Handball, 3. Liga West

SGSH: Nach dem Derby ist vor dem Derby

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Beim Sieg in der Vorbereitung gegen die SG Menden Sauerland Wölfe machte SGSH-Youngster Luca Sackmann ein gutes Spiel. Auch am Samstag strebt die SGSH gegen den Liga-Neuling zwei Punkte an.

Schalksmühle - Nach dem Derby ist für die SG Schalksmühler-Halver in der 3. Liga West vor dem Derby: Eine Woche nach dem 26:23-Erfolg über den TuS Volmetal trifft das Team von Trainer Stefan Neff am Samstag um 19 Uhr in der Walram-Sporthalle auf den Drittliga-Novizen SG Menden Sauerland Wölfe.

„Wir sind der Favorit, haben drei Siege in Folge und 10:4 Punkte im Rücken. Natürlich wollen wir dieses Spiel unbedingt gewinnen“, sagt Trainer Stefan Neff, „aber wir müssen die Aufgabe mit allem Respekt angehen.

Das ist die oberste Prämisse. Wenn wir Menden irgendetwas anbieten, dann werden die Mendener es nehmen. Das hat man in Leichlingen gesehen. Dieser Sieg ist für uns die größte Warnung.“ 31:30 setzte sich das Simec-Team am vierten Spieltag beim Topteam in der Blütenstadt durch. Der zweite Sieg der Mendener gelang zum Saisondebüt daheim gegen die HSG Lemgo II. 4:10-Zähler nach sieben Spielen zeigen immerhin, dass die Wölfe mithalten können, auch wenn schon schmerzliche Niederlagen wie gegen Korschenbroich und beim TuS Volmetal dabei waren, es zudem zuletzt richtige Packungen gegen Ahlen (33:41) und bei der Bergischen Panthern (21:36) – mithin keine Überteams der Liga – gab.

Aufsteiger kommt übers Tempo

Dass es Menden schwer haben würde, war absehbar. Mit Bußmeyer (Karriere-Ende) verlor die Mannschaft nach dem Aufstieg ihren Top-Torschützen, mit Stecken einen Top-Torwart. „Ich glaube trotzdem, dass die Mannschaft mindestens genauso stark ist“, sagt Stefan Neff, „Kevin Peichert ist schon immer ein sehr starker Torwart gewesen, der es nun offensichtlich noch einmal wissen will. Mit Schulte oder Schöße hat die SG junge Spieler dazu bekommen, die genau in ihr System passen, mit denen sie schnell spielen können.“ 

Vom Temperament schätzt Neff die Wölfe ähnlich ein wie zuletzt den TuS Volmetal. Allerdings werden die Anforderungen andere sein. Gegen Volmetal galt es für die SGSH, eine kompakte 6:0-Abwehr zu knacken. In Menden werden wohl wechselnde Abwehrsysteme warten – zumeist offensiv und auf Ballgewinn und Tempospiel ausgelegt. „Wir werden dort Aufgabenstellungen vorfinden, für die wir die richtigen Lösungen finden müssen“, sagt der SGSH-Trainer, dem mit Niklas Polakovs (freigestellt), Till Miekus (Kreuzbandriss) und Dominik Formella (Schleimbeutel-Entzündung im Knie) drei Akteure des Kaders sicher fehlen werden. Ob es für Inigo Jorajuria nach seiner Knieverletzung zu einem ersten Einsatz reicht, wird wohl erst ganz kurzfristig am Samstag entschieden.

Dass sich die SGSH in der Vorbereitung am 2. Juli nach einem 12:12 zur Pause noch deutlich 32:21 gegen die Wölfe durchsetzte – es spielt für Neff keine Rolle. „Da fehlten Heunemann, Schneider, Krechel und andere. Das wird am Samstagabend ein ganz anderes Spiel“, sagt der SGSH-Coach und gibt sich bei allem Respekt selbstbewusst: „Es geht darum, dass wir mit der nötigen Aggressivität in die Partie gehen. Wenn uns das gelingt, werden wir diese Partie auch gewinnen.“

Sascha Simec sieht die Rollen klar verteilt

"Wir sind der David, die SGSH kommt als Goliath. Das ist klar", sagt Sascha Simec.

"Man muss nur auf die Tabelle schauen. Zwischen uns liegen sechs Punkte. Die SGSH hat als Verein andere Ambitionen als wir. Sie hat den Kader gut verstärkt mit Spielern wie Vukas oder Jorajuria und auch gute junge Spieler wie Sackmann oder Hecker dazu bekommen", sagt Mendens Coach Sasacha Simec, "mit Hans-Peter Müller ist ein erfahrener Mann auf der Bank dazu gekommen, der im Tandem mit Stefan Neff sehr gute Arbeit macht. Wir sind der Außenseiter, aber wir wollen die SGSH ärgern. Die Frage ist: Lässt der Favorit das zu? Unser Ziel muss es sein – um es mit Jürgen Klopp zu sagen – den Gegner auf unser Niveau zu ziehen und ihn dann mit unseren Waffen zu schlagen. Das versuchen wir. Das sind wir unseren tollen Zuschauern, die uns bisher so gut unterstützt haben, schuldig. Niemand verschenkt zwei Punkte. Aber wir sind der David, die SGSH kommt als Goliath. Das ist klar."

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