Doch kein SGSH-Einspruch gegen die Spielwertung

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Drei Garanten für den Punktgewinn der SGSH in Neuss: Sowohl Maciej Dmytruszynski (rechts) als auch Malte Müller (links) zeigten eine starke Leistung. NHV-Abwehrkraft Thomas Bahn (Mitte) dagegen stand völlig neben sich...

Schalksmühle - Die SG Schalksmühle-Halver wird ihren angekündigten Einspruch gegen die Wertung der Drittliga-Partie beim Neusser HV (26:26) nicht weiter verfolgen. Das teilte Axel Meyrich im Namen des SGSH-Vorstandes am Montagabend der spielleitenden Stelle – Staffelleiter Michael Kulus (Berlin) und Schiedsrichterwart Wolfgang Jamelle (Dortmund) – mit.

Von Thomas Machatzke 

Am Samstagabend hatte die SGSH diesen Einspruch angekündigt, weil Sekunden vor der Pause ein SGSH-Treffer nicht gegeben worden war. Der Ball war durch ein Loch im Tornetz gegen die Hallenwand geflogen. Die Referees Jan Grell und Raphael Pieper aus Kiel und Hamburg hatten das Spiel daraufhin weiterlaufen lassen – im Gegenzug fiel so sogar noch das 11:8 für die Gastgeber. Die SGSH fühlte sich durch die Fehlentscheidung entsprechend doppelt bestraft.

„Geld und Energie sind in den Abstiegskampf besser investiert“, sagt Meyrich, „wir sind uns bewusst, dass es sich um eine Tatsachen-Entscheidung handelt. Die Schiedsrichter haben direkt im Spiel und auch nach der Partie gesagt, dass sie es nicht gesehen haben. Präzedenzfälle aus dem Spitzensport haben uns bewogen, deshalb auf den Einspruch zu verzichten – man hat keine Chance.“

Leicht hat sich die SGSH diese Entscheidung nicht gemacht Trainer Mathias Grasediek hatte das Video des Spiels am Ende sogar in Standbilder zerlegt, um klar nachzuweisen, dass der Ball im Tor gewesen ist. Der Nachweis gelang – die Chancen auf Erfolg erhöht das aber nicht. Ein Videobeweis ist letztlich nicht vorgesehen. So traf der SGSH-Vorstand gestern in Telefon-Konferenz die Entscheidung, sich die Einspruchsgebühr und die schriftliche Präzisierung des Einspruchs zu sparen.

Co-Trainer und Vorstandsmitglied Axel Meyrich ist es indes wichtig zu betonen, dass die SGSH den Referees keinen Vorwurf macht. „Die beiden haben 60 Minuten lang absolut überdurchschnittlich gepfiffen“, sagt er, „in diesen 15 Sekunden hätten wir uns halt gewünscht, dass nach dem Streitfall zumindest die Partie unterbrochen worden wäre. So sind wir durch das Gegenstoßtor noch doppelt bestraft worden. Das ist das Bittere...“

Nächstes Spiel gegen Duisburg

Sei’s drum: Ein Punkt in Neuss war letztlich im Fernduell mit dem VfL Gladbeck durchaus ein Erfolg. Die VfL-Handballer gingen beim 28:29 in Varel nämlich leer aus und haben nun wieder drei Zähler Rückstand auf die SGSH. Ein Ruhekissen ist das nicht – die letzten sieben Saisonspiele versprechen weiter Hochspannung. Die SGSH wartet dabei weiterhin im Jahr 2014 auf den ersten Sieg in der 3. Liga West. Der soll am Samstagabend zu Hause gegen die Duisburger Löwen gelingen. Das Förderer-Team ist eine der positiven Überraschungen der Saison – keine leichte Aufgabe für die SGSH. Die Kräfte indes werden konzentriert – um mehr Rückhalt von Fanseite zu haben, wurde die Partie an die Halveraner Mühlenstraße verlegt. Auch der am Samstag noch kranke Daniel Buff dürfte wieder zur Verfügung stehen. Beste Vorzeichen, gegen die Ruhrpott-Sieben den Bock umzustoßen...

3. Liga West Neusser HV-SGSH 26:26

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