Handball, 3. Liga Nord-West

Bittere Niederlage: Dragons unterliegen im Verfolgerduell in Spenge 27:28

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Dragan Tubic (rechts) war mit sieben Treffern bester SGSH-Werfer in Spenge, machte ein richtig gutes Spiel.

Spenge – Die dritte Niederlage der Saison war für Handball-Drittligist SGSH Dragons die knappste – und deshalb unterm Strich auch die unnötigste: 27:28 (15:14) verlor das Dragunski-Team am Samstagabend das Verfolgerduell beim TuS Spenge und fiel damit im Klassement auf den fünften Platz zurück.

„Am Ende fehlen uns die Alternativen, da waren die Akkus einfach leer“, stellte Trainer Mark Dragunski nach intensiven 60 Minuten fest, „das war ein Kampf mit offenem Visier. Ein großes Hin und Her. Natürlich sind erst einmal alle enttäuscht, aber man darf nicht vergessen: Wir haben in Spenge gespielt und nicht irgendwo. Trotzdem müssen wir einen Punkt mitnehmen.“ 

Bei den Gästen fehlte neben David Bleckmann (Bauchmuskelzerrung) auch Geburtstagskind Alexandre Brüning, der nach einem Grippe-Rückfall erneut ein Antibiotikum hatte nehmen müssen. Bei den Ostwestfalen war überraschend Phil Holland wieder an Bord, dafür fehlten Leon Prüßner und René Wolff. Die Gastgeber hatten zunächst Vorteile, weil die SGSH zwar ordentlich deckte, aber ihre Chancen nicht nutzte: Tobias Schetters (3) und Moritz Frenzel ließen gegen den guten Becker vier freie Bälle aus. 

Auf der anderen Seite hatte Ante Vukas große Probleme gegen die gelegten Würfe von Fabian Breuer, der allein bis zum Wechsel sechsmal traf. Allerdings kam die SGSH nach dem 8:5 (13.) besser ins Spiel. Vor allem deshalb, weil nun offensiv Lukas Hüller und Dragan Tubic wechselweise die Dinge in die Hand nahmen. Hüller machte es mit Tempo, Tubic immer wieder mit Auge. Die starke Defensive des Holtmann-Teams sah gegen beide Varianten nicht gut aus. Und so drehten die Dragons das Spiel, führten beim 11:12 (24.) erstmals und zur Pause nach einem zwischenzeitlichen 14:12 für Spenge wieder beim 14:15. 

Kein einziges Klasmann-Tor

Als die Spenger nach einigen Zeitstrafen nach der Pause mit den Referees haderten und ein wenig den Faden verloren, blieb die SGSH eiskalt, zog – nun im linken Rückraum mit Florian Diehl an Stelle des nicht so gut aufgelegten Christopher Klasmann (kein einziges Tor) – bis auf 17:21 davon (39.). Es schien so einfach, doch  einfach war es nicht, im Gegenteil. 

Die Halle stand nun wie ein Mann hinter dem Gastgeber, bei dem einer aufdrehte, der im Spenger Personalbuch vor Saisonbeginn gar nicht auftauchte: Rechtsaußen Sebastian Reinsch war aus Jöllenbeck eigentlich für die TuS-Reserve zurückgeholt worden, doch der 32-Jährige zeigte bereits in den vergangenen Wochen, dass er längst noch nicht zum alten Eisen zählt. 

Reinsch und Brezina bringen neuen Wind

Reinsch kam für Christoph Harbert, beackerte fortan die rechte Außenbahn, traf dreimal, setzte die sonst so intensiv und gut abgeschirmten Kreisläufer in Szene. Dazu kam Filip Brezina nun im zentralen Rückraum und setzte ebenfalls Akzente So war der TuS, der inzwischen im 3:2:1-Format deckte, nach Brezinas 23:23 wieder im Spiel (49.) und ging beim 26:25 erstmals wieder in Führung (55., Fynn Prüßner). 

Und die SGSH? Stemmte sich gegen die drohende Niederlage, steckte auch den einen oder anderen unglücklichen Pfiff auf der Zielgeraden weg und kam nach dem 28:26 (59., Gräfe) durch Natko Merhar direkt auf 28:27 heran. Da zeigte die Uhr noch gut eineinhalb Minuten an. Tatsächlich gewann das Dragunski-Team im Hexenkessel noch einmal den Ball, bekam seine allerletzte Chance – Moritz Frenzel aber scheiterte von der rechten Außenposition. Bitter für den Gast, eine Steilvorlage zur großen Siegesparty dagegen für die Gastgeber, die sich mit diesem Erfolg erst einmal im Spitzentrio der Liga einen festen Platz erkämpft haben.

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