Handball, 3. Liga Nord-West

Dragons-Kantersieg trotz früher Roter Karte gegen Klasmann 

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Kopftreffer beim Siebenmeter: Für Christopher Klasmann war die Partie nach nicht einmal acht Minuten beendet.

Schalksmühle - Mit einem 36:22 (20:11)-Kantersieg gegen Aufsteiger LIT Tribe Germania aus Nordhemmern legten die SGSH Dragons einen Traumstart ins Sportjahr 2020 hin. Während die Ostwestfalen am Löh vor 250 Zuschauern alles schuldig blieben, machte das Dragunski-Team ein richtig gutes Spiel.

Zu den Ausfällen Bleckmann, Geitmann und Spannekrebs gesellte sich nach nicht einmal acht Minuten auch Christopher Klasmann. Der hatte beim zweiten Siebenmeter des Tages den Gensheimer gegeben und LIT-Keeper Linus Happel am Kopf getroffen, die Referees zogen die Rote Karte. Aus dem knappen Zwölfer-Kader war so ein noch knapperer Elfer-Kader geworden.

Stark in der Defensive und beim Gegenstoß: Tobias Schetters.

Der Neuling, der ohne Abwehrchef Evars Klesniks (mit Lettland bei der EM) zum Löh gekommen war, schlug aus dieser Entwicklung und auch aus drei frühen Zeitstrafen gegen die SGSH kein Kapital. Im Gegenteil. Die Fehlpass-Quote bei LIT gegen eine aggressive, aufmerksame Dragons-Abwehr war rekordverdächtig hoch. Gepaart mit einem nicht liga-adäquaten Rücklauf-Verhalten war es eine Einladung für die Gastgeber zum Tempospiel, die gerne angenommen wurde. Bis zur Pause waren die Dragons bereits auf 20:11 davongezogen, das war keine Vorentscheidung, das war schon mehr. "Eigentlich hätte man zur Pause abpfeifen können", sagte auch SGSH-Kapitän Alexandre Brüning nach dem Spiel mit einem Augenzwinkern.

Fünf Treffer aus dem rechten Rückraum: Dragan Tubic.

Ein wirkliches Aufbäumen gab es nämlich auch nach der Pause nicht beim Gast, zumal die SGSH defensiv nicht nachließ und auch weiter aufs Tempo drückte. „Es gab von uns heute bis auf Moritz Rodenkirchen am Kreis wirklich gar nichts, was man positiv herausheben könnte“, bilanzierte LIT-Coach Daniel Gerling später ernüchtert, „es war, als ob alle gerade mit dem Handball angefangen hätten - auf jeden Fall war es ein Klassenunterschied…“

Der SGSH war das egal. Sie spielte die Partie konsequent zu Ende und sorgte beim Anhang mit dem ersten Drittliga-Heimspiel für A-Junior Christopher Börner, das dieser mit seinem ersten Drittliga-Tor krönte, für ein letztes Highlight in den 60 Minuten.

Der Vorsprung auf Rang drei beträgt nun nach der Spenger Niederlage und der Hagener Spielverlegung drei Zähler. Das ist gut für den Vizetitel. Primus Wilhelmshaven derweil nahm auch die Hürde in Spenge und bleibt zwölf Spiele vor dem Saisonende bei sieben Punkten Vorsprung in unerreichbarer Ferne.

Beste SGSH-Werfer: Hüller (7), Frenzel (6/3), Tubic (5), Diehl (5), Schetters (5) - beste LIT-Werfer: Rodenkirchen (4), Mundus (4), Oevermann (4/2)

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