Punktverlust zum Start

SGSH kann Führung gegen Lemgo nicht ins Ziel retten

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Pflichtspieldebüt trotz Verletzung mit sieben Treffern, aber auch eine rote

Schalksmühle – Die SG Schalksmühle-Halver ist mit einem 28:28 (15:12)-Unentschieden gegen die HSG Lemgo II in die neue Spielzeit der 3. Liga West gestartet. Unterm Strich war es direkt ein Punktverlust fürs Grasediek-Team.

Wenngleich sich der Gast aus dem Lipperland den einen Zähler am Ende mit unbändigem Willen und großem Kampf redlich verdient hatte, war es für die SGSH ein Punktverlust aus der Kategorie unnötig. 40 Minuten lang hatten die Hausherren vor 500 Zuschauern die Partie scheinbar im Griff gehabt. Dann aber entglitt sie ihnen noch.

Die Plesser-Schützlinge waren nur mit einer Elfer-Kader angereist (ohne Schmidt, Waldhof und Löhr), in dem mit Sönke Brass und dem nicht eingesetzten Philipp Harnacke zwei A-Junioren dabei waren. Bei der SGSH fehlten zwar Ruskov, Jansen und Diehl, doch immerhin Kristian Eskericic hatte die medizinische Abteilung der SGSH fit bekommen. Und Eskericic und sein Landsmann Natko Merhar legten los wie die Feuerwehr. Während mit Lutz Weßeling ein weiterer Debütant eine Viertelstunde ein Zitterhändchen hatte und erst danach richtig loslegte, waren die Kroaten direkt präsent und erfolgreich, erzielten die ersten fünf Tore für die SGSH (5:5; 12.).

Saisonstart der SGSH gegen HSG Lemgo II endet remis

Das Spiel der HSG war sehr rechtslastig. Brass im linken Rückraum war harmlos, die linke Außenbahn fand nicht statt. Dafür traf der starke Dominik Ebner zunächst nach Belieben. Und auch der Kreisläufer Mario Micha Bergen wurde – wie zuletzt in der Vorbereitung bei allen SGSH-Gegnern – immer wieder schön in Szene gesetzt. Gleichwohl schien dies das Spiel der Gäste nicht auf Dauer tragen zu können. Nach dem 9:9 (22.) setzte sich die SGSH bis zur Pause auf 15:12 ab. Lutz Weßeling war da mit fünf Treffern bereits bester SGSH-Werfer.

Drei-Linkshänder-Option lässt Lemgo aufkommen

Nach der Pause zunächst das gleiche Bild: Zwar spielte nun Philipp Vorlicek im rechten HSG-Rückraum und Ebner auf Außen, doch dank eines guten Formella und weiterhin ordentlicher Durchschlagskraft im Angriff schien die SGSH nach 39 Minuten und 30 Sekunden, als Christian Plesser eine Auszeit bemühte, auf Kurs. 19:14 stand es da.

Plesser zog fortan die Option mit drei Linkshändern (Vorlicek in der Rückraum-Mitte), Spielmacher Binder im linken Rückraum und ohne Brass – es war eine Option, die der SGSH mehr Probleme bereitete, weil nun auf einmal zwei Schützen aus der Distanz gefährlich waren. Bis zum 24:20 (47.) hielt die SGSH den Gegner trotzdem auf Distanz. Dann folgten zwei Zeitstrafen in kurzer Folge gegen Eskericic, der beim Versuch, den Kreisläufer zu halten, von hinten eine Spur zu ungestüm war. Nach 51:06 Minuten und insgesamt drei Zeitstrafen war für ihn die Partie vorbei. Die Überzahl-Situationen nutzte ein verbissen kämpfendes HSG-Spiel zum 24:24-Ausgleich (53.).

Ebner trifft zum Ausgleich

Die SGSH schüttelte sich und gab die richtige Antwort: Weßeling, Luciano und Wardzinski legten binnen 120 Sekunden wieder 27:24 vor (55.). Doch selbst damit war die Partie nicht entschieden. Auch aufgrund der Zeitstrafen sieben (Feldmann) und acht (Dmytruszynski) ging doch noch ein Punkt verloren. Vorliceks 27:27 (59.) konterte Lutz Weßeling mit einem Kanonenschlag genau 60 Sekunden vor dem Ende zum 28:27. Doch die Lemgoer spielten danach die Uhr herunter, und zwei Sekunden vor dem Ende traf – wer sonst? – Dominik Ebner mit seinem 13. Tor zum verdienten Ausgleich.

SGSH-Tore: Lutz Weßeling (8), Kristian Eskericic (7), Jacek Wardzinski (5/1), Natko Merhar (5), Bastian Munkel (1), Maciej Dmytruszynski (1), Dominic Luciano (1)

HSG-Tore: Dominik Ebner (13/3), Mario Micha Bergen (5), Philipp Vorlicek (4), Michael Binder (3), Alexander Engelhardt (1), Robin Huebscher (1), Lukas Zerbe (1)

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