Handball, 3. Liga Nord-West

Dragunski-Einstand: Dragons ziehen starkem Gast aus Köln den Zahn

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Ausgelassene Freude bei den Dragons nach dem 31:27 gegen Longerich.

Halver - Die offiziell 300 Zuschauer - gefühlt waren es ein paar mehr - feierten das Team mit Standing ovations. Und die Spieler tanzten ausgelassen vor Freude. Der 31:27 (13:13)-Sieg gegen den Longericher SC am 5. Spieltag war Balsam für die Seele von Spielern, Verantwortlichen und Trainerteam bei den SGSH Dragons nach anderthalb sehr unruhigen Wochen im Nachgang der Trennung von Trainer Stefan Neff.

Für Mark Dragunski war es zudem eine ziemlich perfekte Premiere auf der Bank des Drittliga-Teams. Die Gäste aus Köln nämlich waren ein Gegner, der nicht so leicht aus dem Weg zu räumen war. Und doch gelang dem SGSH-Ensemble dies am Ende sogar eindrucksvoll. „Eigentlich“, sagt Ex-Nationalspieler Dragunski, „hätten wir am Ende sogar noch ein bisschen höher gewinnen müssen.“

Der Start hatte zunächst aber Longerich gehört. Die Gäste waren ohne Kreisläufer Dustin Thöne angereist, bei den Dragons allerdings mussten mit Ante Vukas (Fingerverletzung), Alexandre Brüning (Halsentzündung), David Bleckmann (Bauchmuskelzerrung) und Dominik Spannekrebs (Ellenbogen-Verletzung) gleich vier Spieler ersetzt werden. So begann das neue Trainertrio etwas ungewöhnlich mit Florian Diehl in der Spielmacherrolle und Cedric Geitmann am Kreis.

Starkes Spiel vorne wie hinten: Dragan Tubic.

Bis zum 6:8 (14.) liefen die Gastgeber so immer einem Rückstand hinterher. Ein 3:0-Lauf zum 9:8 (18.) und ein weiterer 3:1-Lauf zum 12:9 (25.) schienen die SGSH auf Kurs zu bringen, zumal inzwischen Lukas Hüller in der Rückraummitte spielte und dem massiven Abwehrinnenblock des LSC mit seiner Schnelligkeit in der ersten Bewegung massive Probleme bereitete. Die Drei-Tore-Führung schenkte die SGSH derweil danach ein wenig zu leicht wieder her. Mit Blick auf die gesamte erste Hälfte ging das 13:13 indes in Ordnung.

Auszeit: Hans-Peter Müller und Mark Dragunski schwören das Team gemeinsam ein.

Dass die Dinge in der zweiten Hälfte deutlich besser laufen sollten, hing nicht mit entscheidenden System-Umstellungen zusammen, eher schon mit zwei individuellen Steigerungen der besonderen Art: Christopher Klasmann ließ wie vor Wochenfrist einer ersten Halbzeit zum Vergessen einen ganz starken zweiten Durchgang folgen. Dazu hielt Vukas-Stellvertreter Julian Borchert nun wie ein Tausendsassa. In der ersten Halbzeit hatte er das Torwartduell gegen den guten Inzenhofer noch verloren, nun gewann er es haushoch. Dazu kam ein starkes Kollektiv, aus dem Dragan Tubic diesmal noch einmal ein Stück weit herausragte.

Die Abwehr stand gegen den Gast aus Köln vor allem nach dem Wechsel gut. 

Nach dem 20:16 (38.) nahm LSC-Coach Andreas Kirsch bereits die erste Auszeit. Nach dem 28:22 (54.) die zweite. Klisch versuchte es mit dem siebten Feldspieler, mit zwei Kreisläufern. Doch selbst in Überzahl verpufften die Kölner Bemühungen, weil die SGSH-Fehlerquote niedriger war und vor allem die Abwehrleistung der Gastgeber auf einem konstant höheren Niveau. Und so durften die Gastgeber ausgelassen feiern. Eine Woche nach dem Punktverlust gegen Aurich war die Welt an der Mühlenstraße wieder in Ordnung.

Beste SGSH-Werfer: Klasmann (6), Tubic (6), Hüller (5), Schetters (5)
Beste LSC-Werfer: Schlösser (6/3), Hartmann (5), Pyszora (5), Schulz (4)

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