SGSH-Jahresausklang im Lipperland

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Im Hinspiel in Halver machte Kristian Eskericic – hier gegen dem Lemgoer Doppelblock – sein bestes Spiel für die SGSH, erzielte beim 28:28 sieben Treffer. Nach verkorkster Hinserie hofft auch er im Lipperland auf einen guten Rückrundenstart.

Schalksmühle - Auch der Länderpokal des DHB ist in dieser Spielzeit kein Freund der Drittliga-Handballer der SG Schalksmühle-Halver. Weil vom 9. bis zum 11. Januar die Vorrunde des Länderpokals für A-Jugendliche stattfindet, hat der DHB den Rückrundenauftakt in den 3. Ligen bereits aufs letzte Wochenende vor Weihnachten vorgezogen. Die SGSH muss am Sonntag um 17 Uhr bei der HSG Lemgo II antreten.

In der Vergangenheit hatte der Länderpokal desöfteren zu Spielverlegungen beim Januar-Auftakt gesorgt, weil talentierte A-Junioren meist bereits fest zu Drittliga-Kadern zählten, die entsprechenden Vereine somit ihre Partien offiziell verlegen durften. In der 3. Liga West geht es deshalb 2016 erst am 15. Januar mit dem 17. Spieltag weiter. Der vorverlegte 16. Spieltag am 4. Advent ist zumindest für die SGSH kein Geschenk, eher im Gegenteil.

Vor allem hätte die SGSH nach zuletzt drei Niederlagen in Serie eine Pause herbeigesehnt, um nach dieser vielleicht wieder etwas mehr Personal an Bord zu haben. So wird in Lemgo weiterhin ein Quintett aus dem Kader (Feldmann, Ruskov, Merhar, Büchel und Diehl) fehlen, gehören wie zuletzt Alex Trimpop und Florian Ludwig aus der Landesliga-Reserve und der Kreisliga-Routinier Sebastian Schneider zum Kader.

Zum anderen trifft die SGSH am Sonntag auf einen Gastgeber, der von den vergangenen vier Spielen drei gewonnen hat, nur bei Halbzeitmeister Fredenbeck verlor. Ein Team, das sich mit einem kleinen Lauf bis auf den achten Platz nach vorne gekämpft hat. „Mit der unteren Tabellenregion wird Lemgo aber ohnehin nichts zu tun haben, es gibt dort einen Riesenfundus an guten jungen Spielern“, sagt Mathias Grasediek anerkennend. An Lemgo hat die SGSH ja nicht die besten Erinnerungen. Gerade im Lipperland, wenn in der Regel ein bisschen mehr Personal bei der HSG zur Verfügung steht als auswärts, gab es zumeist Niederlagen in der engen Volker-Zerbe-Halle. Die allerdings ist inzwischen nicht mehr zugelassen für Drittliga-Handball. So wird nun in der Halle der Gesamtschule Vogelsang gespielt.

Vollgas gegen HSG-Turbo Lukas Zerbe 

Ein gutes Omen für den Gast? Neue Spielstätte, neue Chance? Die SGSH will trotz der widrigen personellen Voraussetzungen ihre Chance suchen. „Die Leistung gegen Krefeld war wirklich sehr ansprechend, daraus dürfen wir Selbstvertrauen ziehen“, sagt Grasediek, „trotzdem ist natürlich nach drei Niederlagen in Folge keiner begeistert. Ich habe in dieser Woche klar wahrgenommen, dass die Jungs in Lemgo nun unbedingt etwas holen wollen.“

Der Schlüssel dazu werden der Glaube an einen festen Matchplan und die disziplinierte Umsetzung desselben sein. Zum Plan gehört allen voran das Rücklaufverhalten, gerade für die linke SGSH-Angriffsseite, denn hier zündet die HSG mit Rechtsaußen Lukas Zerbe gerne einen Turbo, der im Sprintduell kaum zu halten ist. „Das werden wir nicht über unsere Linksaußen lösen können“, sagt Grasediek, „das geht nur, wenn der Rückraum nach hinten mitarbeitet.“ Pausen wird es am 4. Advent mithin also nicht geben für die SGSH im Lipperland. Jedenfalls nicht, wenn etwas Zählbares herausspringen soll im letzten Spiel des Kalenderjahres.

HSG Lemgo II seit Oktober ohne Ebner

Die HSG Lemgo II war in der Hinserie der 3. Liga West eine Art Wundertüte. Mit 15 Akteuren im Kader in die Saison gestartet, haben sich bereits 22 Spieler für die HSG in die Torschützenliste eingetragen, darunter mit Bundesliga-Trainer Florian Kehrmann (fünf Tore bei drei Einsätzen) ein Weltmeister von 2007. Auch für den Sonntag eine Option, denn das Bundesliga-Team hat bereits am Samstagabend sein Heimspiel gegen den THW Kiel. Grundsätzlich litt die Runde der U23 aus dem Lipperland auch darunter, dass wichtige Spieler nicht oder nicht durchgehend zur Verfügung standen.

Der im Hinspiel beim 28:28 in Halver 13 Mal erfolgreiche Dominik Ebner zog sich Anfang Oktober gegen Longerich ausgeprägte Knochenquetschungen im rechten Fuß zu, hat seitdem kein Spiel mehr gemacht. Spielmacher Valentin Schmidt ist fast die komplette Halbserie ausgefallen, feierte erst beim Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen Varel seine Saisonpremiere. Bester Werfer war bisher Linkshänder Philipp Vorlicek (80). So war es für das Team von Christian Plesser nach dem dritten Platz in der Vorsaison in der 3. Liga Nord eine Halbserie mit Licht und Schatten. Wenn das Team einigermaßen komplett ist, ist allerdings für jeden Gegner der Liga ein sehr gefährlicher Gegner.

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