Handball, 3. Liga Nord-West

SGSH bangt vor dem Volmetal-Derby um Diehl und Schetters

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Wiedersehen mit seinem alten Verein: Jan König spielte im Vorjahr noch für den TuS Volmetal – nun geht es mit der SGSH gegen die Grün-Weißen.

Halver – Derbyzeit in der 3. Liga Nord-West der Handballer: Am Samstagabend um 19.30 Uhr gastiert der TuS Volmetal bei den SGSH Dragons an der Halveraner Mühlenstraße. Eine Woche nach dem 30:25-Auswärtssieg in Menden steckt für die Schützlinge von Mark Schmetz erneut viel lokale Brianz in der sportlichen Herausforderung, die der 5. Spieltag bereithält.

Es ist zudem ein womöglich letztes Highlight vor dem sportlichen Lockdown im November, bei dem noch nicht sicher ist, ob er auch den Drittliga-Handball treffen wird. „Ich hoffe natürlich, dass wir auch im November weiterspielen dürfen“, sagt Mark Schmetz, „sonst wird es mit der Saison nicht klappen. Wenn nicht, dann glaube ich, dass es auch nicht bei einem Monat Pause bleiben wird. Sieben, acht Spiele am Ende nachzuholen, dafür ist der Zeitplan viel zu eng.“ 

Schmetz, der für jedes Training aus den Niederlanden anreist, kennt den Lockdown für den Sport aus seiner Heimat. Dort gilt er bereits seit vier Wochen – im Unterschied zu Deutschland darf hier noch in Fitness-Studios trainiert werden. „Letztlich muss man dem folgen, was vorgegeben wird – eine eigene Meinung spielt da eigentlich keine Rolle“, sagt er. 

Doch zurück zum Derby: SGSH contra Volmetal – das ist für die Handballer aus Halver und Schalksmühle quasi die Mutter aller Derbys, kein anderes Kräftemessen hat in der Vergangenheit so die Fans beider Lager mobilisiert. Auch wenn dies in Corona-Zeiten anders sein wird, weil Gäste-Fans nicht zugelassen sind, so bleibt es doch ein ganz besonderes Spiel, bei dem es letztlich auch keine Rolle spielt, dass die Gastgeber mit 6:0 Punkten ganz oben mitspielen, die Gäste dagegen nach drei Niederlagen in drei Spielen ganz unten in der Tabelle zu finden sind. Die Volmetaler haben in Spenge und Minden verloren, dazu daheim gegen Titelaspirant Vinnhorst. Es ist keine schöne Bilanz, doch wirklich dramatisch ist sie für die Mannschaft von Marc Rode angesichts der Schwere der bisherigen Aufgaben auch noch nicht. 

Merhar kehrt zurück, Personaldecke trotzdem dünn

Für Schmetz jedenfalls gibt es keinen Grund, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. „Das ist eine robuste Mannschaft mit einigen sehr guten Spielern“, sagt der Niederländer, „vor allem Dominik Domaschk hat uns im Turnierspiel in der Vorbereitung große Probleme gemacht.“ Dazu lobt Schmetz das Kreisläuferspiel des TuS über Kapitän Frederik Kowalski und den Ex-SGSH-Akteur Cedric Geitmann, der im Sommer zum Volmewehr gewechselt ist, sowie Linksaußen Nils Stange. „Ich sehe schon unsere Chancen, aber einfach wird es nicht in unserer personellen Situation“, sagt Schmetz, dessen Team schon in Menden mit einem extrem dünnen Kader die Punkte eingefahren hat. 

Zwar wird Natko Merhar nach überstandener Krankheit in den Kader zurückkehren. Kapitän Florian Diehl (Bauchmuskelzerrung) hat derweil inzwischen seit einem Monat nicht trainiert. Sein Einsatz ist ebenso fraglich wie der Einsatz von Tobias Schetters. Schetters hatte sich in Menden am Knie verletzt und hat präventiv in dieser Woche ebenfalls nicht trainiert. Dazu kommen die Langzeitausfälle Bleckmann und Bekston – Schmetz hat dieser Tage nicht eben die Qual der Wahl. 

Zuversichtlich bleibt er trotzdem. „Wir haben noch genug Leute – wenn wir unser Spiel spielen, werden wir dieses Spiel auch gewinnen“, sagt der Trainer, „wichtig ist natürlich, wer am Ende auflaufen wird. Wenn Tobias Schetters auch noch ausfallen würde, dann würde uns das schon sehr wehtun.“ Dragons: Vukas, Borchert – Merhar, Schetters (?), Klasmann, König, Hüller, Gipperich, Hecker, Frenzel, Diehl (?), Dommermuth, Börner, Jannack

Zahl des Tages: 100 

204 Zuschauer sind in der Halle Mühlenstraße laut Hygienekonzept der SGSH zugelassen. Nach den Rückmeldungen der Dauerkarteninhaber hat die SGSH noch 100 Karten in den Online-Vorverkauf gestellt. Der 1. Vorsitzende, Mark Schür, geht davon aus, dass die Halle im Derby ausverkauft sein wird.

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