SGSH: 45 gute Minuten, aber auch zwei Ärgernisse

+
Aufreger in den Schlusssekunden: Krefelds Gerrit Kuhfuß schubst SGSH-Keeper Mareks Skabeikis und ist mit der verhängten 2-Minuten-Strafe bestens bedient.

Schalksmühle - Die Vorgabe für die Zielgerade der Saison ist klar definiert. Aus den letzten vier Spielen will die SG Schalksmühle-Halver mehr Pluspunkte holen als aus den letzten vier Spielen der Hinserie – seinerzeit war es nur ein Pünktchen aus dem Heimspiel gegen den TSV GWD Minden II. Dem Ziel ist die SGSH am Samstagabend noch nicht näher gekommen.

Das 25:26 gegen die HSG Krefeld ist kein Beinbruch mehr, aber natürlich ärgerte die späte Wende zugunsten des Mast-Teams nach zwischenzeitlicher 21:16-Führung die Verantwortlichen der Sauerländer. Nicht das einzige Ärgernis des Abends. Das erste hatte es vor dem Anpfiff gegeben. „Seit eineinhalb Jahren haben wir darauf hingewiesen, dass was gemacht werden muss“, stellte Mathias Grasediek ob des ungünstigen Einfalls von Sonnenlicht in die Halle Mühlenstraße fest, der zu einem um 23 Minuten verspäteten Beginn geführt hatte. Grasediek selbst und Mark Wallmann, Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH, hatten beim Improvisieren federführend Hand angelegt und die Fensterflächen mit Matten und Werbebannern abgedunkelt. „Jetzt habe ich auch noch Hausmeister-Aufgaben“, stellte der Cheftrainer später süffisant fest.

Dass die Werbebanner außen auch sonntags noch hingen – sei’s drum. Ob der verspätete Beginn für die SGSH noch ein Nachspiel hat und Geld kostet? Es wäre bei den hohen Qualitäts-Standards in der 3. Liga West, die vom Verband vorgegeben werden, nicht überraschend. Das Spiel jedenfalls wäre bei pünktlichem Beginn schon zu Ende gewesen, als es für die SGSH begann, unrund zu laufen: eine Viertelstunde vor Schluss. „Durch die Wechsel ist ein Bruch ins Spiel gekommen“, zog sich Grasediek den Schuh an, hatte er doch spät noch Daniel Buff und Marc Oberste gebracht, die nicht mehr recht ins Spiel gefunden hatten. „Malte und Maciej waren platt“, sagt Grasediek, „wenn ich nicht gewechselt hätte, und es wäre den Bach runter gegangen, weil die Kraft nicht gereicht hätte, wäre es auch verkehrt gewesen.“

Inaktivität wurmt SGSH-Trainer

Vor allem die Inaktivität des Innenblocks gegen Spielmacher Gentges wurmte Grasediek – 45 Minuten lang hatte seine Defensive Gentges offensiv attackiert – und er war kaum zur Geltung gekommen. Nun drehte er auf – und die SGSH fand nicht mehr zurück in die Spur.

Eine ärgerliche Heimniederlage, die die SGSH nur noch mehr motiviert für ein Spiel, für das eigentlich keine Motivationshilfe benötigt wird: Am Freitag um 20 Uhr gastiert die SGSH beim Nachbarn Eintracht Hagen. Die Hagener sind voll im Saft, geben gerade mit Blick auf die Relegation der Vizemeister zu Pfingsten in Dresden mächtig Gas. Keine dankbaren Derby-Voraussetzungen für die SGSH. „Aber wir werden ganz sicher alle Kräfte bündeln, um da etwas zu reißen“, sagt Grasediek. Ein Sieg am Ischeland – und die Zielvorgabe wäre für die letzten vier Spiele erfüllt. - TM

Bilderstrecke - SGSH unterliegt HSG Krefeld 25:26

SGSH unterliegt HSG Krefeld 25:26

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare