SGSH fehlen einfach personelle Alternativen

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Zwei Treffer bei der 34:37-Niederlage im Leichlinger Smidt-Forum: SGSH-Spielmacher Christian Feldmann.

Leichlingen - Am Ende stand die ob der Personalsorgen und der Stärke des Gegners befürchtete Niederlage: 34:37 (14:17) unterlag Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver am Freitagabend beim Leichlinger TV. Mit 1:3-Punkten hat das Grasediek-Team damit einen Fehlstart in die Saison hingelegt.

Der Abend begann für die SGSH mit der nächsten Hiobsbotschaft. Bei Lutz Weßeling war bereits am Mittwoch ein Wirbel herausgesprungen – beim Einwerfen ging gar nichts mehr. So musste und sollte es die „alte SGSH“ richten mit nur einem Neuen in der Startformation (Merhar), dafür mit Dmytruszynski, Feldmann und Mayer im Rückraum. Es ließ sich auch gut an. Die Leichlinger starteten offensiv verhalten, scheiterten mehrmals an Dominik Formella. Und übers Tempospiel waren die Gastgeber anfällig. Bis zum 1:3 traf dreimal Natko Merhar (3.).

So allerdings ging es nicht weiter. Die starken individuellen Qualitäten der Leichlinger im aufgebauten Angriff bekam die SGSH mit der 3:2:1-Abwehr nicht mehr in den Griff. Und im aufgebauten Angriff tat sich die SGSH gegen die 6:0-Abwehr schwer. Nur immer dann, wenn sie aufs Tempo drückte – zur Not mit der schnellen Mitte – war die Grasediek-Sieben richtig erfolgreich. Aus dem 1:3 wurde ein 5:3 (9.), dann wieder ein 5:7 (12.). Es war die Zeit, die zur großen des Kevin Christopher Brüren wurde. Der Linkshänder traf nun aus allen Lagen, bis zur Pause neunmal. Beim 14:10 (21.) war der LTV auch dank zahlreicher Vukas-Paraden erstmals auf vier Tore enteilt, beim 17:12 (28.) gar auf fünf. Munkel und Merhar aber nahmen mit ihren Toren für die SGSH ein bisschen mehr Hoffnung mit in die Pause.

SGSH unterliegt 34:37 beim Leichlinger TV

Nach Wiederbeginn stellte die SGSH auf eine 6:0-Abwehr um, die zwar zunächst Brüren besser in den Griff bekam, dafür verstärkt Probleme mit LTV-Spielmacher Valdas Novickis (sechs Treffer in Halbzeit) hatte. Kämpferisch war dem Gast nichts vorzuwerfen, auch der nur im linken Rückraum sein Debüt feiernde Moritz Eigenbrodt machte seine Sache gut. Zur echten Aufholjagd reichte dies allerdings zunächst nicht, beim 26:21 (40.) war die Lorenzet-Sieben auf Kurs. Ein kurzes Zwischenhoch mit Paraden des für den glücklosen Plessers ins Tor zurückgekehrten Formella spülte die SGSH aber auf 25:26 (44.) heran.

Auch Manndeckung gegen Novickis hilft nicht mehr

Nun schien etwas möglich, doch die individuelle Klasse von Brüren und Novickis und auch die Abgezocktheit eines Tim Hilger richteten es für die Gastgeber. Nach dem 32:28 (51.) versuchte es Grasediek noch mit einer Manndeckung gegen Novickis, aber ohne rechten Erfolg. Bis zum 34:28 (54.) war die Partie praktisch entschieden. Die SGSH versuchte weiter alles, zu mehr als zu ein bisschen Ergebniskosmetik auf der Zielgerade reichte es aber nicht.

LTV: Ante Vukas, Damian Bungart (bei einem 7m) – Joshua Reuland (n.e.), Ioannis Frangis (n.e.), Carsten Lange (4), Tim Hilger (3), Valdas Novickis (8), Ousse Lajnef (2), Henning Padeken (7), Kevin Christopher Brüren (13/1), Karol Zechmeister, David Kreckler (n.e.), André Kirfel

SGSH: Dominik Formella, Nicholas Plessers (31.-40.) – Maximilian Büchel, Moritz Eigenbrodt (2), Jacek Wardzinski (3), Lutz Weߟeling (n.e.), Christian Feldmann (2), Dominic Luciano (3), Natko Merhar (8), Malte Müller (3), Tobias Fleischhauer (n.e.), Julian Mayer (6/4), Maciej Dmytruszynski (6), Bastian Munkel (1)

Schiedsrichter: Marcel Brückner und Thorsten Zimmermann

Zeitstrafen: LTV 3, SGSH 0

Beste Spieler: Brüren, Novickis, Lange – Merhar, Dmytruszynski

Siebenmeter: LTV 1/3 (verworfen: Brüren 2) - SGSH 4/5 (verworfen: Mayer)

Zuschauer: 300

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