SGSH-Reaktionen auf Trainer-Beurlaubung

SGSH: "Verwundert ob des Zeitpunktes"

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"Wir sind Angestellte des Vereins, müssen es so akzeptieren", sagt Keeper Dominik Formella zur Beurlaubung seiner Trainer.

Schalksmühle - Am Sonntagmittag hatten die Spieler von Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver einen kurzfristig angesetzten Zusatztermin. Vorstand und Geschäftsführung informierten das Team über das, was seit Samstagabend um 23 Uhr auf der eigenen Internetseite bereits zu lesen war: die Trennung des Vereins von Mathias Grasediek und Axel Meyrich.

 Die Beweggründe, die den Vorstand veranlasst hatten, so zu handeln, waren Thema. Ob es noch weitere Beweggründe neben den über die Presse-Erklärung und das Interview mit Mark Wallmann auf Radio MK geäußerten gab, ist nicht übermittelt. 

Für Florian Diehl war es ein Termin mit Kopfschmerzen – der Zusammenprall mit Max Wiedenmann wirkte nach. „Ich bin ja auch noch auf den Hinterkopf aufgeschlagen“, sagte Diehl, dessen Nase zumindest nicht gebrochen ist. Von der neuen Entwicklung auf der Trainerposition hatte er am späten Samstagabend von Ex-Mitspieler Jan Stuhldreher erfahren – der hatte ihm eine Nachricht geschickt. „Natürlich ist das super-unglücklich, wie es abgelaufen ist“, stellte der Ur-Schalksmühler am Sonntag fest, „und für uns ist es eine super-schwierige Situation. Aus meiner Sicht ist das sehr schade – ich bin mit Mathias und Axel sehr gut klargekommen.“ 

Keeper Dominik Formella richtete den Blick am Sonntagnachmittag nach vorne. „Wir waren alle verwundert ob des Zeitpunktes“, sagte der 33-Jährige, „wir sind nur Angestellte des Vereins, müssen es so akzeptieren. Wir müssen nach vorne schauen und nun viele Punkte holen.“ Kapitän Maciej Dmytruszynski war ebenso wie sein Stellvertreter Christian Feldmann gestern nicht für eine Stellungnahme erreichbar. 

Auch Teamarzt Lueg zeigt sich enttäuscht 

Auch Teamarzt Carsten Lueg, der die Geschehnisse eher aus einer gewissen Distanz betrachtet, war verwundert, wurde vom Verein offiziell nicht unterrichtet, erfuhr die Nachricht auch aus dem Netz. „Ich bin schon enttäuscht von dieser Entwicklung“, sagte der Dortmunder, der lange Jahre selbst als Spielmacher für die SGSH aktiv war, „natürlich auch wegen meiner emotionalen Bindung zu Mathias Grasediek, der ein Freund und alter Weggefährte ist. Nach der Faktenlage, die ich kenne, kann ich das nicht nachvollziehen, aber ich bin nicht so nah dran. Aber ich werde sicher einen Ansprechpartner meines Vertrauens kontaktieren, um mir die Beweggründe schildern zu lassen.“

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