Handball, 3. Liga Nord-West

Die Derby-Demontage

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Florian Diehl marschiert, drei Volmetaler schauen zu: Die SGSH Dragons setzten am Samstag den Lokalrivalen TuS Volmetal immens unter Druck, gewannen das Derby unerwartet deutlich mit 33:19.

Halver - Der achte Saisonerfolg der SGSH Dragons in der 3. Liga Nord-West war nicht nur ein Derbysieg über den TuS Volmetal, sondern auch ein sehr beeindruckender. 33:19 (19:9) stand es nach 60 Minuten, und am besten beschrieb der Verlierer das, was 680 Zuschauer in der Sporthalle Halver gesehen hatten. „Es ist nicht unser Anspruch, nach oben zu schauen“, sagte TuS-Trainer Marc Rode. „Aber es ist schade, dass wir den Unterschied in so einer Deutlichkeit aufgezeigt bekommen haben – wo ihr steht und wo wir stehen.“

Wo haben sie denn am Samstagabend gestanden? - Die Frage für die Volmetaler zu beantworten, ist verdammt schwierig. Die kurze Antwort könnte lauten: nur ganz selten richtig. Und da half es Trainer Marc Rode auch nicht, dass er bei seiner zweiten Auszeit sogar das Lautstärken-Duell gegen die Musik in der Halle für sich entschied, dass er seine Deckungsformation von 6:0 auf 5:1 änderte und dass er zur zweiten Halbzeit Manuel Treude zwischen die Pfosten stellte, den er hatte nachtragen lassen, um einen dritten Torhüter aufbieten zu können.

Anders sieht’s bei den SGSH Dragons aus, die ziemlich oft richtig standen und dank ihrer bärenstarken 6:0-Deckung auch im Angriff regelmäßig glänzten. „Wir haben bravourös verteidigt“, sagte Trainer Mark Dragunski, dessen Team sehr schnell auf die Siegerstraße eingebogen und sich nach acht Minuten einen 6:0-Vorsprung herausgeworfen hatte. „Wir waren immer da, wo der Ball war, und haben Druck gemacht.“

Blaue Karte gegen Kaufmann

Mit diesem Druck der SGSH kamen die Volmetaler, bei denen Silas Kaufmann in der 23. Minute nach einer Tätlichkeit gegen Tobias Schetters die Blaue Karte gesehen hatte, überhaupt nicht zurecht – vorne nicht, aber auch hinten nicht. Und im Angriff hatten die Dragons das große Plus, gleich zwei Denker und Lenker zu haben, die auch noch richtig torgefährlich waren: Lukas Hüller im zentralen und Christopher Klasmann im linken Rückraum. Stark!

Loben wollte Mark Dragunski diese beiden aber nicht gesondert. „Eigentlich müsste ich alle nennen“, meinte der 48-Jährige, um dann aber doch zwei Namen auszusprechen, nämlich die seiner beiden Torhüter Julian Borchert und Luca Jannack. „Sie sind ja beide ins kalte Wasser geworfen worden und haben einen Klasse-Job gemacht“, sagte Mark Dragunski. Ante Vukas hatte wegen seines Syndesmoseband-Anrisses gefehlt.

Klasmann der Top-Torschütze

Die erfolgreichsten Werfer der SGSH Dragons am Samstagabend waren Christopher Klasmann (11/2), Lukas Hüller (5) und Tobias Schetters (4). Für die meisten Tore des TuS Volmetal waren Dominik Domaschk (5) sowie der ehemalige Werdohler Kreisläufer Joel Jünger und Erik Irle (jeweils 3) verantwortlich. Toni Bertrams

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