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SGSH Dragons wollen Revanche: Longericher SC kommt am Samstag nach Halver

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Von: Thomas Machatzke

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SGSH Dragons - TuSEM Essen II
David Bleckmann (links) erwartet mit der SGSH am Samstagabend den Longericher SC in Halver. © Machatzke, Thomas

An den 9. Oktober 2021 erinnert sich Mark Schmetz noch gut. Aber eine schöne Erinnerung ist es nicht: Es war der Tag der ersten Pflichtspielniederlage für den Niederländer als Trainer der SGSH Dragons. Ein 23:31 beim Longericher SC, die SGSH ohne Ante Vukas. Erklärlich, und doch ein wenig ärgerlich nach starker erster Halbzeit. Am Samstag kommen die Kölner zum Rückspiel an die Halveraner Mühlenstraße (Anwurf 19.30 Uhr). Zeit für die SGSH, eine Rechnung zu begleichen.

„Klar wollen wir das Spiel gewinnen und zeigen, dass wir zurecht oben stehen“, sagt Schmetz, „allerdings war die Niederlage in Köln eine, mit der ich leben konnte. Wir haben dort ein gutes Spiel gemacht, aber am Ende hat es nicht gereicht, weil Longerich an diesem Abend besser war. Der Sieg ging auch in der Höhe in Ordnung. Damit kann ich besser leben als mit unserer Heimniederlage gegen Baunatal.“

Generell hat Schmetz, dessen Schützlinge überhaupt erst zweimal verloren haben, eine hohe Meinung vom Stark-Team. „Auf uns wartet die härteste Abwehr der Liga. Hart, aber nicht unfair. Longerich deckt im 6:0-Format richtig gut“, sagt der SGSH-Coach. Und auch vorne hat Trainer-Rückkehrer Chris Stark in Chorweiler viele Möglichkeiten. Angeführt wird das Ensemble von Ex-Drittliga-Torschützenkönig und Spielmacher Benjamin Richter, der nach seiner Zweitliga-Zeit in Dormagen zurück ist beim LSC. Eigentlich gekommen, um mit diesem Team um die Aufstiegsrundenplätze mitzuspielen.

Die Top 4 sind an diesem Wochenende unter sich. Das ist schon ein spannender Spieltag!

Mark Schmetz (Trainer SGSH Dragons)

Dass daraus nichts wird, hängt damit zusammen, dass der LSC in dieser Saison ein signifikantes Problem hat: die Startphasen. Im Spätsommer missriet der Start nach dem Kreuzbandriss von Stammkeeper und Mentalleader Inzenhofer und der Auftaktpleite in Gummersbach komplett (2:8 Punkte). Auf der Zielgerade des Kalenderjahres kämpfte sich Longerich mit neun Siegen in Serie wieder an die Aufstiegsrundenplätze heran. Und dann? Gab’s nach der Winterpause zum Start Niederlagen in Baunatal und gegen Opladen. Zwölf Minuspunkte, dreimal so viele wie die SGSH. Das war’s im Grunde für den LSC.

„Nach zwei Niederlagen in Serie wird unser Gegner besonders heiß sein“, sagt Schmetz und erwartet richtig harte Arbeit, „aber wir freuen uns drauf, uns mit diesem Topteam messen zu können.“ Noch dazu fast in Bestbesetzung: Mit Ausnahme von Florian Diehl, der aufgrund einer neuen Therapie für die gereizte Achillessehne das Training erst einmal wieder komplett eingestellt hat, ist der Kader komplett. Keine Corona-Fälle. Eine gute Trainingswoche, in der nur Brian Gipperich aufgrund seiner Verpflichtungen in der Polizeiausbildung passen musste. Gute Voraussetzungen.

So ist auch das SGSH-Team heiß auf zwei Pluspunkte. Damit würde die SGSH definitiv klettern, denn die vor ihr platzierten und einen Pluspunkt besser situierten Mannschaften aus Opladen und Krefeld treffen in Leverkusen im direkten Vergleich aufeinander. Einer der beiden Rivalen wird Federn lassen. „Die Top 4 sind an diesem Wochenende unter sich. Das ist schon ein spannender Spieltag“, sagt Schmetz und freut sich drauf. Topspiele sind ihm die liebsten Spiele. Und eigentlich hat die SGSH in den Topspielen auch immer sehr gut ausgesehen. Der 9. Oktober in Chorweiler war da die einzige Ausnahme.

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