Die SGSH und die fünf Fragezeichen

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Aufgrund eines Trauerfalls in der Familie reiste Mareks Skabeikis in dieser Woche zurück nach Lettland. Am Samstagabend gegen den VfL Gladbeck fehlt er wahrscheinlich und wird durch Mark Schür ersetzt.

Schalksmühle - Wenn sich die Hiobsbotschaften häufen, ist die Freude über eine gute Nachricht eine ganz besondere. Am Mittwoch also kam die Entwarnung: Die Handverletzung von Florian Diehl, die er aus Wiesbaden mitgebracht hat, ist kein Kahnbeinbruch. „Immerhin“, atmete Trainer Mathias Grasediek auf – er hatte mit dem Schlimmsten gerechnet.

Von Thomas Machatzke

Nach fünf Auftaktspielen ohne auch nur ein größeres Personalproblem erwischt es den Handball-Drittligisten SG Schalksmühle-Halver dieser Tage trotz dieser Nachricht eher mit der groben Kelle. Marc Oberste hatte bereits vor dem Spiel in Wiesbaden passen müssen mit einer „Leistengeschichte“. Viel genauer hatten es die Ärzte tatsächlich noch nicht sagen können. Inzwischen ist es wohl auch hier sicher, dass erste schlimmere Annahmen sich nicht bestätigten. Ein Einsatz am Samstag gegen Gladbeck allerdings scheint unwahrscheinlich.

Bei Florian Diehl ist alles offen. Das Kahnbein in der Wurfhand ist es nicht – aber an Training war bis Mitte der Woche nicht zu rechnen. Der dritte Rückraum-Linke, Maciej Dmytruszynski – er hat sich in Wiesbaden den Daumen der Wurfhand gebrochen. „Ja“, sagt Grasediek bitter, „da hat es schon ordentlich auf die Finger gegeben…“

Dmytruszynski möchte unbedingt spielen – mit einer Schiene ist so etwas heutzutage möglich. Aber gewiss ist das nicht. Auch Christian Feldmann möchte unbedingt spielen – seine Fersenverletzung hat ihn aber zumindest zu einer Trainingspause genötigt. Sein Einsatz ebenfalls fraglich. Fraglich ist auch, ob Mareks Skabeikis im Tor dabei ist. Wegen eines Trauerfalls in der Familie ist Skabeikis in dieser Woche nach Lettland gereist. Ob er wieder dabei ist – es ist auch offen.

Schür und Pfaffenbach könnten aushelfen

Fürs Tor steht Mark Schür aus der Reserve Gewehr bei Fuß, für den Rückraum Pascal Pfaffenbach. „Eigentlich kann man noch gar nichts sagen“, stellt Mathias Grasediek fest, „auf jeden Fall kann es sein, dass der eine oder andere Spieler auch auf Positionen auftauchen wird, auf denen er sonst nicht so spielt.“ Grasediek hofft, dass sein Team aus dieser Not eine Tugend macht und macht ihm Mut: „Manchmal ist es für die andere Mannschaft ja umso schwieriger, wenn der Gegner unberechenbar ist…“

Die SGSH schaut derweil auf sich. Gegen Ratingen und in Wiesbaden hat vieles nicht gepasst. Das gilt es allen Personalproblemen zum Trotz gegen Gladbeck (Anwurf Samstag, 19.30 Uhr, Löh) besser zu machen. „Wir müssen mit Emotionen in dieses Spiel gehen“, sagt Grasediek, „und wir müssen an unser System glauben und uns vor allen Dingen auch daran halten.“ Nach zwei Niederlagen in Serie würde ein Sieg gegen den alten Rivalen so gut tun. Für die Tabelle und für die Stimmung. Aber der Weg dorthin wird kein einfacher sein. Nur eines scheint klar: So rustikal wie gegen Ratingen und Wiesbaden dürfte es gegen Gladbeck kaum werden. „Aber intensiv“, sagt Grasediek, „die Spiele waren immer sehr emotional und sehr eng.“ Emotional, eng und erfolgreich – so könnte es dem Übungsleiter auch diesmal gut gefallen…

SGSH: Formella, Skabeikis (?), Schür (?) - Krüger, Fleischhauer, Müller, Buff, Luciano, Jansen, Wardzinski, Mayer, Rydz, Dmytruszynski (?), Oberste (?), Diehl (?), Feldmann (?), Pfaffenbach (?)

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