Handball, 3. Liga West: VfL Gummersbach II - SGSH 32:24

SGSH-Niederlage bei aufgerüstetem "Kellerkind"

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Für Malte Müller und die SGSH gab es gegen einen verstärkten VfL Gummersbach II nichts zu holen

Gummersbach - Mit einer Niederlage hat sich Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver in die einwöchige Karnevalspause verabschiedet. Beim VfL Gummersbach II hatte die Grasediek-Truppe am frühen Samstagabend unter dem Strich keine reelle Chance auf einen Auswärtserfolg und musste sich mit 24:32 (11:17) beugen.

Von Thomas Busch

Vordergründig mag dieses Resultat überraschen – schließlich spielte der abstiegsbedrohte 13. des Klassements gegen den vor der Partie immerhin acht Punkte besser notierten Tabellenachten. Doch das „Kellerkind“ aus dem Oberbergischen hatte wie im Vorfeld erwartet mächtig aufgerüstet, denn die VfL-Reserve nahm gleich drei Anleihen beim Bundesliga-Kader. Namentlich waren das Andreas Schröder, Julius Kühn und Alexander Becker – zwei Akteure, die sich in dieser Saison ins Blickfeld der A-Nationalmannschaft gespielt haben, sowie ein Junioren-Weltmeister von 2011. Auf der Gegenseite musste die SGSH neben Florian Diehl und Mateusz Rydz auch noch Maciej Dmytruszynski (Grippe) ersetzen.

Den ungleichen Voraussetzungen zum Trotz legten die Gäste jedoch eine starke Anfangsphase hin. Die offensive 4:2-Abwehr der SGSH schmeckte den Gummersbachern zu Beginn nämlich gar nicht, und hinzu kam mit Dominik Formella ein starker Torhüter. Erfolgreiches Gegenstoß- und gutes Kreisläuferspiel waren vorne die Trümpfe der Sauerländer, die nach acht Minuten mit 5:2 führten und nach dem zwischenzeitlichen 6:6-Ausgleich auch in Minute 18 noch mit 9:8 in Front lagen.

VfL Gummersbach II bezwingt die SGSH 32:24

Danach allerdings war es vorbei mit der Herrlichkeit. Gegen den körperlich sehr präsenten VfL-Innenblock mit den drei Bundesliga-Profis war aus der zweiten Reihe schon zuvor kaum etwas gegangen, und nun gelang es den Gummersbachern auch noch, die Kreise der Gäste-Kreisläufer Malte Müller und Daniel Buff einzuengen. Gepaart mit mehreren zu früh – und vor allem erfolglos – abgeschlossenen SGSH-Angriffen und der Hereinnahme von Linksaußen Philipp Jäger, führte das dazu, dass der VfL II das Blatt in relativ kurzer Zeit wendete. 17:11 hieß es zur Pause, womit die Gummersbacher die Weichen schon vorentscheidend auf Sieg gestellt hatten. Daran konnte auch der bis zum Ende starke Dominik Formella nichts ändern.

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist schnell erzählt. Ein 4:0-Lauf der VfL-Reserve sorgte bis zur 36. Minute für den ersten Zehn-Tore-Vorsprung, mit dem Trainer Georgi Sviridenko dann auch die Schäfchen im Trockenen sah und den Arbeitstag seiner Erstliga-Leihgaben vorzeitig beendete. Das, was noch folgte, ließ zumindest erahnen, dass die SGSH gegen Gummersbachs „normale“ Besetzung auch ohne Dmytruszynski, Diehl und Rydz und mit zwei angeschlagenen Spielern (Feldmann, Buff) durchaus für Zählbares in Frage gekommen wäre. „Ein paar Pfiffe mehr für uns – dann geht das hier knapper aus“, konstatierte Coach Mathias Grasediek speziell im Hinblick darauf, dass die Schiedsrichter dem Umstand, dass Malte Müller am Kreis hart „bearbeitet“ wurde, nicht mit progressiven Strafen Rechnung trugen. Am Ende hatten die Gäste den zwischenzeitlich elf Tore betragenden Rückstand (30:19, 55.) noch auf deren acht reduziert.

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