Handball, 3. Liga West

SGSH-Schützenfest am Steinhuder Meer

+
Gutes Spiel im rechten Rückraum: Fabian Hecker.

Wunstorf - Acht Spieltage vor dem Saisonende in der 3. Liga West bleibt es beim Vier-Punkte-Rückstand der SGSH Dragons auf Spitzenreiter HSG Krefeld. Der Primus hatte am Freitagabend die anspruchsvollere Aufgabe in Köln-Chorweiler (27:23-Sieg) gelöst, das Neff-Team zog auf der zweiten Nordtour der Saison am Samstagabend nach, siegte vor 297 Zuschauern im Sportzentrum Nordbruch in Wunstorf beim Tabellenletzten MTV Großenheidorn 47:34 (26:18).

So nah wie am Steinhuder Meer war die SGSH in der Drittklassigkeit der 50-Tore-Marke noch nie. Gegen eine bemitleidenswert schwache Defensive des Tabellenletzten feierte der Gast ein veritables Schützenfest. Allerdings eines mit Anlaufproblemen.

Nach 15 Minuten hatte der MTV mit seinem sangesfreudigen Anhang noch 12:9 geführt. Zwölf Gegentore in 15 Minuten gegen den Letzten - das war trotz des krankheitsbedingten Ausfalls von Kreisläufer-Neuzugang Stanko Sabljic indiskutabel. „In der ersten Viertelstunde waren wir noch im Bus“, kommentierte Stefan Neff später die Leistung seiner Schützlinge in der Anfangsphase. 

"Blau und weiß ein Leben lang!" Der Anhang des MTV Großenheidorn zeigte sich sangesfreudig.

Hinten besserte er nach, brachte auf der rechten Seite Luca Sackmann als Stabilisator. Mit den ersten Ballgewinnen kippte die Partie übers Tempospiel. Die zweite Viertelstunde gewann der Gast gegen einen immer fehlerhafter agierenden MTV 17:6. Zur Pause war beim 18:26 die Messe gelesen. Auffälligste Akteure in der Offensive waren dabei Lukas Hüller, der mit seinem Tempo immer eine Lücke fand, aber auch Christopher Klasmann, der, wenn er wollte, stets zum Torerfolg kam.

Abwehr wurde auch gespielt in Großenheidorn. Allerdings nur phasenweise gut von den Gästen, das Schlusslicht hatte eine bemitleidenswert schwache Defensive.

„Was mich freut, ist die Tatsache, dass wir es nach der Pause konsequent weitergespielt haben“, stellte Neff spät fest. Beim 18:29 (32.) waren es schon elf Treffer Unterschied. Beim 25:40 (48.) war die höchste Gästeführung erreicht. Es war ein Schützenfest, bei dem Abwehr nicht mehr die größte Rolle spielte. 

Aktivposten im SGSH-Offensivspiel: Lukas Hüller und Christopher Klasmann.

Der MTV stellte seinen Drittliga-Torrekord aus dem Leichlingen-Heimspiel (34:36) ein, die Dragons feierten ihren Torrekord. Alles irgendwie standesgemäß mit gegen null tendierendem Spannungsfaktor. Und so sprach Stefan Neff nach den 60 Minuten das Wort zum Sonntag: „Man sollte das nicht überbewerten. Gegen Spenge wartet in zwei Wochen eine andere Qualität…“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare