Kehraus ohne Bedeutung für Grasediek-Schützlinge

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Letztes Saisonspiel: Der angeschlagene Maciej Dmytruszynski ist mit der SGSH am Sonntag beim VfL Gladbeck zu Gast. Das Spiel hat keine Bedeutung mehr – für die Gladbecker ist es ein Spiel des Übergangs in Richtung Abstiegsrelegation.

SCHALKSMÜHLE -  Es hätte das große Abstiegsfinale sein können. Tatsächlich aber ist es nur ein Spiel des Übergangs und Abschieds: Am Sonntag um 17 Uhr bestreitet die SG Schalksmühle-Halver ihr letztes Saisonspiel in der 3. Liga West. Zu Gast ist das Grasediek-Team beim alten Rivalen VfL Gladbeck.

Von Thomas Machatzke

Die SGSH ist seit dem 29:24-Heimsieg gegen die HSG Krefeld gerettet. Der VfL Gladbeck hat nach der Düsseldorfer Niederlage gegen Aurich zumindest den drittletzten Platz sicher und plant für die Abstiegsrelegation. Damit ist der VfL Gladbeck weiter als die Teams in anderen Drittliga-Staffeln. Im Süden wehren sich noch Salamander Kornwestheim und der TSV Rödelsee gegen die Abstiegsrelegation, im Norden Burgdorf II und der VfL Fredenbeck. Aus dem Osten kommt der HC Aschersleben Alligators dazu.

Das sind die Namen, die Gladbecks Trainer-Urgestein Siegbert Busch interessieren. Die SGSH ist aktuell weniger von Interesse. Wobei sich um die Relegationsrunden in Liga drei viele Wenns und Abers ranken. Im Süden hat Bad Neustadt bereits auf einen möglichen Aufstieg verzichtet, im Osten gibt es keinen Vizemeister, der sich bewerben will, im Norden ist das auch noch fraglich – hier könnte Minden II Vizemeister werden, wäre aber nicht aufstiegsberechtigt. Dazu kommen Unwägbarkeiten in Liga 2. In der Abstiegsrelegation wird es wohl mehr als nur einen Platz geben. Die Gladbecker Chancen, auch im nächsten Jahr auf die SGSH zu treffen, sind gut.

Ziel: Platz vor dem Neusser HV behaupten

Erst aber wird am Sonntag gespielt. „Wir sind froh, es frühzeitig aus eigener Kraft geschafft zu haben“, sagt Mathias Grasediek, „jetzt haben wir noch ein Ziel: Wir wollen den Neusser HV hinter uns lassen.“ Die Entwicklung in Gladbeck hat Grasediek interessiert verfolgt. „Vielleicht gelingt es uns ja, den Gladbecker Geheimcode zu entschlüsseln“, sagt der Diplom-Sportlehrer mit einem Schmunzeln. Vom neuen Geheimcode hatte Siegbert Busch zuletzt gesprochen. Busch hatte bekanntlich nach dem drittletzten Spiel Trainer Holger Krimphove entlassen und selbst im Amt beerbt. Grasedieks Sympathien zwischen Krimphove und Busch könnten nicht unterschiedlicher verteilt sein.

Bei der SGSH soll Feldmann wegen seiner Schulterprobleme geschont werden. Müller fehlt weiter. Dmytruszynski kränkelt ein wenig. Ansonsten gilt: „Wir wollen den Spielern, die gehen, noch einmal die Möglichkeit geben zu spielen“, sagt Grasediek. Einer wird von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch machen: Niklas Polakovs. Er hat aufgrund seiner Zwischenprüfung am Montag darum gebeten, beim Saisonfinale nicht dabei sein zu müssen.

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