SGSH erwartet SG Ratingen

Markovic-Premiere am Samstag am Löh

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Schöne SGSH-Erinnerung ans Hinspiel in der Sporthalle an der Gothaer Straße: Im fünften Saisonspiel gelang der SGSH Ende September gegen die SG Ratingen (hier mit Spielmacher Dominic Kasal) der erste Saisonsieg.

Schalksmühle - Auf die SG Schalksmühle-Halver wartet am Samstagabend um 19.30 Uhr am Löh gegen die SG Ratingen ein ganz besonderes Spiel: Das Abstiegsduell gegen das Team vom Niederrhein ist das Spiel eins nach der 20-jährigen Grasediek-Ära am Löh und die Premiere für den bosnischen Nationaltrainer Dragan Markovic auf der Bank des Handball-Drittligisten SGSH.

Vor allem aber ist die Partie natürlich mit Blick aufs Klassement wichtig: Die SGSH belegt nach 19 Saisonspielen im Dreier-Vergleich mit Aurich und Soest nur den drittletzten Tabellenplatz, braucht die Punkte im Kampf um den Klassenerhalt noch sehr viel dringender als die SG Ratingen, die sich mit der Heimniederlage gegen den Soester TV aber auch wieder mächtig unter Druck gesetzt hat. Mit 18 Pluspunkten und damit drei Zählern Vorsprung auf die SGSH gehört das Breuer-Team auf dem achten Platz auch zum Kreise der gefährdeten Teams, der inzwischen die halbe Belegschaft der Weststaffel umfasst. 

So steht die Markovic-Premiere im Zeichen des Abstiegskampfes. Der 46-jährige Bosnier ist mit seinen ersten eineinhalb Wochen im Sauerland zufrieden. „Die Mannschaft hat top mitgezogen“, sagt der Wetzlarer mit Blick auf die Eindrücke aus den Übungseinheiten, „aber: Das Training ist das eine, das Spiel etwas ganz anderes. Nun muss man sehen, wie die Spieler die Dinge aus dem Training umsetzen. Ich erwarte volles Engagement. Klar ist aber: Das erste Spiel ist immer das schwerste.“

Personell sieht es weiterhin nicht optimal aus, aber auch nicht verheerend schlecht. „Eine ganze Reihe von Spielern haben noch Kleinigkeiten, aber ich hoffe, dass sie alle dabei sein werden“, sagt Markovic, was gerade im Bezug auf den gegen Varel verletzt ausgeschiedenen Florian Diehl und auch den seit Monaten verletzten Natko Merhar aber erst nach den letzten Trainingseinheiten entschieden werden soll. Merhar klagt nach seiner Schambein-Entzündung weiterhin über starke Schmerzen. Diehl hat eine starke Prellung im Nasen- und Kieferbereich davongetragen. Definitiv fehlen wird aber nur der langzeitverletzte Regisseur Christian Feldmann. 

Respekt vor starker Ratinger Mannschaft

Seinen ersten Gegner als Trainer der SGSH hat Dragan Markovic per Videoanalyse unter die Lupe genommen. Auch wenn das „Löwenrudel“ aus Ratingen zuletzt gegen Soest eine 18:13-Führung verspielte und leer ausging, hat der Bosnier eine hohe Meinung vom Gast. „Das ist, wie man so schön sagt, eine Mannschaft mit Kopf und Schwanz“, sagt Markovic, „die Ratinger sind im Angriff sehr gut organisiert und haben eine starke 6:0-Abwehr. Aber für sie ist es nun bei uns auch ein wichtiges Spiel, denn sie haben ein schwieriges Restprogramm.“ 

Für Markovic selbst ist der erste Auftritt am Löh einer, der ihn trotz seiner über Jahrzehnte im Spitzensport gesammelten Erfahrungen als Spieler und Trainer auch nicht kalt lässt. „Das wird auch bei mir Adrenalin pur sein“, sagt Markovic, „das gehört einfach zum Geschäft.“ 

SGSH: Plessers, Formella – Dmytruzynski, Wardzinski, Diehl (?), Jansen, Ludwig, Luciano, Müller, Mayer, Eskericic, Merhar (?), Weßeling, Ruskov, Eigenbrodt, Büchel

Die SG Ratingen ist im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die Drittklassigkeit eigentlich sehr gut aufgestellt. Richtig rund lief es beim „Löwenrudel“ aber nur phasenweise in dieser Spielzeit. Nach dem verhaltenen Saisonstart und kurz nach der 21:23-Heimniederlage gegen die SGSH trat Ex-Bundesliga-Trainer Richard Ratka bei der SG ins zweite Glied zurück, als Spielertrainer übernahm der im Sommer vom TuS Ferndorf gekommene Simon Breuer die Verantwortung und legte mit dem Team auch eine sehr gute Serie hin. Ende Oktober gelang zunächst ein 35:28-Auswärtssieg beim Spitzenreiter Fredenbeck und ab da eine 12:2-Punkte-Serie (einzige Niederlage in Krefeld).

Verletzungsmisere bringt Ratingen aus der Bahn

Mit dem 27:28 in Varel am 19. Dezember aber begann wieder der Negativ-Lauf: Gegen Neuss, in Minden und gegen Soest folgten 2016 drei Niederlagen, so dass die SG wieder in der Sorgenzone angekommen ist. Auch deshalb, weil zuletzt die Personalsorgen immens waren. Gegen Soest fehlten mit Arthur Giela und dem schnellen Linkshänder Mike Schulz zwei absolute Leistungsträger, dazu machte Spielmacher Dominic Kasal nach längerer Pause erst sein erstes Spiel.

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