Klare Niederlage im Volmederby

Starkes Hepp-Team lässt der SGSH keine Chance

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Schied in der zweiten Hälfte verletzt aus: Florian Diehl.

Halver – Es war nicht das erhofft spannende, dramatische Nachbarschaftsduell, eher schon eine Demonstration der Stärke des VfL Eintracht Hagen. Das Hepp-Team setzte sich am Samstagabend in der restlos ausverkauften Sporthalle Mühlenstraße 32:23 (15:9) gegen die SG Schalksmühle-Halver durch. Es war ein Resultat, das am Ende auch in dieser Höhe in Ordnung ging.

Von Thomas Machatzke

„Von der ersten Minute an waren die Hagener das bessere Team – auf allen Positionen waren sie besser besetzt“, stellte der Ex-Hagener in SGSH-Reihen, Marc Oberste, nach dem Schlusspfiff fest. Nüchtern und auch ein bisschen ernüchternd. „Dass so etwas passieren kann, wenn die Hagener richtig ins Rollen kommen und man selbst einen gebrauchten Tag erwischt, das war mir klar“, nahm es SGSH-Coach Mathias Grasediek am Ende gefasst.

Das schnelle 0:3 (5.) konterte die SGSH noch zum 2:3 (8., Wardzinski), war bis zum 4:6 (13., Dmytruszynski) halbwegs auf Schlagdistanz. Doch dann kippte die Partie allmählich komplett. Auch deshalb, weil der Gast mit Schneider im linken Rückraum und Aschenbroich im rechten Rückraum seine schlagkräftige Startformation Mitte der ersten Halbzeit noch ein bisschen schlagkräftiger aufzustellen wusste. Dazu kam, dass Tobias Mahnke das Torwartduell klar für sich entschied. Seine Paraden gerade bei freien Bällen warfen die SGSH zurück. Bis zum 9:15 zur Pause hatten die Hausherren bereits zwei Siebenmeter (Wardzinski, Mayer) und zwei Gegenstöße (Wardzinski, Fleischhauer) vergeben. Es waren die Dinge, die nicht passieren durften, wenn man den Favoriten länger vor größere Probleme stellen wollte.

Schneider übernimmt Verantwortung

Auch vor einer Woche in Krefeld hatte die SGSH keine gute erste Hälfte gespielt und war trotzdem eindrucksvoll zurückgekehrt ins Spiel. So eindrucksvoll, dass die Gäste dies als Warnung verstanden. Eine Aufholjagd der SGSH erstickte ein hochkonzentriertes Hagener Team mit dem pfeilschnellen Simon Ciupinski in der Rückraum-Mitte im Keim. Schnell stand es 10:17 (33.). Nach dem 16:21 (41.) nahm Lars Hepp nochmals eine Auszeit und kitzelte so noch einmal ein paar Prozentchen heraus, die für eine baldige Entscheidung sorgten. In Unterzahl war es nun der erst in dieser Woche vom ASV Hamm gekommene Sebastian Schneider, der sich das Spielgerät und die Verantwortung nahm und seinem Team mit leichten Toren half. Aus dem 16:21 wurde trotz zweier Überzahl-Situationen für die Gastgeber ein 16:26 (47.). Die Partie war entschieden.

Volme-Derby zwischen der SGSH und dem VfL Eintracht Hagen

Die Schlussviertelstunde, sie brachte sportlich wenig neue Erkenntnisse. Die Hagener schaukelten die Partie nach Hause, die SGSH versuchte, Gas zu geben, kam aber nicht näher an den an diesem Tag unerreichbaren Gegner heran und verlor zudem Florian Diehl, der sich in einer Zweikampf-Aktion am Ellbogen verletzte. Der SGSH-Anhang honorierte die Leistung der Grasediek-Sieben trotz des hohen Ergebnisses. Standing-ovations gab es sowohl im grün-gelben als auch im rot-weißen Block in den letzten Minuten. Das war alles andere als selbstverständlich nach einem Handballspiel, das sich die SGSH letztlich doch ganz anders erhofft hatte.

SGSH-Tore: Maciej Dmytruszynski (4), Mateusz Rydz (3), Malte Müller (3), Julian Mayer (3), Achim Jansen (3/1), Jacek Wardzinski (2/1), Tobias Fleischhauer (2), Florian Diehl (1), Marc Oberste (1), Daniel Krüger (1)

VfL-Tore:  Jens-Peter Reinarz (8/3), Marius Kraus (7), Simon Ciupinski (6), Sebastian Schneider (4), Matthias Aschenbroich (2), Julian Renninger (2), Peer Pütz (1), Johannes Krause (1), Lukas Tebbe (1)

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