Ein neuer Rechtsaußen für das Grasediek-Team

Neuer Mann für die rechte Außenbahn: Achim Jansen.

Schalksmühle - Die Aussichten im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga West sind seit Samstag wieder ein Stückchen verheißungsvoller. Und so passt es gut ins Bild, dass die SG Schalksmühle-Halver nun auch ihren zweiten Neuzugang für die Spielzeit 2014/15 präsentiert: Es ist Achim Jansen, Rechtsaußen des Liga-Rivalen Leichlinger TV.

Von Thomas Machatzke 

Mit Jansen kommt für die rechte Außenbahn ein gestandener Zweit- und Drittliga-Spieler ins Sauerland. Wie Jens-Peter Reinarz hatte Jansen frühzeitig in Leichlingen seinen Abschied verkündet. Bei den Pirates teilte er sich die Rechtsaußen-Position in dieser Spielzeit mit David Kreckler – beide erzielten bislang 55 Tore. Beim LTV-Auftritt am Löh war die Darbietung Jansens die eindrucksvollere. Am 18. Januar kam Jansen in der zweiten Spielhälfte und traf bei vier Chancen viermal – damit hatte er großen Anteil daran, dass die Leichlinger 35:32 an der Volme gewannen.

Der 1,84 Meter große Achim Jansen, der im April 29 Jahre alt wird, hat prominente Verwandtschaft: Sein Bruder ist der deutsche Weltmeister-Linksaußen aus dem Jahr 2007, Torsten Jansen. Wie sein neun Jahre älterer Bruder spielte auch Achim Jansen für die SG Solingen, danach für den LTV Wuppertal, die HG Remscheid und erneut für Wuppertal, ehe es ihn nach Leichlingen zog.

„Durch den Weggang von Dennis Hermann hatten wir auf dieser Position Handlungsbedarf“, sagt SGSH-Trainer Mathias Grasediek, „wir wollten dabei nicht hinter Alex Brauckmann auf die Jugend setzen. Wir brauchen auf den Außenpositionen eine gewisse Qualität. Achim Jansen ist da ein Glücksfall – er hat in der 3. Liga schon bewiesen, dass er es kann.“

Der Kontakt zu Jansen bestand schon länger – der neue Spieler legte indes Wert darauf, dass es in Schalksmühle und Halver auch in der 3. Liga weitergeht. So zogen sich die Verhandlungen ein Stück weit. Abgesagt hatte der SGSH für die rechte Außenbahn in dieser Zeit der junge Düsseldorfer Patrik Ranftler – Pikanterie am Rande: Ranftler wird nun Jansen-Nachfolger in Leichlingen.

Am Samstagabend gegen den OHV Aurich

Damit es tatsächlich auch in der 3. Liga für die SGSH weitergeht, benötigt das Team auch nach dem 30:20-Sieg noch weitere Zähler. „Vier Punkte müssen es schon noch sein“, sagt Mathias Grasediek und erklärt das Heimspiel am Samstagabend um 19.30 Uhr zum nächsten absoluten „Muss-Spiel“. Zu Gast ist dann der OHV Aurich. „Keine Frage – natürlich wird das sehr schwer“, sagt er, „der Punktgewinn der Auricher gegen Wilhelmshaven am Samstag war schon eindrucksvoll. Umso mehr ist es für uns wichtig, dass die Halle zusammenrutscht. So einen Fanblock wie am Samstagabend in Bielefeld, den brauchen wir am Samstagabend fünf-, sechsmal nebeneinander am Löh. Das ist das Pfund, mit dem wir auch so ein Spiel gewinnen können.“

Daneben hat die SGSH in Bielefeld bewiesen, wo der Schlüssel zu Siegen liegt: in der Defensive. „Vorne waren wir manchmal zu lässig und manchmal zu überhastet“, sagt Grasediek, „aber hinten haben wir 60 Minuten lang eine astreine Deckung hingestellt. Das war entscheidend.“ Dort soll sein Team weitermachen, denn: „Auf der Zielgeraden der Saison ist wenig planbar“, sagt der Trainer, „da dürfen wir uns nur allein auf uns selbst verlassen.“

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