Handball, 3. Liga West

Erster Fleck auf Dragons-Heimweste

+
Kam gar nicht zum Zuge gegen den starken Innenblock der Panther: Dominic Luciano blieb am Samstagabend ohne Tor.

Halver - Im letzten Heimspiel des Jahres 2018 hat die blütenweiße Heimweste der SGSH Dragons in der 3. Liga West doch noch den ersten Fleck abbekommen. Beim 22:22 (10:12) gegen die HSG Bergische Panther gab das Neff-Team im neunten Heimspiel den ersten Punkt ab. Der Rückstand auf die HSG Krefeld (30:26 gegen Spenge) beträgt damit nun vier Punkte für den Tabellenzweiten.

Es gab am Ende keinen Zweifel daran, dass sich die Gäste aus Burscheid diesen Punkt redlich verdient hatten. Im Lager der Gastgeber hätte sich auch niemand über eine Niederlage beschweren dürfen, nach der hatte es lange Zeit ausgesehen vor 550 Zuschauern, denen vor der Weihnachtsfeier mit Live-Musik und Grünkohl im Foyer noch einmal ein richtiger Handballkrimi kredenzt wurde.

Von Beginn an tat sich der Favorit schwer. Das Fehlen von Lukas Hüller (Nasenbeinbruch) und David Bleckmann, der mit Gips in der Halle war (Verdacht auf Kahnbeinbruch), wog schwer. In der Offensive gelang es nur selten, das nötige Tempo zu entwickeln, um den massiven 6:0-Abwehrblock der Panther (zunächst mit Weiß und Aschenbroich im Innenblock) in Bewegung zu bringen. Vorne durfte das Mutz-Team extrem lange Angriffe fahren, auch das spielte den Dragons nicht eben in die Karten.

Keine einzige Führung gab es in Durchgang eins für die Hausherren. Dass es zur Pause nur 10:12 hieß, hatten sie Christopher Klasmann zu verdanken. Er traf bis zur Pause sechsmal. Stefan Neff machte ihn später für die Offensive als „einzigen Spieler mit Normalform“ in diesem Durchgang aus.

Allerdings scheiterte auch Klasmann mit zunehmender Spieldauer immer häufiger am guten Robin Eigenbrod im Gästetor. Die Dragons wechselten zur Pause den Keeper, Ante Vukas gab nach seiner Gehirnerschütterung doch sein Comeback und ebnete der SGSH direkt mit zwei Paraden den Weg zum 12:12. Sicherheit allerdings gab der schnelle Ausgleich nicht.

Im Gegenteil. Vorne tat sich die SGSH ohne die einfachen Klasmann-Tore immer schwerer, dafür taute beim Gast nun Jens Reinarz auf, der sich in der ersten Hälfte komplett zurückgehalten hatte. Nach 45 Minuten stand es 14:18. In Überzahl kamen die Dragons auf 17:18 heran, doch die Panther ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, konterten zum 18:21 (51., Hinkelmann).

Es sah nicht gut aus, denn den Gastgebern fehlten die Alternativen, die sie im bisherigen Saisonverlauf stets so stark gemacht haben. „Unsere Stärke ist ja nicht die erste Sieben, sondern die Breite im Kader“, sollte Stefan Neff später bei der Pressekonferenz feststellen. Und doch fand der Coach noch die richtigen Stellschrauben. Neff stellte die Abwehr um (5:1 mit Brüning auf der Spitze) und beorderte Diehl für den müden Klasmann in den linken Rückraum. Maßnahmen, die griffen. Diehl wurde neben dem beim Gegenstoß starken Schetters zum Aktivposten in der Offensive.

Nach dem 20:22 (Reinarz, 56.) glichen Hecker und Diehl binnen 60 Sekunden aus. Da waren noch 2:50 Minuten auf der Uhr, und die Halle, sie stand nun wie ein Mann hinter den Dragons. Doch auf der Zielgerade wussten beiden Seiten ihre Chancen nicht mehr zu nutzen, die größten Möglichkeiten ließen Diehl auf der einen und Zapf auf der anderen Seite aus. So wurden die Punkte geteilt.

Das war am Ende wohl gerecht. „Ein Deja-vu“, sagte Panther-Coach Marcel Mutz, „im Hinspiel sind wir nach hohem Rückstand noch herangekommen, diesmal war es umgekehrt. Ich bin unheimlich stolz auf meine Jungs. Hier war nichts eingeplant - hier hat ja bisher noch niemand etwas geholt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare