1. come-on.de
  2. Sport
  3. Lokalsport

SGSH: Zeichen stehen auf Heimsieg

Erstellt:

Von: Thomas Machatzke

Kommentare

null
In Leichlingen hielt Natko Merhar (links) trotz des Pferdekusses, den er nach nur drei Minuten einstecken musste, durch. Ob er gegen Krefeld zur Verfügung steht, ist noch ungewiss. © Baankreis

Schalksmühle - Der gemeine Schalksmühler kommt aufs Ungewohnte: Am Samstagabend um 19.30 Uhr bestreitet die SG Schalksmühle-Halver in der 3. Liga nur zwei Wochen nach der Niederlage gegen Longerich schon wieder ein Heimspiel am Löh, das vierte in dieser Spielzeit. Zu Gast ist die HSG Krefeld.

Vor Saisonbeginn wäre die Erwartungshaltung wohl jene gewesen, dass es für die SGSH gegen Krefeld deutlich schwieriger als gegen Longerich werden würde. Die Spielzeit aber hat bei diesen beiden Gegnern einen deutlich anderen Verlauf genommen als erwartet. Während die Kölner sich mit einer tollen Serie auf Rang drei festgebissen haben, ist die HSG inzwischen Spitzenreiter – allerdings Spitzenreiter der zweiten Tabellenhälfte auf Rang neun. Von den höheren Ambitionen zu Saisonbeginn ist beim von Personalproblemen geplagten Mast-Team nicht viel übrig geblieben. 

Mit 12:4-Punkten sah der Start in der Seidenstadt noch vielversprechend aus. Seitdem aber stehen 3:15-Zähler in Folge für die HSG zu Buche. Nur noch ein Sieg gelang – am Wochenende vor Weihnachten in Gummersbach, dazu kam ein Unentschieden in Ahlen. Allein an der Bilanz seit Anfang November gemessen hat Krefeld gespielt wie ein Abstiegskandidat. Natürlich hat es dafür auch Gründe gegeben rund um die Sporthalle Königshof. Direkt zum Saisonstart verletzte sich Abwehrchef Stephan Pletz, der auch im linken Rückraum eine feste Größe war, später kam im dünnen Kader der Ausfall des anderen Halblinken, Michael Heimansfeld, dazu. Für die beiden wurde inzwischen mit Timo Heuft ein Spieler aus der Konkursmasse des ART Düsseldorf verpflichtet. 

Generell will sich die HSG nach diesen Erfahrungen für die Zukunft breiter aufstellen –mit Linkshänder Henrik Schiffmann, dem aktuell Zweiten der Drittliga-Torjägerliste, Max Zimmermann, und dem momentan verletzten Torjäger Michel Mantsch (alle TV Korschenbroich) stehen bereits drei Neuzugänge für die neue Spielzeit fest. Im Hier und Jetzt hat die HSG zuletzt in Volmetal und gegen Langenfeld verloren und damit den Start ins Jahr 2017 in den Sand gesetzt. 

„Serien, auch Negativserien, interessieren mich nicht“, sagt Stefan Neff vor dem Heimspiel gegen die HSG, „ich sehe vor allem die individuelle Klasse des Gegners mit Akteuren wie dem Niederländer Polman, Gentges, Schneider, Görden oder Nippes. Mit dieser Klasse kann die HSG an einem guten Tag immer noch jeden Gegner schlagen – wir müssen sie mannschaftlich vor Probleme stellen.“ Neff sieht für sein Team gleich einen dreifachen Antrieb, die Partie für sich zu entscheiden. 

Todor Ruskov fällt aus, Florian Diehl kehrt zurück

„Der erste Antrieb ist es, den Eindruck aus den Spielen in Korschenbroich, gegen Baunatal und in Leichlingen zu festigen“, sagt er, „dort haben wir geduldig gespielt, haben hinten gut gestanden und so die Partien dominiert. Diese Art zu spielen, wollen wir nun auch gegen Krefeld bestätigen.“ Als zweiten Antrieb sieht Neff das Hinspiel. Dort war die SGSH auf dem besten Weg zum Auswärtssieg, brachte sich durch Disziplinlosigkeit aber um den Lohn. Das wurmt Neff noch heute. „Daraus sollten wir zusätzliche Motivation ziehen“, sagt er. Und dann ist da noch der dritte Antrieb: Jener, den immer neuen personellen Problemen zu trotzen. Die personelle Lage bei der SGSH bleibt nämlich weiter angespannt: Im Heimspiel gegen die HSG Krefeld wird nun auch noch Todor Ruskov ausfallen. Der bulgarische Abwehrstratege hat aufgrund einer Achillessehnen-Reizung zehn Tage Sportverbot. 

Daneben stehen auch der dauerverletzte Nicholas Plessers und Niklas Polakovs, der weiter über Rückenprobleme klagt, nicht zur Verfügung. Ein Einsatz von Maciej Dmytruszynski ist zudem weiter höchst unwahrscheinlich. Der seit November an Kniebeschwerden laborierende Pole wird erst am Freitagabend seine erste Trainingseinheit absolvieren. Dafür plant Stefan Neff wieder mit Florian Diehl, der zwar beruflich bedingt am Montag und Dienstag nicht trainierte, aber trotzdem nach seinen Adduktorenproblemen „grünes Licht“ für einen Einsatz gegeben hat. Im Training fehlte nach seinem Pferdekuss aus dem Leichlingen-Spiel auch Natko Merhar. Auf ihn hofft Neff aber trotzdem. Eine Alternative ist auch wieder Youngster Dominik Spannekrebs – die Herdecker A-Jugend spielt erst am Sonntag in Lübbecke. 

„Wir werden 14 Spieler aufbieten können“, sagt Stefan Neff und fordert trotz der Ausfälle ohne Umschweife einen Heimsieg. Lohn wären ein erstmals seit dem zweiten Spieltag ausgeglichenes Punktekonto und wohl auch – wenn Baunatal gegen Neuss verliert – der Sprung auf Platz sieben.

Auch interessant

Kommentare