Urlaub. Die ländliche Idylle springt einen an. Wenn die zahlreichen neuen Gesichter im SGSH-Kader – egal, ob aus dem Rheinland, dem Münsterland, Kroatien oder Belgien – noch Nachholbedarf hatten bei der Frage, wo sie da gelandet sind, was das Sauerland ausmacht, so dürften das Trainingslager und Rotthausen Antwort gegeben haben. Jahreszielgespräche auf der grünen Wiese im Campingstuhl vor dem Wohnwagen des Cheftrainers – das dürfte ein Alleinstellungsmerkmal der SGSH sein...

Ausführliche Einzelgespräche

„Ich glaube, dass so ein Trainingslager ein riesiges Pfund ist“, sagte Mathias Grasediek, „die Jungs haben mal Zeit, über Handball zu sprechen oder eben auch über etwas anderes. Man lernt die einzelnen Charaktere besser kennen. Und man lernt, was da teilweise für Spaßvögel dabei sind.“ Spaß und Arbeit, für die SGSH am Intensiv-Wochenende kein Widerspruch. Ganz im Gegenteil. Sportlich betrachtet machte die SGSH Fortschritte beim Gegenstoßkonzept, in der Defensive ließen sich die Früchte der Trainingsarbeit gegen Menden noch nicht ernten. „Wir haben da im Innenblock noch nicht gut gestanden, aber die Torhüter haben da teilweise auch nicht gut gehalten. Das war dann schwierig“, stellte Grasediek fest.

Sein Co-Trainer Axel Meyrich nahm aber gerade Nicholas Plessers und Dominik Formella in Schutz: „Die sind beim Spiel richtig platt gewesen, haben über den Trainingstag unheimlich viel Gas gegeben.“ Die Botschaft: Ohne die nötige Frische hält es sich nicht so gut wie üblich. Eine nötige Frische, die auch im Rücklaufverhalten (leuchtende Ausnahme: Linksaußen Natko Merhar) schmerzlich vermisst wurde. Fortschritte in diesem Bereich dürften mit der Rückkehr von Kraftreserven aber leicht realisierbar sein.

Kronen-Cup am Sonntag

Wobei die Woche für die SGSH nach der kurzen Pause am Mittwoch anstrengend bleibt: Am Donnerstagabend wartet das Gastspiel bei Lars Hepps Hagener Zweitliga-Team (18.30 Uhr, Ischelandhalle), das am Wochenende den TuS Volmetal 26:15 abkanzelte. Am Sonntag dann geht es zum Kronen-Cup von Westfalia Hombruch – in der Sporthalle Renninghausen in Dortmund sind mit Soest und Volmetal weitere Drittligisten im Feld dabei. Beim Kronen-Cup hat die SGSH zudem eine schöne Erfolgsserie aus dem vergangenen Jahrzehnt auszubauen. Zum neuen Termin, war das Turnier doch bisher den Sommerferien vorgeschaltet. Nun passt es mitten in die heiße Phase der Vorbereitung. Ein Nachteil muss das nicht sein.

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