Handball, 3. Liga West

SGSH: Kleine Serie trifft große Serie

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Lutz Weßeling ist mit der SGSH beim TV Korschenbroich zu Gast.

Schalksmühle - Es ist der drittletzte Spieltag in der 3. Liga West der Handballer und für die SG Schalksmühle-Halver womöglich der Tag der endgültigen Entscheidung im Abstiegskampf: Mit einem Sieg beim TV Korschenbroich (Samstag, 19.30 Uhr, Waldsporthalle) könnte das Markovic-Team die letzten theoretischen Zweifel am Klassenerhalt vertreiben.

Bei fünf Zählern Vorsprung auf den Soester TV und drei ausstehenden Spielen ist die Abstiegsgefahr praktisch gebannt, auch eine Soester Niederlage am Sonntag gegen die HSG Varel würde bereits die endgültige Entwarnung bedeuten. „Aber wir wollen es nun natürlich gerne aus eigener Kraft schaffen“, sagt SGSH-Trainer Dragan Markovic, „am Samstagabend.“

Am Niederrhein wartet derweil eine Aufgabe der kniffligeren Sorte. Der TV Korschenbroich ist vielleicht die Überraschung der Saison. Der Ex-Zweitligist, der das Hinspiel in Halver 31:24 gewann, trotzt mit Trainer Ronny Rogawska Jahr für Jahr dem personellen Aderlass. Sieben Spieler hatten den Verein, der den Gürtel in den vergangenen Jahren immer enger schnallen musste, verlassen, u.a. die absoluten Leistungsträger Marcel Görden und Christoph Gelbke. Doch der Däne auf der TVK-Bank hat es wieder geschafft, eine Einheit zu formieren, die mit den bekannten Korschenbroicher Tugenden erfolgreich ist und bereits vorzeitig das Ticket für die DHB-Pokal-Hauptrunde gelöst hat. Zu diesen Tugenden zählt viel Herz (Internet-Adresse des Vereins: www.hand-ball-herz.de), aber eben auch immer wieder die Kombination aus starken Abwehrleistungen und viel, viel Tempospiel.

Für die SGSH ist das die ultimative Herausforderung. Bei den jüngsten drei Siegen in Folge lief es vor allem offensiv wie am Schnürchen, war der defensive Widerstand des Gegners überschaubar. Nun wird es spannend sein zu beobachten, wie sich die SGSH-Offensive gegen diese Abwehrmannschaft schlägt. Der TVK hat eine noch imposantere Siegesserie aufzuweisen als die SGSH. Sechsmal in Folge gewann das Rogawska-Team zuletzt, blieb achtmal in Serie ungeschlagen, holte 14:2-Zähler und kletterte auf Tabellenrang vier. Auch personell gab es in dieser Woche Positives: Sowohl Haupttorschütze Michel Mantsch (177 Saisontore) als auch der zweitbeste Werfer Max Zimmermann (114) verlängerten ihre Verträge beim TVK.

Diehl fehlt weiter, Hoffen auf Dmytruszynski

So trifft eine gut gelaunte SGSH auf einen bestens gelaunten Gegner. In welcher Besetzung, ist indes noch offen. „Wir müssen sehen, ob bei Maciej Dmytruszynski schon etwas geht“, sagt Dragan Markovic über seinen Kapitän, der nach einer Gehirnerschütterung zuletzt zweimal pausierte. Markovics Kader ist ansonsten unverändert – Merhar, Diehl und Feldmann fehlen weiterhin.

Neben einer Topleistung im Rücklaufverhalten setzt der Mann aus Wetzlar darauf, dass sein Team dort anknüpft, wo es beim Heimsieg gegen Gummersbach aufgehört hat. „Das ist ein ganz starker Gegner. Wir müssen das Spiel vollkonzentriert angehen“, sagt der bosnische Nationalcoach, dem die Erleichterung nach den jüngsten drei Siegen anzumerken ist. Der allergrößte Druck ist weg. „Das macht vieles leichter“, sagt Markovic, der mit dem Team gerne noch ein bisschen auf der neuen Erfolgswelle surfen würde.

SGSH: Formella, Plessers – Ludwig, Eigenbrodt, Weßeling, Dmytruszynski (?), Mayer, Eskericic, Ruskov, Jansen, Wardzinski, Luciano, Müller, Büchel

SGSH 2016 e.V. ändert die Satzung

Unspektakulär handelten die 14 Mitglieder am Donnerstagabend im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des neuen SG Schalksmühle-Halver e.V. die Tagesordnung ab: Thema der Versammlung waren Satzungsänderungen: Zunächst erklärte der 2. Vorsitzende Markus Knuth den Anwesenden, weshalb der Verein nun den Namen „SG Schalksmühle-Halver 2016 e.V.“ trägt: Die SGSH 2016 e.V. wird in der neuen Saison zunächst zum Trägerverein der SGSH und soll dann langfristig alleinig die Zukunft der Handballer in Halver und Schalksmühle gestalten. Der Verband hatte die Namensänderung eingefordert wegen möglicher Verwechslungsgefahr.

Geändert wurde zudem ein Passus, der die neue Regelung festschrieb, dass Mitglieder des neuen SGSH 2016 e.V. auch Mitglieder eines der Kooperationsvereine sein müssen. Da der Verband diesen Passus nicht akzeptierte, wurde er gestrichen. Die Vereinbarung gilt damit ohne Satzungsfestschreibung zwischen den Partnern. Außerdem wurden auf Wunsch des Finanzamtes kleinere Formulierungs-Änderungen vorgenommen, um die Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden.

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