Handball, 3. Liga

Emotionaler Abschied und pure Siegesfreude

Handball, 3. Liga: SGSH TuS Volmetal
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Mehr Derby-Freude geht nicht: Die SGSH Dragons feiern unmittelbar nach dem Abpfiff den Kantersieg über den TuS Volmetal.

Fünf Mannschaften mit blütenweißer Weste, dann kommt der klare Schnitt. Die Gruppe D der 3. Liga scheint schon nach dem 3. Spieltag zur Zwei-Klassen-Gesellschaft zu werden. 

Halver - SGSH Dragons, HSG Bergische Panther, TuS Opladen, HSG Krefeld Niederrhein und GSV Eintracht Baunatal – dieses Quintett weist noch eine makellose Bilanz auf. Vor allem bei den Dragons aus Halver und Schalksmühle sorgt das nach dem Kantersieg im Derby gegen den TuS Volmetal und der Übernahme der Tabellenführung für viel gute Laune.

„Wir haben einfach ein gutes Spiel gemacht“, bilanzierte Trainer Mark Schmetz nach dem 36:23 über die „Taler“ und gewährte einen Einblick in die Vorbereitung auf das prestigeträchtige Duell. „Wir hatten viel Respekt vor Volmetal. Sie haben Qualität und es uns in der Vorbereitung häufig schwer gemacht.“ Einen wichtigen Schlüssel zum Sieg sah der Niederländer in der etwas überraschenden 5:1-Abwehrformation, die die Dragons vom Start weg praktizierten. Erst war es Jan König, der als vorgezogener Störspieler fungierte, später auch Linus Michel. „Wir wollten dem Volmetaler Rückraum und speziell Dominik Domaschk den Fluss nehmen. Ich denke, das ist gut gelungen“, freute sich Schmetz. Weil überdies Ante Vukas das Torhüter-Fernduell gegen Sydney Quick und später Maximilian Müller um Längen gewann, waren die Pflöcke rasch eingeschlagen. 17:11 zur Pause und ein Dragons-Team, das nach dem Wechsel keinen Deut nachließ. Wichtig sei ihm das gewesen, betont Mark Schmetz. „Wir wussten, dass Volmetal alles tun wird, um zurückzukommen. Aber wir haben das gut unterbunden. Ich bin super zufrieden.“

Schmetz: „Volmetal wird die Punkte holen“

Eine emotionale Momentaufnahme, die Marc Rode – verständlicherweise – nicht teilen mochte. „Es mag sich verrückt anhören, aber die Jungs trainieren super. Wir schaffen es im Spiel aber nicht, den Hebel umzulegen. Das muss jetzt passieren. Gegen Leichlingen muss geliefert werden...“ Ob das den Dahlern gelingt? – Mark Schmetz schien am Samstag optimistischer als das grün-weiße Lager. „Volmetal hat die Qualität und wird die Punkte holen“, gab der Dragons-Coach seinem Kollegen freundliche Worte mit auf den Weg.

Worte des Dankes und Tränen der Rührung hatte es zuvor auf dem Hallenparkett gegeben. Mark Schür, Ex- Vorsitzender der SGSH Dragons, verabschiedete Natko Merhar, bald Ex-Linksaußen der Drachen. Vor sieben Jahren war der Kroate ins Sauerland gekommen, jetzt zieht es ihn aus beruflichen Gründen zurück in die Heimat. Schür dankte dem schnellen Kraftpaket, der es zum Publikumsliebling in Halver und Schalksmühle gebracht hatte, für seinen Einsatz und herausragende sportliche Momente. Ein Spiel, am kommenden Samstag in Gensungen, wird Merhar noch für die SGSH noch bestreiten. Dann ist Schluss. „Danke für alles“, richtete der Mann mit der Nummer 17 mit bewegter Stimme sein Wort direkt an die Zuschauer, „ihr seid die besten Fans der Welt. Ich hoffe, wir sehen uns irgendwann wieder...“

Vorbereitung auf Gensungen hat begonnen

Ob es Ersatz geben wird für den Rechtshänder, ließ Mark Schmetz am Samstag offen. „Wir hatten mit Tobi Schetters und Natko ein Super-Gespann. Wie das aufgefangen wird, ob vielleicht intern, das müssen wir schauen...“

Und die nähere sportliche Zukunft der Dragons? – Mit der ESG Gensungen/Felsberg und der Reserve von TuSEM Essen warten in den kommenden Wochen lösbare Aufgaben. Für Mark Schmetz begann die Vorbereitung darauf bereits am Sonntag. „Gensungen spielt zu Hause ganz anders als auswärts“, sagt der Dragons-Coach, „wir werden uns gut darauf vorbereiten und weiter hart trainieren.“

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