Trotz Tabellenplatz zwei: SGSH bleibt geerdet

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Starke Vorstellung: SGSH-Rechtsaußen Achim „Akkes“ Jansen, der hier Davidson Idahosa das Nachsehen gibt, traf dreimal gegen die VfL-Reserve.

Halver - Mathias Grasediek und Timo Blumberg kennen sich schon seit handballerischen Jahrzehnten. Und so spielten sich Blumberg in seiner Eigenschaft als eloquenter Moderator der Pressekonferenz und der SGSH-Drittliga-Coach zum Abschluss eines erfolgreichen Abends die verbalen Bälle gekonnt zu.

Im Mittelpunkt der Betrachtungen: die Tabellenführung der SGSH nach dem 25:18-Sieg über den VfL Gummersbach II. Während sich so mancher Fan das Klassement flugs als Screenshot auf seinem Handy gespeichert hatte, demonstrierten die SGSH-Verantwortlichen mit ihrem Coach an der Spitze viel Gelassenheit.

„Wir haben uns sicherlich weiterentwickelt und einen Super-Start hingelegt“, wollte Mathias Grasediek den 8:2-Auftakt einerseits nicht künstlich klein reden, gleichwohl aber die Kirche im Dorf lassen. „Wir hatten das alles schon einmal, als wir in der Regionalliga nach der Hinrunde Tabellenführer waren und dann eine unterirdische Rückrunde hingelegt haben und irgendwo im grauen Mittelfeld gelandet sind.“

Der Samstag jedenfalls untermauerte die Einschätzung einer extrem engen Liga einmal mehr. So hatte in den ersten 30 Minuten nichts auf einen am Ende derart glatten SGSH-Erfolg hingedeutet. Die VfL-Maßnahme, mit einem Positionsverteidiger gegen Julian Mayer zu agieren, sie griff durchaus. Vorbereitet hatte sich die SGSH auf solch’ eine Maßnahme durchaus – allerdings abgestimmt auf eine Sonderbewachung gegen Maciej Dmytruszynski nach dessen 8-Tore-Auftritt in Duisburg. „Dass es so lange dauert, identische Maßnahmen im Kopf von links auf rechts umzustellen, das kann nicht sein“, war der Coach nicht recht zufrieden mit dem Angriffsspiel seiner Mannschaft.

Verzichtet hatte die SGSH zunächst sowohl auf Christian Feldmann als auch Florian Diehl, die krankheitsbedingt zuletzt nur eingeschränkt trainiert hatten. Ein Platz im Spielbericht war somit noch offen. Eine enge Entscheidung, die letztlich auf Christian Feldmann fiel, dessen Impulse Mitte der zweiten Halbzeit – der dynamische Mateusz Rydz wirkte inzwischen etwas überspielt – zum richtigen Zeitpunkt kamen und dem schwächelnden Angriff mehr Durchschlagskraft verliehen.

Samstag wieder ein Heimspiel

Offensive verbesserungswürdig, Abwehr im 3:2:1-System sehr kompakt, Torhüter in Person von Dominik Formella überragend – diese Erkenntnisse nimmt die Mannschaft mit in eine möglicherweise verkürzte Trainingswoche. Am „Tag der Deutschen Einheit“ nämlich winkt ein freier Abend für die Mannschaft, quasi als kleine Belohnung für vier Siege aus fünf Spielen. Eine Serie, die dann am Samstag weiter ausgebaut werden soll. Zu Gast an der Mühlenstraße ist im zweiten Heimspiel in Serie Aufsteiger SG Ratingen. Der ist bislang in der Liga noch nicht wirklich angekommen, wartet mit seinem eigentlich hochkarätig besetzten, aber von Verletzungsproblemen gebeutelten Kader weiter auf den ersten Punkt. „Wer denkt, dass das leicht wird, begeht einen Riesenfehler“, macht Mathias Grasediek jedenfalls keinen Hehl daraus, dass man geerdet bleiben will bei der SGSH. Tabellenplatz zwei und 8:2-Punkte-Start hin oder her...

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