Umkämpftes Duell in der Börde

Die größeren Reserven entscheiden für die SGSH

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Mit vereinten Kräften gegen die Soester Offensive: Hier stoppen Florian Diehl (links) und Dominic Luciano (Mitte) den STV-Angreifer Tim Luther auf entschlossene Art und Weise.

Soest - Die SG Schalksmühle-Halver bleibt in der 3. Liga West auf Erfolgskurs: Das Duell beim alten westfälischen Rivalen Soester TV entschied das Grasediek-Team 32:26 (12:14) für sich und hat mit nun 14:6-Zählern den Feld im vorderen Mittelfeld zementiert.

Von Thomas Machatzke 

Es war in der Halle des Börde-Berufskollegs allerdings kein zwangsläufiger Sieg beim Neuling und Kellerkind. 45 Minuten lang sah es eher schon nach einem Erfolg der STV-Handballer aus, die wie gewohnt einen großen Aufwand betrieben, sich aber dafür letztlich nicht zu belohnen wussten. Die SGSH musste in Soest Feldmann und Oberste ersetzen und fand in der ersten Halbzeit nie wirklich in diese Partie, die so unterschiedlich war zu vielen anderen in der 3. Liga West. Wechselnde Abwehrvarianten, offene Manndeckung in Soester Überzahl, permanente Unruhe auf dem Parkett. Nach dem 5:5 (11.) gewann allmählich das Lohse-Team um einen starken Max Loer die Oberhand, auch wenn der STV gerade in Überzahl immer wieder gefällig die Außen freispielte und diese dann gar nicht gefällig ein ums andere Mal in Mareks Skabeikis ihren Meister fanden.

Trotzdem stand es bald 8:5 (15.) und später gar 14:10 (29.), ehe Florian Diehl und der starke Julian Mayer per Siebenmeter die SGSH bis zur Pause noch auf 14:12 heranbrachten. Es war ein Resultat, das die Verhältnisse in der ersten Halbzeit nicht korrekt wiedergab – auch SGSH-Coach Mathias Grasediek sah diesen Zwischenstand später als Geschenk.

SGSH siegt 32:26 beim Soester TV

Nach dem Wechsel bemühte sich die SGSH um mehr Struktur im Angriff und mehr Robustheit im Abwehrblock. Trotz des schnellen 14:14 (32.) blieb die Partie indes umkämpft – mit Vorteilen für den Gastgeber. Auch deshalb, weil Keeper-Youngster Aaron Pfennig seine tolle Paraden-Serie gegen die SGSH-Rechtsaußen Achim Jansen und Jacek Wardzinski fortsetzte. Auch wenn es Wardzinski am Ende auf sieben Treffer brachte – zwischen der 15. und 45. Minute zeigte die rechte Außenbahn der Gäste ungewohnt große Mängel im Abschluss. So zog der STV nochmals auf 22:19 davon (43.).

Formellas Paraden ebnen den Weg

Nachhaltig auf Kurs brachte die SGSH jetzt allerdings Dominik Formella. Ungemein unaufgeregt entschärfte er nun zuverlässig alles, was aus dem STV-Rückraum aufs Tor kam. Und der STV, bei dem sichtlich die Kräfte schwanden, hatte keinen Plan B für die Offensive – zumal mit Tobias Rückert der erste Kreisläufer und mit Axel Loer, bei dem eine alte Schulterverletzung aufgebrochen war, eine Rückraum-Alternative nicht mehr zur Verfügung standen. So wurde aus dem 22:19 ein 22:25 (50.). Die Partie war gekippt. Der STV kämpfte sich ein letztes Mal zurück, verkürzte auf 25:26 (53.), doch Rydz und Wardzinski konterten direkt zum 25:28 (54:30). Dirk Lohse zog bereits fünf Minuten und 30 Sekunden vor dem Ende die letzte Waffe – eine offene Manndeckung. Ohne Erfolg.

Die SGSH hatte nun die größeren Reserven und die richtigen Antworten, zumal die Soester weiter für jedes Tor hart arbeiten mussten. Am Ende zog der Gast vor einem begeisterten SGSH-Anhang noch bis zum 26:32 davon. Das war dann allerdings in der Tat ein Resultat, das dem Geschehen auf dem Feld nicht ganz gerecht wurde. Der Neuling war am Ende doch ein wenig unter Wert geschlagen worden.

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