Der dritte Versuch

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Marc Oberste ist nach seiner guten Leistung aus dem Korschenbroich-Spiel angeschlagen, musste wegen eines ausgerenkten Wirbels behandeln lassen. In Lemgo will der Routinier aber wieder mit von der Partie sein.

Schalksmühle - Vorhang auf zum dritten Versuch: Nachdem die SG Schalksmühle-Halver im Kalenderjahr 2014 zweimal gegen die HSG Lemgo II verloren hat, soll es nun der erste Erfolg gegen den Bundesliga-Nachwuchs aus dem Lipperland sein.

Von Thomas Machatzke

Am Samstag um 20 Uhr ist die Grasediek-Sieben in der Volker-Zerbe-Halle in Lemgo zu Gast. Im dritten Spiel der Rückrunde trifft dort der Tabellensechste auf den Achten, mithin ein Mittelfeldduell in Reinkultur. Gleichwohl blickt die SGSH weiterhin nach unten. Nicht, dass es aktuell Anlass zur Sorge gäbe. Wohl aber ist das Team aus Halver und Schalksmühle darauf aus, dass dies auch so bleibt. Acht Zähler beträgt der Abstand zu einem Abstiegsplatz derzeit. Viel weniger soll es auch nicht werden.

„Wir haben aus dem Hinspiel noch Wiedergutmachung zu betreiben“, sagt SGSH-Trainer Mathias Grasediek, „und außerdem wollen wir generell mal wieder gewinnen.“ Sechs Spiele lang ist das der SGSH nicht mehr geglückt. 2:10-Punkte gab es in diesem Zeitraum. Auswärts liest sich die Bilanz noch schlechter: 0:6-Zähler stehen da zu Buche. Also geht der Blick nach Lemgo, oder besser: Er geht zurück aufs Hinspiel und auch aufs letzte Heimspiel gegen Korschenbroich. Denn beide Partien sind gut dafür, Arbeitsaufträge für das Gastspiel im Lipperland abzuleiten.

Das Hinspiel zum Beispiel. „Da haben wir die jungen Leute aus Lemgo viel zu viel spielen lassen“, erinnert sich Mathias Grasediek, „das müssen wir nun viel besser machen.“ Nach den tollen Defensiv-Vorstellungen in den ersten beiden Saisonspielen war das Lemgo-Spiel ein defensiver Komplett-Einbruch gewesen. Ansporn für den Samstag…

Offensiver Verbesserungsbedarf

Gegenüber dem Korschenbroich-Spiel gibt es vor allem offensiv Verbesserungsbedarf. Da stand am Samstag in Halver die Abwehr, aber in der Angriff war wenig Kunst, mehr Kampf und Krampf zu beschauen. Mehr Konzept, mehr Spielen exakt auf den Punkt, mehr Entschlossenheit, wenn der Moment für den Abschluss gekommen ist – das sind die Wünsche, die Mathias Grasediek formuliert mit Blick auf die Offensiv-Abteilung. Und weil das so ist, und Struktur am besten mit Christian Feldmann zu haben ist, wird der Spielmacher nach seiner langen Verletzungspause wohl auch nur im Angriff spielen. „Spielt er vorne und hinten, hat er Luft für zehn Minuten“, sagt Grasediek, „da ist er mir für 20 Minuten nur im Angriff wichtiger…“

Sein Kader stellt sich angesichts der Verletzung von Florian Diehl von selbst auf. Probleme hatte im Vorfeld noch Marc Oberste, der sich bei seiner guten Leistung gegen Korschenbroich einen Wirbel ausgerenkt hatte. Auch bei ihm sieht es aber inzwischen gut aus für einen Einsatz. Und so geht die SGSH ohne Druck in dieses Spiel, in dem die HSG Lemgo angesichts der WM-Pause die Reserve so gut aufstellen kann wie es ihr gerade gefällt. Es ist die vielleicht schlechteste Konstellation für die SGSH. Schlechter als im Frühjahr beim Westfalenpokalfinale in der Zerbe-Halle und schlechter als im September am Löh. Aber was soll’s? – Es ist eine Chance, ein kleines Ausrufezeichen zu setzen. Eine Chance, die das Team nutzen will.

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