Handball, 3. Liga Nord-West

Dragunski und Dragons-Drittliga-Team jubeln erstmals gemeinsam in der Fremde

+
Starke Leistung mit wichtigen Paraden, als es eng wurde: Julian Borchert.

Augustdorf - Aus der Witex-Halle in Augustdorf ist seit dem letzten Gastspiel der SGSH Dragons im März die „wineo Arena“ geworden. In der vergangenen Saison ein neuer Vereinsname („Team HandbALL Lippe II statt HSG Lemgo II), diesmal ein neuer Hallenname. Und auch sonst war vieles anders als beim so enttäuschenden SGSH-Gastspiel im März (27:32-Niederlage): Am Vorabend des 2. Advents schenkten die Dragons ihrem Anhang einen 30:26 (18:15)-Sieg im Lipperland.

Vier Auswärtsspiele mit vier Niederlagen hatte es für das Trainertrio Dragunski/Müller/Reckzeh und dessen Schützlinge seit Dienstantritt gegeben. Der letzte Sieg in der Fremde war der am 3. Spieltag in Nordhemmern gewesen - das letzte Spiel der Ära Neff. Und nun also das Gastspiel beim Tabellenachten, bei der Youngster-Garde, die sich für die Bundesliga-Truppe aus Lemgo aufdrängen soll und dies in dieser Saison so viel besser macht als im so durchwachsenen vergangenen Spieljahr.

Ohne Ante Vukas (Syndesmosebandanriss), David Bleckmann (Bauchmuskelzerrung) und Dominik Spannekrebs (Ellenbogenverletzung) ging der Gast die Aufgabe an, dafür mit geschärften Sinnen und einem klaren Ziel. Bald sah es gut aus. Aus einem 2:2 (4.) wurde vor 300 Zuschauern ein 3:7 (9.), aus einem 9:11 (17.) bis zur Pause wieder ein 15:18. „Es war eine gute Teamleistung, wobei die Abwehr auch schwächere Phasen hatte, aber immer wenn es drauf ankam, hat sie wieder gut gestanden“, bilanzierte Trainer Mark Dragunski nach den 60 Minuten.

Drei Schlüssel zum Sieg: Geduld, Geduld und Geduld

Vorne hatte der Ex-Nationalspieler seinem Team drei Dinge verordnet: Geduld, Geduld und Geduld. „Es war klar, dass dieser Gegner jeden einfachen Fehler mit Tempospiel bestrafen würde“, sagte Dragunski nach getaner Arbeit, „wir haben versucht, es ganz ruhig zu spielen. Das ist vielleicht nicht immer gelungen, aber eigentlich doch ganz gut…“

In den Phasen, in denen die SGSH doch diese Fehler machte, zündeten Maxim Schalles & Co den Turbo. In diesen Phase wurde deutlich, wie fragil dieses Auswärtssieg-Unterfangen war. So, als die Gastgeber aus einem 18:21 (36.) ein 22:23 (43.) machten. „Das ist eine Mannschaft, die nie aufsteckt und immer da ist, wenn sich die Chance bietet“, stellte Dragunski fest - zuletzt hatte dies auch der Longericher SC schmerzlich erfahren, als er daheim trotz hoher Führung nur zu einem Punkt gekommen war.

Merhars wichtige Tore, Borcherts wichtige Paraden

Die SGSH aber sollte zu zwei Punkten kommen. Zum einen, weil sich der Gast als Team immer rechtzeitig zu steigern wusste. Zum anderen, weil Natko Merhar in den wackligen Phasen wichtige Tore gelangen, weil Julian Borchert zudem in diesen Phasen nicht minder wichtige Chancen der Gastgeber vereitelte. So kamen die Gastgeber nach einem 23:28 in Überzahl zwar noch einmal auf 26:29 heran. Da waren noch zweieinhalb Minuten zu spielen. Doch danach ließ die SGSH-Defensive nichts mehr zu, sodass Christopher Klasmanns achter Treffer des Abends der Schlusspunkt war.

6:8 Punkte in der Fremde - das liest sich nun schon etwas freundlicher. Und weil Hagen am Freitag in Neuss patzte, Longerich zudem beim TuS Volmetal nicht über ein 27:27 hinauskam, rangieren die Dragons nun sogar auf Rang drei und damit vor dem großen Nachbarn und ihrem Ex-Trainer Stefan Neff. Kein so schlechtes Wochenende im Lager der Drachen…

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare